Zypern beschließt Kapitalverkehrs-Kontrollen

Das zypriotische Parlament hat sich auf die ersten Gesetze geeinigt. Das Gesetz zur Einführung der Kontrollen des Kapitalverkehrs und zur Bildung des Solidaritätsfonds sind mehrheitlich beschlossen worden.

Das zypriotische Parlament am Freitagabend in Nikosia die ersten Gesetze gebilligt. Mehrheitlich stimmen die Abgeordneten für die Einführung von Kapitalverkehrskontrollen und für die Bildung eines Solidaritätsfonds. Letzterer soll unter anderem für Rekapitalisierung der nationalen Banken verwendet werden.

Weiteren Gesetzen muss das Parlamnet jedoch noch zustimmen. Unter anderem soll es dabei um eine Zwangsabgabe von Einlagen in Höhe von mehr als 100.000 Euro gehen (hier).

Doch selbst, wenn alle Gesetze im Parlament durchgewunken werden, steht das Rettungspaket für Zypern noch nicht. Zuletzt hatte die EU angekündigt, den Eigenbeitrag des Landes zum Rettungspaket noch einmal um 900 Millionen Euro zu erhöhen.

Kommentare

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  1. Josef sagt:

    Kapitalverkehrs-Kontrollen? Damit das Geld noch langsamer umläuft? Damit die EZB noch mehr Geld drucken muss?
    Die Menschen sind doch sehr einfach gestrickt. Um einer Zwangsabgabe auf seine Einlagen bei der Bank zu entgehen oder in Zukunft zu vermeiden, laufen sie zur Bank und tauschen ihre Guthaben gegen Bargeld ein. Warum? Ganz einfach: Bargeld ist und bleibt von einer Zwangsabgabe verschont. Warum das so ist, kann ich mir nicht erklären. Was würde passieren, wenn man auch Bargeld mit einer Abgabe belegen würde? Würden die Menschen dann auch noch ihre Konten plündern? Dann müssten sie ja mit dem Denken anfangen und sich überlegen, was sie mit ihrem überschüssigen Geld (Ersparnisse) sinnvoll anfangen sollen. Aber dieses selbstständige Denken muss auf alle Fälle verhindert werden, deshalb:
    Kapitalverkehrs-Kontrollen!!!

  2. Frank sagt:

    Jetzt dürfte es endlich auch Kleinsparerin Lise Müller aus Deutschland merken, dass sie nie an ihr eigenes Geld kommt, wenn auch nur ca.3% der Menschen ihr Geld von der Bank zurück haben wollen.

    Hätte Lise Müller zu den 2% gehört, die rechtzeitig zu Bank gegangen sind, weil sie das Banksystem verstehen, bräuchte Sie bei Kapitalverkehrsbeschränkungen nicht weinen und jammern, dass die Bank ihr nicht ihr Geld mehr zurück gibt.

    tägliche Bargeldbeschränkungen, Einfrierung von Sparguthaben ….. das alles macht dann die Bank, nur weil Lise Müller Ihr Geld wieder zurück haben möchte.

    Zypern ist ein ausgezeichneter Testballon der EU für das was noch bald kommen wird.
    Der Zeithorizont um zu den 2% zu gehören wird immer kürzer. Jeder sollte das wissen.

    18.03.2013, 13:26 Uhr

    In unserem System des fractional reserve banking gibt es für jeden Bankkunden ca. 2%-3% Bargeld, das auszahlbar ist. Das gilt auch für Deutschland. Angenommen, ein deutscher Steuerzahler hat 10.000 EUR liquidierbar in M1-Form auf einem Girokonto (andere Anlageformen müsste er erst umwandeln oder verkaufen um sie in M1 umzuwandeln um sie abheben zu können), sähe er rechnerisch 200-300 EUR wieder.
    In der Realität würden die schnellsten 3% alles abheben können, der Rest stünde vor Geldautomaten mit der Beschriftung „außer Betrieb“ und geschlossenen Schaltern. 97%-98% (!!) aller Bankkunden gingen leider leer aus, da es sich beim Rest um Zahlungsversprechen(!!) handelt (auf Fiatgeld, Zentralbankgeld) (strenggenommen sind diese Zahlungsversprechen kein Geld); es ist „Geld“, das nie existiert hat, außer in Form von elektromagnetischen Zuständen auf irgendwelchen Festplatten.
    Fast niemand ist sich dessen bewusst. M3 durch die Nullzinspolitik der Zentralbanken wächst inzwischen exponentiell und verdoppelt sich in immer kürzeren Abständen – der Abstand zur auszahlbaren Geldmenge wächst ebenso exponentiell.
    Dieses Karussell dreht sich bereits in einer apokalyptischen Geschwindigkeit und wird jeden Tag schneller und kann nur durch immer noch höhere Fiatgeldmengen am „Leben“ erhalten werden. Durch die Buchgeldmengenexplosion explodiert gleichzeitig die Labilität des System – kommt es auch nur zu einer winzigen VERTRAUENSKRISE, in der 2%-3% der Menschen „sehen wollen“, steht der Planet vor einer finanznuklearen Implosion, die alles in der bisherigen Geschichte in den Schatten stellen wird. In Zeiten von Twitter und Facebook kann diese Dynamik keine Zentralbank und keine Regierung mehr durch Versprechnungen oder Buchhaltungstricks einfangen. Uns trennt das Jetzt und Hier von der Zündung der F-Bombe nur die Erosion eines winzigen Quäntchen Vertrauens. Es kann überall beginnen. Auch in Zypern… auch morgen…

