Troika fordert noch mehr Eigen-Beitrag von Zypern

900 Millionen Euro mehr verlangt die Troika. Dieser soll als eine Art Sicherheits-Puffer von Zypern zusätzlich bereitgestellt werden. Damit erhöht sich die Summe die das Land selbst zum Bailout beitragen muss auf 6,7 Milliarden Euro.

Noch bevor vom zypriotischen Parlament irgendeine Entscheidung publik gemacht wurde, nehmen die Forderungen der EU an das Land weiter zu. Ein Regierungsbeamter sagte Journalisten, dass die Troika den Eigenbeitrag Zyperns um 900 Millionen Euro anheben will, berichtet der Telegraph. Dieser Betrag solle mit Blick auf eine mögliche Kapitalflucht und sich verschlechternden Bedingungen im Haushalt als Sicherheitspuffer fungieren.

Damit erhöht sich der Eigenbeitrag des Landes von 5,8 Milliarden Euro auf 6,7 Milliarden Euro. Und das, nachdem am Donnerstag die Zerschlagung der Laiki Bank angekündigt wurde, die auch dazu dienen sollte die Eigenleistung des Zyperns zum Rettungspaket zu schmälern (hier).

Bereits am Nachmittag wurde zudem bekannt, dass die Zwangsabgabe noch immer nicht vom Tisch sei. Zwar könnten die Einlagen unter 100.000 Euro verschont bleiben, die EU legt es jedoch scheinbar darauf an, entsprechend die Einlagen der Großanleger um bis zu 40 Prozent zu stutzen (mehr hier).

Kommentare

Dieser Artikel hat 10 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  1. neuer sagt:

    Alles wird gut! Entweder Zypern geht in die Pleite oder es wird gerettet. Wo ist der Unterschied?
    Ich persönlich finde es unerträglich wie die deutsche Kanzlerin und ihr Finanzminister, die äußerste Anstrengungen unternehmen die prekäre Sache irgendwie vernünftig hinzubekommen, in Zypern und, leider, auch hier im Forum derart verunglimpft werden.
    Manchmal verstehe ich nicht, warum sie überhaupt noch motiviert ist, für solche Pfosten die Birne hinzuhalten. – Gründet doch euren eigenen Staat! Dann aber müsst ihr alles nicht nur besser wissen, sondern auch besser machen.

  2. Margrit Steer sagt:

    Schon lustig mit der Troika gegen deren Chefin gerade wegen Unterschlagung in Frankeich ermittelt wird.
    Tolle Leute hben wir, die da über uns bestimmen
    Aber dieser Artikel sagt doch alles
    http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/03/19/wolfgang-schaeuble-der-gefaehrlichste-mann-europas/#comments

    Diese EU wird zusammenkrachen, weil wir nur noch Dilettanten haben

  3. syssifus sagt:

    Das „Finanzloch“,ist wohl doch etwas größer.als bis jetzt zugegeben? Finger weg von Zypern,dem neuen Fass ohne Boden.

  4. Fred Feuerstein sagt:

    Für mich ist es klar, dass die EU dem langwierigen Geplänkel mit den einzelnen Mitgliedsstaaten nicht mehr länger zuschauen will. Sie werden ungeduldig, schließlich wollen ihre Auftraggeber im Hintergrund endlich einmal Nägel mit Köpfen sehen. Erstes Ziel ist auf alle Fälle der Zusammenhalt der EU. Kein Land darf da mehr hinaus, egal was es kostet. Beträge von 10 – 20 Milliarden € bezahlt die EU (ESM, EFSM etc.) sowieso aus der Portokassa. Der Auftrag an die Marionetten (Politiker) ist, endlich zu zeigen, dass es vorwärts geht und nicht ein ewiges, detailiertes, kleinkariertes Retten gibt. 2. Ziel ist, die Menschen schön langsam an die Sklaverei zu gewöhnen. Sind sowieso alle noch viel zu aufmüpfig ! 3. Muss einmal getestet werden, wenn die Menschen zu rebellisch werden, wie die EUROGENDFOR funktioniert. Bisher machte sie ja nur Sandkastenspiele. Und zu guter Letzt werden die EUrokraten sehen, wo die Reizschwelle der EU-Bürger liegt. Wie schnell kann man noch ein Schäuferl zulegen.
    Die EZB wird ja am Ende doch alle Sicherheiten wie Fahrräder, Kühltruhen, Fischerboote, Gartenwerkzeug, Schafe, Esel usw. als Sicherheiten akzeptieren und dafür den Banken (dem Staat) wieder Milliarden zur Verfügung stellen. Eine der besten Ideen war dabei ja die Gründung von Bad-Banken. Dabei dürften diese bald den größeren Marktanteil haben als die noch gesunden Banken.
    Der Schnitt von 40 % für Großanleger ist mehr als Theorie. Wenn die nicht schon lange wüßten, dass in Zypern etwas im Busch ist, würde ich einen Häuslbesen fressen. Politiker, Investoren, Regierungs-Nahestehende, Geschäftsleute haben ihr Geld doch schon lange im Trockenen. Sonst wären sie ja Diletanten und keine Profi´s.
    Wir können nur auf einem möglichst erhobenen, naheliegenden Aussichtspunkt das ganze kontrollieren und darauf achten, dass wir möglichst früh wissen, was diese Bande mit uns noch alles vor hat. Auf das erwachen der Schafe rechne ich, ehrlich gesagt, nicht mehr.

  5. uri125 sagt:

    Hier zeigt sich die Brutale Haltung der EU, welche wie schon im Fall Griechenland und Italien in nationale Entscheidungen eingreift auf Kosten der Demokratie. Es ist der EU ja schon gelungen Griechenland zu einem dritte Welt Land zu negieren. Auch Spanien befindet sich einem ähnlichen Weg.
    Verarmung und Enteignung von Sparguthaben sind die Mittel , einen grossen Teil der Bevölkerung zu Arbeitssklaven für potenzielle Anleger d.h. Konzerne zu machen.

  6. Ulli Schaller sagt:

    Plan C für Zypern :
    Das „Island-Modell“ + EURO-Austritt.

  7. Gitte sagt:

    Mahnkosten, Versäumniszuschlag, Überziehungszinsen für eine Woche – das kommt hin!

  8. gmaniac sagt:

    Es wird immer kurioser. Es scheint, als wolle die EU nicht, dass das Land auf die Beine kommt. Und so wird es für die Menschen immer schlimmer.

    Sorry Europe!

    http://www.we-are-sorry.eu/cgi-bin/gb.pl?action=gb

  9. FDominicus sagt:

    Da werden sich aber die Gutmenschen freuen. Endlich müssen die Reichen „zahlen“. „Super“…..

  10. Nestor sagt:

    Ob das sehr schlau ist, wenn schon die bisher geforderte Summe nicht zusammengebracht werden konnte?
    Will die EU wirklich einen Bankrott erreichen und schauen, was passiert?
    Umgekehrt: wird sich der überhaupt noch vermeiden lassen?