Zypern: Laiki Bank wird zerschlagen, Bargeld-Abhebungen auf 260 Euro begrenzt

Die zypriotische Laiki Bank wird aufgespalten, teilte die Zentralbank des Landes mit. Eine Bad Bank soll entstehen. Die Bank hat die Höhe der möglichen Abhebungen an Bankautomaten auf 260 Euro pro Tag und Kunde begrenzt.

Eine erste Entscheidung im Fall des zypriotischen Bankensystems ist gefallen. Wie eine Sprecherin der Zentralbank des Landes am Abend mitteilte, wird die Laiki Bank zerschlagen. Das Geldinstitut soll in eine „funktionsfähige“ und in eine Bad Bank aufgespalten werden. Der Stellvertretende Parteiführer der Regierungspartei sagte Reportern in Nikosia, dass die Zerschlagung der Laiki Bank den Eigenbeitrag Zyperns zum Rettungspaket um 2,3 Milliarden Euro kürzen könnte.

Etliche Angestellte der Bank hatten sich neben zahlreichen Demonstranten bereits vor dem Parlament in Nikosia versammelt, als Gerüchte über eine mögliche Pleite kursierten. Wie reuters berichtet hat die Laiki Bank außerdem mitgeteilt, dass es zu Einschränkungen beim Bargeldabheben kommen soll. Die Höhe der Abhebungen soll pro Tag und Kunde auf 260 Euro begrenzt werden. Der Gouverneur der Zentralbank sagte zudem, dass mit der Zerschlagung der Bank eine Pleite dieser verhindert und die Einlagen in Höhe von bis zu 100.000 Euro geschützt seien.

Die Sorge um eine massive Kapitalflucht wächst stetig. Zuletzt hatte die EU Zypern aufgefordert, langfristige Kapitalverkehrskontrollen einzuführen (mehr hier).

Kommentare

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  1. Stefan Mrugalla sagt:

    Na ja die armen Bankiers haben kein Geld mehr zum ZOCKEN da müßen wir aushelfen das die weiter ZOCKEN können.(eine KORUPTE BANDE)

  2. Edgar sagt:

    Wie langen dauert es noch, bis wir in Deutschland so weit sind?
    Wer hilft dann Deutschland?

    Blauäugig wäre es zu denken: „Uns kann das nicht passieren…“

  3. FDominicus sagt:

    Lieben Sie es nicht auch? Den Geruch von verbranntem Eigentum am späten Morgen?

  4. Andreas sagt:

    Lernt daraus… Mehr als 260 € am Tag gibt es nicht….
    Naja dann sollte auch nicht mehr auf dem Konto sein…
    Oder ein leichtes Minus, das können die Herrschaften dann behalten.

  5. Knut Schmidt sagt:

    Warum ist der dumme Bürger noch nicht auf so eine Idee gekommen. Wer seine Hausbaukredite oder die Miete nicht mehr stemmen kann, gründet eine Art „Badkonto“ und lässt die Tilgung, die nicht mehr „rund“ läuft, über das Bad Konto laufen. Die Verluste werden natürlich vom Staat und der Allgemeinheit bedient.

    Der normale Lebensunterhalt läuft weiter über das normale Konto ab. Genial, nicht? Die Frage ist nur, wie lange es dauert, bis der Bürger entweder im Knast oder in der Klapsmühle landet.