Malta: EU setzte Zypern Pistole an den Kopf

Zypern sei ein warnendes Beispiel dafür, wie es einem kleinen Land der Eurozone ergehen kann, wenn es in Finanznot gerät. Schäuble sei es gewesen, der danach sofort alle Überweisungen von und zu den zypriotischen Banken einstellen wollte.

Schäuble und die EU haben in den vergangenen Tagen mehrfach betont, dass Zypern selbst die Zwangsabgabe ins Spiel gebracht hat. Der zypriotische Präsident Anastasiades hingegen sprach davon, dass man das Land beim Treffen am vergangenen Wochenende eigentlich schon vor vollendete Tatsachen gestellt hatte (hier). Nun bekommt er Rückhalt aus Malta.

Der maltesische Finanzminister Edward Scicluna schreibt in einem Artikel der Times of Malta, dass dem zypriotischen Finanzminister beim Treffen der Eurogruppe quasi die „Pistole an den Kopf“ gesetzt wurde. „Es gibt nichts unwürdigeres als der Anblick einer bankrotten Person, die um Hilfe bettelt“, schreibt Scicluna. Nach zehn Stunden seien Körper und Seele des zypriotischen Ministers so erschöpft gewesen, dass er dem Abkommen zustimmte. „Als das geschehen war, forderte Schäuble sofort, alle Überweisungen von und zu den zypriotischen Banken unverzüglich einzustellen“, ergänzt der maltesische Finanzminister.

Zypern ist demnach Scicluna zufolge nicht nur ein außergewöhnliches Beispiel im Hinblick auf die geforderte Zwangsabgabe. Vielmehr zeige der Fall Zypern, „wie ein kleiner EU-Mitgliedsstaat im Mittelmeer behandelt wird, wenn er aufgrund einer unglücklichen Wende auf die Hilfe seiner Partner-Mitgliedsstaaten angewiesen ist“, so Scicluna.

Kommentare

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  1. neuer sagt:

    Klingt fast so, als wolle Malta auch heraus aus dem Euro – bitte gern!

    Im übrigen sind die Zyprer weitestgehend selbst für ihre missliche Lage verantwortlich. Ja, tatsächlich kann das Verfahren ein Beispiel für andere sein. Sollte es sogar sein.

  2. Hans Meier sagt:

    Wer soll die Ansicht, der „Euro sichere den Frieden“ wie lautstark in Talkshows behauptet wird, eigentlich noch glauben?
    Wie „beliebt“ oder etwa verhasst machen uns deutsche Politiker wieder im Ausland und sich selbst immer unglaubwürdiger mit ihrer Alternativlosigkeit, ist am sturen Größenwahn festzumachen.
    Gleichzeitig unterbleiben solche unglücklichen Feindschaften in Europa zwischen den Staaten die verschiedene Währungen behalten haben oder wirtschaftlich zueinander passen.
    Das öffnet doch jedem die Augen dafür, dass der „Euro eine Grossisten-Idee“ ist, um alle über einen Kamm zu scheren.
    Jedes europäische Land hat eine eigenständige Kultur und ein Recht darauf sich gegen die Vergewaltigung durch die EU zu wehren. Wer diese Tatsache per Gemeinschaftswährung abschaffen will, wird an den gleichen Ursachen scheitern wie die UDSSR, die auch von oben und sogar mit militärischer Härte letztlich trotzdem an der Wirklichkeit scheiterte.

  3. Tommy Rasmussen sagt:

    „Schäuble sei es gewesen….“

    Wer denn sonst? :

    Laut seinem Buch „2016: Bekenntnisse – im Dienst der Wirtschaftsmafia“ bestand sein Funktion darin, die politische und wirtschaftliche Führungselite entwickelter Staaten dazu zu bringen, größere Kredite aufzunehmen, als sie ökonomisch verkraften konnten, um sie durch die so herbeigeführte Zahlungsunfähigkeit anschließend erpressen zu können. Politiker, die derlei „Deals“ nicht zu folgen bereit waren, seien mit geheimdienstlicher Hilfe aus dem Weg geräumt worden, um Billionen auf die Konten großer Konzerne und in die Taschen weniger reicher Familien, die die Rohstoffe unseres Planeten kontrollieren, zu leiten. Ihre Methoden sind betrügerische Finanzanalysen, Wahlmanipulation, Bestechung, Erpressung, Sex und Mord. Ihr Spiel ist so alt wie der Drang nach dem Weltreich, doch heute, im Zeitalter der Globalisierung, hat es neue und erschreckende Dimensionen angenommen:

    „Wir bauen ein Weltreich auf. Wir sind eine Elite aus Frauen und Männern, die internationale Finanzorganisationen dazu benutzen, jene Bedingungen zu schaffen, mit denen andere Länder der Korporatokratie, so nenne ich den Komplex von Konzerne, Banken und Regierungen, unterworfen werden sollen. Und diese Korporatokratie beherrscht unsere größten Konzerne, unsere Regierung und unsere Banken. Wenn ein Einsatz richtig erfolgreich ist, dann sind die Kredite so hoch, dass der Schuldner nach einigen Jahren seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, und obwohl das Kredit- Geld fast umgehend an unserer Banken zurückfließt, die zur Korporatokratie (dem Geldgeber) gehören, muss das Empfängerland alles zurückzahlen, die Schuldsumme plus Zinsen. Dann verlangen wir wie die Mafia unseren Anteil. Dazu gehören vor allem: die Kontrolle über die Stimmen in der Uno, die Errichtung von Militärstützpunkten oder der Zugang zu wichtigen Ressourcen. Natürlich erlassen wir dem Schuldner dafür nicht die Schulden – und haben uns so wieder ein Land dauerhaft unterworfen.