    http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/gesetzliche-regeln-wie-berlin-die-banken-schliessen-koennte/v_detail_tab_comments/7944528.html

  3. cerberus sagt:

    da fehlt mir ein wichtiges gesetz……politiker müssen ihr kapital wieder auf zyprotische banken rücküberweisen….solange sie das nicht tun gehört ihnen von seiten des volkes das amt entzogen…..Gerechtigkeit!!!!!

    • neuer sagt:

      Lieber cerberus, das Monopol für Gerechtikeit besitzen Herr Gabriel und Frau Nahles, ihren eigenen Angaben zufolge. Und das bedeutet bei diesen beiden immer den Griff in die Brieftasche des anderen (Bundesbürgers) – es ist ja für die Solidarität mit dem kleinen Griechen, mit dem kleinen Zyprer.

  4. EUDSSR-Oiro-WAHN sagt:

    Die EU und der Euro schaffen das,
    wofür früher Weltkriege nötig waren :
    EU Europas Untergang !!!!!!!

  5. Dr.NorbertLeineweber sagt:

    Kapitalverkehrskontrollen sind der Offenbarungseid einer freien, marktwirtschaftlichen Ordnung !
    Allerdings ist eine Meldung nicht beachtet worden: Kapitalverkehrskontrollen gelten nicht für Sparschweine und Matratzen. Das ist sozusagen das letzte Refugium persönlicher Freiheit.
    Das sind eben die Risiken und Nebenwirkungen einer gemeinsamen Währung. Leider war der Beipackzettel im Vertrag von Maastricht grob fehlerhaft. Der Autor schrieb schon 1993, dass der Euro in einer Schuldenorgie untergehen wird. Mit Sozialer Marktwirtschaft hat das Ganze nichts mehr zu tun. Erst kommt die Massenarbeitslosigkeit und die Jugendarbeitslosigkeit von bis zu 50% und dann kommen Kapitalverkehrskontrollen. Eine Wirtschaft ohne Freiheit steht am Ende der Gemeinschaftswährung. Damit ist der Euro faktisch gescheitert, weil ein System ohne Freiheit gescheitert ist. Gauck, wo bleiben Sie? Ist das die Freiheit, um „mehr Europa zu wagen?“ Gauck hat die Reisefreiheit von der Memel bis an den Atlantik gelobt. Jetzt ist sogar die monetäre Reisefreiheit des Euro zwischen Bankkonten außer Kraft. Zum Scheitern des Euro ausführlich die eurokritische Seite http://www.fortunanetz.de. Sie vertritt die Standpunkte der Alternative für Deutschland.

    • Ariovist sagt:

      Gauck alias die „Larve“ wurde bestellt, um die BRD in der EU aufzulösen. Wulff hätte das verhindert und wurde deshalb

  6. FDominicus sagt:

    Zurück ins Mittelalter. Leibeigene und Lehnherren. In diesem Fall sind die Lehnherren die größten Betrüger nämlich die Zentralbanken und Leibeigene sind alle die von diesen Betrügern „kontrolliert“ werden. Das ist so erbärmlich.

  7. J.J.Rousseau sagt:

    Nun öffnen sich die Schleusen. Rentenfonds und Sparbücher sind nicht mehr sicher. Die Schuldigen an der Kriese, die Bankster, Konzerne und ihre gekauften Politiker stehlen nun die Gelder der Sparer, damit die Weniger Profiteure weiter wie die Maden im Speck leben können. Aber, Maden kann man essen.

    • neuer sagt:

      Lieber Rousseau, das einzige, das für Sie spricht ist, dass Sie immerhin an einem Samstag schon um 7:27 wach sind. Für Ihren Kommentar spricht es nicht.