Plan B: Zypern plant Gold- und Gasvorkommen zu verpfänden

Teil des Alternativ-Plans der zypriotischen Regierung ist unter anderem die Bildung eines Solidaritätsfonds. Dieser Anleihen mit einer Laufzeit von 15 Jahren emittieren. Die Gold- und Gasvorräte sollen als Pfand hinterlegt werden.

Seit 18 Uhr tagt das zypriotische Parlament bezüglich des Plan B der Regierung des Landes. Medienberichten zufolge ist noch nicht klar, ob eine endgültige Abstimmung über die Vorschläge der Regierung tatsächlich noch am heutigen Tag stattfinden werden. Dennoch sind indes neben der Ankündigung der Zerschlagung der Laiki Bank weitere Details zum Alternativvorschlag bekannt geworden.

So berichtet beispielsweise der TV-Sender Skai TV, soll der geplante Solidaritätsfonds Anleihen mit einer Laufzeit von 15 Jahren emittieren. Als Pfand sollen die Goldreserven und Erdgasfelder hinterlegt werden. Die Anleihen selbst werden dann beispielsweise den zypriotischen Bürgern und dem staatlichen Rentenfonds angeboten. Zum Fonds selbst soll auch die orthodoxe Kirche des Landes in Höhe von etwa 500 Millionen Euro beitragen.

Zuvor teilte bereits die Zentralbank Zyperns mit, dass die Laiki Bank zerschlagen werde (hier). Der Stellvertretende Parteiführer der Regierungspartei sagte Reportern in Nikosia, dass die Zerschlagung der Laiki Bank den Eigenbeitrag Zyperns zum Rettungspaket um 2,3 Milliarden Euro kürzen könnte.

Kommentare

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  1. Ignatz_hubertus sagt:

    Economical Hitman. So der Titel eines Film´s der letztes Jahr auf Arte, 3Sat und ORF2 lief.
    Einfach einmal anschauen.
    Das was die USA mittels IWF, US-FED, Weltbank und co in den 60-80ger Jahren in Südamerika gemacht hat, wird nun mitten in Europa praktiziert und unsere Volksverräter machen munter dabei mit.
    Soviel essen wie man kotzxx müsste kann man einfach nicht.

  2. M. Georg Dieling sagt:

    ! ZIEL ERREICHT !

    Moderne europäische Globlisierung. Stellt sich die Frage, wie lange die ärmeren EU- Länder sich das noch gefallen lassen, bevor sie erkennen, dass es nie um eine Rettung vor der Finanz- Wirtschaftskrise ging, sondern um absichtliche Verschuldung nach auferlegten EU- Richtlinien.
    Wurde mittlerweile eigentlich schon das Gas in Griechenland angezapft? Würde mich sehr interessieren, welche Vorstände sich das nun unter den Nagel gerissen haben.
    Der letzte große Raubzug vor dem mutwillig in Kauf genommenen Chaos hat seit langem begonnen, gestützt von der Politik. Kapitalismus auf Kosten Anderer. SCHANDE
    M. Georg Dieling

  3. Einsiedler sagt:

    Bravo! Zypern!

    1. Zerschlagung nicht systemrelevanter Banken (siehe Island).

    2. Nur eine gedeckte Währung, ist eine wahre Währung (Gold, Gas).

    Die „kleinen“ müssen es leider, den „großen“ erst vormachen…