    Wir wirken bescheiden und normal. Wir besuchen Projekte und sprechen mit den Lokalzeitungen über die wunderbaren humanitären Leistungen, die wir vollbringen. Wir bedecken die Konferenztische von Regierungsausschüssen mit Tabellen und finanziellen Hochrechungen und halten an der Harvard Business School Vorlesungen über die Wunder der Makroökonomie. Wir sind stets präsent und agieren ganz offen. Oder zumindest stellen wir uns so dar und werden so akzeptiert. So funktioniert das System. Wir greifen selten zu illegalen Mitteln, weil das System auf Täuschung basiert, und das System ist von der Definition her legal.

    Aber wenn wir scheitern, greift eine ganz besonders finsterere Truppe ein, die wir als Schakale bezeichnen, Männer, die die direkten Erben die frühen Weltreiche sind. Die Schakale sind immer da, sie lauern im Schatten. Wenn sie auftauchen, werden Staatschefs gestürzt oder sterben bei „Unfällen“. Und wenn die Schakale versagen sollten, wie zum Beispiel in Afghanistan oder im Irak, dann muss doch wieder das alte Modell herhalten. Dann werden junge Männer in den Krieg geschickt, um zu töten und zu sterben.

    Wir wollen gar nicht, dass die Schuldner ihre Schulden begleichen, denn diese Nichtzahlung gibt uns die Mittel an die Hand, die wir brauchen. Unter normalen Umständen würden wir dadurch unser Kapital ernsthaft gefährden, denn kein Gläubiger kann es sich dauerhaft leisten, allzu viele uneinbringliche Kredite in seinen Büchern zu haben.

    Aber wir leben nicht unter normalen Umständen. Wir drucken Geld, das nicht durch Gold gedeckt ist. Es wird im Wesentlichen durch nichts anderes gedeckt als durch das allgemeine weltweite Vertrauen in unsere Wirtschaft und in unsere Fähigkeit, die Kräfte und die Ressourcen des Imperiums, das wir geschaffen haben, richtig zu nutzen und einzusetzen.

    Dass wir Geld drucken können, verleiht uns enorme Macht. Es bedeutet, dass wir weiterhin Darlehen vergeben können, die nie zurückgezahlt werden, und dass wir gigantische Schuldenberge aufhäufen können.

    Solange die Welt das PRIVATE Geldsystem (WTO) akzeptiert, stellt diese exzessive Verschuldung keine ernste Gefahr für die Korporatokratie dar.“ Frei nach:
    http://www.wahrheitssuche.org/economic-hit-man.html

    „Wir drucken Geld, das nicht durch Gold gedeckt ist“, und deshalb:

    15.03.2013 – EU Recht: Wer in Edelmetall investieren möchte, wird bald eine steuerliche Belastung von 171 Prozent in Kauf nehmen müssen. Der Gesetzentwurf wird 2013 nach vollständiger Ausarbeitung und Prüfung in Kraft treten. Auch die Einfuhrbestimmungen ändern sich. Die Politik möchte unterbinden, dass günstige Ankäufe aus dem Ausland zur Flucht aus dem Geldsystem genutzt werden.
    http://www.geolitico.de/2013/03/15/so-will-die-politik-die-flucht-aus-dem-geldsystem-stoppen/
    http://www.geolitico.de/?s=Gold+&x=3&y=7

    „…eine ganz besonders finsterere Truppe, die wir als Schakale bezeichnen, Männer, die die direkten Erben die frühen Weltreiche sind“ :

    http://vimeo.com/41697731
    http://ebookbrowse.com/german-eggert-israels-geheimvatikan-bd-1-2001-pdf-d312647640
    http://de.slideshare.net/Mangelfurst/wolfgang-eggert-israels-geheimvatikan-2
    http://www.vho.org/aaargh/fran/livres11/Eggert.pdf
    http://moltaweto.files.wordpress.com/2011/05/eggert-wolfgang-manhatten-berlin.pdf
    http://www.offenbarung.de/papsttum-schwur-der-jesuiten.php
    http://www.diegoden.de/ravage.htm
    http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=K50Y3Z3NkPU

  4. ios sagt:

    unglückliche Wende ;),seit Juni weiss Zypern dass es ein Hilfsprogramm braucht und machte gar nichts,spielte auf Zeit und erpresste die Eurozone weil es dachte sie wagt es nicht ein Land pleite gehen zu lassen .Damit brachte sich Zypern selbst in eine Lage die aussah als wenn sie jemand vor die Wahl stellt “entweder-oder“