Energiewende: Herkömmliche Stromspeicher zu leistungsschwach

Die Umstellung auf erneuerbare Energien aus Wind und Sonne erfordert einen deutlichen Ausbau von Stromspeichern. Doch alle bekannten Akku-Technologien sind dazu ungeeignet, sodass nur Pump- und Druckluftspeicher Abhilfe schaffen könnten.

Wissenschaftler der Stanford-Universität haben eine rechnerische Einheit entwickelt, mit der Energieverluste bei der Stromspeicherung vergleichbar gemacht werden können. So kann ein Pumpspeicherkraftwerk über seine gesamte Lebenszeit immerhin 210-mal so viel Energie speichern, wie für seine Errichtung benötigt wird. Die fünf verglichenen Akku-Technologien hingegen schnitten wesentlich schlechter ab. Konventionelle Blei-Akkus etwa können über ihre Lebenszeit gerade einmal doppelt so viel Energie speichern, wie zu ihrer Herstellung verbraucht wurde.

Der entscheidende Faktor bei der Weiterentwicklung von Stromspeicher-Verfahren ist eine längere Lebenszeit der Stromspeicher. „Ein Pumpspeicherkraftwerk kann bis zu 25.000 Speicherzyklen leisten. Davon kann bei Akkus nur geträumt werden“, sagte Projektleiterin Sally Benson. Laut Berechnungen der Forscher müssten Batterien mindestens drei- bis zehnmal längere Laufzeiten aufweisen, um im großen Maßstab eingesetzt werden zu können.

Bei Pumpspeicherkraftwerken wird das Wasser mit billigem Nachtstrom in höhere Lagen gepumpt, um es am Tage bei hoher Nachfrage wieder abzulassen und damit teuren Spitzenstrom zu erzeugen. Doch auch Pumpspeicherkraftwerke sind nicht die Lösung aller Speicherprobleme. Denn geeignete Standorte sind rar und bergen zudem oft hohe Umweltprobleme in sich.

Die Studie behandelt auch eine weitere Speichertechnologie, die mit verdichteter Luft arbeitet. Unter Hochdruck wird die komprimierte Luft in unterirdische Höhlen gepumpt und bei Bedarf durch eine Turbine abgelassen. Das Forscherteam kam zu dem Schluss, dass diese Methode von allen verglichenen Technologien die geringsten Errichtungskosten mit sich bringt, bei der höchsten Energieeffizienz aller behandelten Technologien.

Das Kraftwerk Huntorf in Deutschland ist eine von nur zwei Anlagen dieses Typs weltweit. Um dies schnellstmöglich zu ändern, fördert die EU entsprechende Forschungsprojekte. Günstig an der Druckluft-Speicherung ist vor allem, dass sich potentielle Standorte mit geologischer Eignung oft in Küstennähe befinden. Dadurch wäre die Übertragung von in Offshore-Windparks erzeugtem Strom besonders günstig.

Kommentare

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  1. Anal yst sagt:

    Die Pumpspeicherwerke dienen nur einem:
    „den (Atom) Strompreis an der Leipziger Strombörse hochzuhalten“.

    Selbst wenn man von einem Wirkungsgrad der Pumpen von 0,7 ausgeht dann werden immer noch 30 % mehr Strom zum Raufpumpen verbraucht als beim Runterlassen wieder rausbringe.

    Also verliere ich mit jedem Liter Wasser beim Raufpumpen 30%.

    Interessant wäre es WER diese Studie in Auftrag gegeben hat.

    Die einzig Interessante Technologie wäre Energieeffizienz,
    wenn ich ins örtliche Landratsamt gehe und sehe eine Eingangshalle mit Einfachverglasung, oder die 40 Jahre alten Fenster bei denen es reinzieht, oder wie im Winter Schulhaustüren in der Früh einfach offen sind, oder die Straßenbeleuchtung die ganze Nacht brennt, dann brauchen wir keine Pumpspeicherwerke sondern einen vernünftigen Umgang mit Energie.

    Das wäre besser und billiger als Landschaftsverschandelung.

  2. Stromverbraucher sagt:

    Jetzt springen Sie auch noch auf diesen Hype! Stromspeichern braucht in den nächsten Jahrzehnten (!) kein Mensch. Und die besprochenen Druckluftspeicher sind sagenhaft ineffizient.
    Der Schlüssel liegt darin den Strom möglichst bedarfsgerecht zu produzieren, das lässt sich mit Windkraftanlagen mit hohen Volllaststunden viel eleganter verwirklichen.
    Die Organisiation der Energiewende mit den fehlgeleiteten Fördermilliarden ist das Problem – keine Profis, lauter Politiker die für die in den Sand gesetzten Milliarden nicht gerade stehen müssen. Das muss nur der kleine Mann.

  3. Knüppel aus dem Sack sagt:

    Energiewende bedeutet Strombetrug.

    Solarpaneele müssen 5Jahre einwandfrei arbeiten damit der Strom erzeugt wird, der in der Herstellung verbraucht wurde

    Die Summe der Windkrafträder schleudern jährlich Tonnen von Getriebeöl, feinst zerstäubt versteht sich, in ihre Umgebung und jede einzelne Windmühle kostet jährlich 80 Greifvögeln das Leben

    Der Wahnsinn hat sich in die Gehirne der Menschen geschlichen und droht diese zu zerstören.

    Es ist weder polemisch noch boshaft, wenn man sagt, dass es aberwitzig ist, über Energiewendestrom überhaupt ernsthaft zu diskutieren, dessen Produktion in 2012 im Mittel 18 Cent/kWh im Vergleich zu unter 4Ct/kwh in einem konventionellen Kraftwerk gekostet hat und der weder am Bedarfsort noch zum Bedarfszeitpunkt produziert werden kann! Gegen Sie diese Information an den Politiker und Journalisten Ihrer Wahl weiter und lassen sich auf keine Diskussion mit ihm ein – er will Ihnen nur ein X für ein U vormachen!

    http://www.windstrom-kosten.de/Dokumente/NL1303.pdf

  4. papperlapap sagt:

    Solange effiziente Speicher die Existenz von Monoplen gefährden, wird es sie offiziell wohl auch nicht geben.