Neue Software vereinfacht Fertigungsprozesse für den Mittelstand

Eine neue Software soll die Produktionslogistik optimieren. Vor allem die Produktion von großen und komplizierten Einzelteilen soll automatisiert und so die Maschinenauslastung gesteigert werden. Klein- und Mittelbetriebe würden davon besonders profitieren.

Wie kann man komplexe oder große Einzelteile automatisiert produzieren? Diese Frage stellten sich die Forscher des Produktionstechnischen Zentrums (PZH) der Leibnitz Universität in Hannover. Ihre Antwort ist das System „Agilita“.

In einem ersten Schritt digitalisiert und simuliert das Programm alle Fertigungsprozesse einer Fabrik. So stellt sich heraus, welche Bereiche des Betriebs wie verbessert werden können. Das neue System erlaube Betrieben damit eine genauere Einschätzung, ob eine Investition in neue Maschinen rentabel sei, erklärt Berend Denkena, Leiter des Instituts für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen am PZH. Die Software könne vor allem bei der Einzelteilefertigung komplexer oder sehr großer Bauteile die Maschinenauslastung enorm steigern.

In einer zweiten Phase, können die vorgeschlagenen Verbesserungen von der Simulation, in den „echten“ Betrieb umgesetzt werden. Das geschieht vor allem mit fahrerlosen Transportsystemen und „radio-frequency identification“-Technologie (RFID). Diese ermöglicht eine automatische Identifizierung und Lokalisierung von Gegenständen und Menschen. Die Erfassung von Daten wird so erheblich einfacher.

Auch nicht automatisierte Prozesse ließen sich mit „Agilita“ besser erfassen, argumentiert Projektleiter Karl Doreth: „Der Einfluss der nichtautomatisierten Prozesse – also etwa Ladevorgänge, an denen Menschen beteiligt sind – bringt eine Dynamik, die bislang nicht erfassbar war und die eine gewisse Unschärfe in die Abläufe bringt.“ Diese Unschärfe lasse sich mit „Agilita“ bei der Fertigungsplanung und Steuerung ebenfalls berücksichtigen.

Vor allem kleine- und mittelgroße Betriebe sollen vom neuen System profitieren: „Wir haben mit Agilita eine praktikable und bezahlbare Lösung geschaffen für ein Problem, das im Mittelstand weit verbreitet ist.“ so Denkena. Das Simulationsmodell kommt bereits in der Produktion von Flugzeugteilen der Firma „Premium Aerotec“ zum Einsatz.

Kommentare

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  1. Maria Will sagt:

    Auf der Suche nach Förderbändern, die auch schwerere Teile transportieren können, bin ich durch intensive Recherche im Web auf http://www.elischer-technik.com/ gestoßen. Mit der Beratung, der Auftragsabwicklung und den Lieferzeiten gab es keine Probleme. Daher kann ich Elischer Technik bedenkenlos weiterempfehlen.

  2. buerger sagt:

    Das ist nicht neu! Höchstens für das anbietende Institut, das bisher an angestaubten Werkstattsteuerungsthemen festhielt, mit vielen öffentlichen mafiös gesteuerten Fördergeldern . Solche Systeme, inclusive der nichtautomatisierten Ablaufteile gibt es seit 20 Jahren, die agentengestützte Echtzeit mit RFID seit 10 Jahren!

  3. georg sagt:

    na da kann man ja wieder viel personal freisetzten und ne neue exportoffensive starten