Stuttgart 21: Gewerkschaften drängen auf Weiterbau

Die Gewerkschaften haben im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn für die Fortsetzung des Projekts gestimmt. Sie bestehen allerdings darauf, dass die Arbeitnehmer keine Opfer bringen müssen und, dass der Bund sich an den Mehrkosten beteiligt.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn hat entschieden, das umstrittene Projekt Stuttgart 21 weiterzubauen. Doch sowohl das grün-rot regierte Baden-Württemberg als auch die Stadt Stuttgart weigern sich, die Mehrkosten in Höhe von mindestens 2 Milliarden Euro zu übernehmen. Die Grünen wollen sich durch kein Gericht zum Weiterbau zwingen lassen.

Dabei haben sie allerdings die Rechnung ohne die Gewerkschaften gemacht. Alexander Kirchner, Sprecher der Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn, nannte die Fortsetzung des Projektes eine Vernunftentscheidung. „Der Ausstieg ist teurer“, zitieren ihn die Stuttgarter Nachrichten.

Kirchner konnte in den Beschluss des Aufsichtsrats zwei Punkte hineinverhandeln. Zum einen die ausdrückliche Zusicherung, dass die Bahn-Beschäftigten wegen der Mehrkosten keine Opfer bringen müssen. Zum anderen gibt es die ausdrückliche Aufforderung, dass der Bahn-Vorstand auch mit dem Bund über eine Kostenbeteiligung verhandelt. „Der profitiert ja schließlich auch vom Weiterbau“, sagte Kirchner.

Kommentare

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  1. Peppermint sagt:

    „Transnet“ was coming soon.

  2. Delta120 sagt:

    Stuttgart 21 muss weiter gebaut werden. Es ist anzunehmen, dass die EZB ähnlich der FED ein großes Infrastrukturprogramm 2014 auflegt, denn ein Sonnenaufgang ist ja sonst nicht in Sicht. Da kann man die Milliarden dann gleich einbuchen.

  3. Sissy sagt:

    Stuttgart 21 muss fertiggestellt werden. Es ist ein Bauvorhaben, das für die nächsten einhundert Jahre genutzt werden wird. Wo wären wir, wenn unsere Altvorderen so verklemmt gewesen wären, wie die Gegner von S 21? Wir hätten keine Schnellstrassen, kein Eisenbahnnetz, keine Flughäfen, keine Wasserstrassen usw. und damit auch keinen Wohlstand. Stattdessen würden wir noch auf den Bäumen sitzen.
    Im Übrigen ist es mir viel lieber, wir zahlen ein paar Milliarden für nützliche eigene Projekte, anstatt hunderte von Milliarden in ausländische Banken zu versenken. Warum demonstriert gegen diese Vernichtung unserer Steuergelder niemand?

  4. Dalien Forester sagt:

    Angeblich wollen sie jetzt 400.000 „Praktikanten“ beschäftigen…
    Dann lieber Zirngips.
    https://www.youtube.com/watch?v=OmAXaoFDzn0

  5. Beo sagt:

    Merkel: Stuttgart 21 soll erst eingestellt werden, wenn Baukosten die Staatsschulden übersteigen

    Volksabstimmung erfolgreich: Bahn muss weiterbauen

    http://www.eine-zeitung.net/

  6. Ullrich Strakow sagt:

    Stuttgart 21 würde vielleicht eine größere Akzeptanz finden auch bei den Projekt Gegnern,wenn sachlich neben Fahrzeitverkürzungen auch die direkt und indirekt erforderlichen Arbeitskräfte aufgelistet werden.Sollten allerdings Lohndumping strukturierte Subunternehmer und,, Experten“ wie Flughafen Berlin Steuergeldversenker,Christopher Street Day und Love Paradensachverständiger Herr Wowereit die Regie übernehmen,dann sehe ich schwarz . Herr Grube sollte in seiner Position als DB -AG Chef sich ernsthaft Gedanken machen, wie er den dramatischen Ausschreibungsverlusten von DB Regio entgegen wirkt.Unternehmen Zukunft(Werbe Slogan DB-AG) führt auffallend viele Rückzugsstrategien im Inland von dem ausländische oft Lohndumping praktizierende , Börsen registrierte Privatbahnen profitieren.Die transatlantische Bundesregierung von Goldmann Sachs Gnaden provoziert mit ihrem Privatisierungs Wahnsinn, das bezogen auf die Eisenbahn weder Kunden billigere Tarife erhalten, noch Privatbahnen bis auf wenige Ausnahmen wie z.B. Metronom- Bahn faire Gehälter zahlen.Die neueste Aktion der Ausschreibungs Fanatiker soll die Strecke Dresden-Zittau betreffen, wo ein tschechisches Bahnunternehmen Trillex was wiederum ein Tochterunternehmen der defizitären italienischen Staatsbahn ist , ihren Lokführern 900 Euro brutto zumutet.Die bisherigen deutschen Lokführer dürfen sich auf Wanderschaft begeben, um in weit entfernten Gebieten in verbliebenen Rest Regionetzen ihren Beruf auszuüben. Ein Europa der Regionen wäre erstrebenswert mit Menschen die nicht entwurzelt werden und die eine gelegentliche Mobilität durchaus ertragen,wenn nicht gleichzeitig ihre Gehälter sich immer mehr zu Gunsten weniger Zocker verschlechtern würde.Wenn das vagabundierende ,schmarotzende Börsenkapital das ca.40 fache der Realwirtschaft ausmacht, ist es schon fast ein Wunder, das sich die BRD mit fast 3 Billionen Euro Verschuldung noch derartige Projekte wie Stuttgart 21 leisten kann.Anscheinend ist dem deutschen Steuerzahler noch viel zuzumuten in Form von steigenden Steuern,Preisen und oft sinkenden Einkommen.Wenn sich staatliche Ausschreibungsinstanzen wie Ministerien, Verkehrsverbünde einen Dreck um die Gehälter der betroffenen Mitarbeiter scheren,werden wie ein Bumerang weniger Steuern fällig und der Konsum bricht ein.So organisiert man Euro Skepsis und Ablehnung die siehe Griechenland,Spanien,Italien zu schweren Unruhen führen können.