Umweltfreundliche Wasserstoff-Herstellung aus Methan

Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie haben eine neuartige Reaktor-Technologie entwickelt, mit der Methan in Wasserstoff und Kohlenstoff zerlegt wird – erstmals ohne die Freisetzung des klimaschädlichen Kohlendioxids.

Wasserstoff ist eines der vielversprechendsten Speicher- und Transportmedien für die Energieversorgung der Zukunft. Schon heute wird Wasserstoff für zahlreiche technische Anwendungen verwendet, etwa zum Schweißen oder als Raketentreibstoff. Bereits in absehbarer Zeit erwartet man sich aber wesentlich umfassendere Anwendungsbereiche. Als Treibstoff für Wasserstoffverbrennungsmotoren und Brennstoffzellen ist Wasserstoff eine zentrale Materie im Kampf gegen den Klimawandel. Bei seiner Verbrennung entsteht als Abfallprodukt nur Wasser und kein Kohlenstoffdioxid.

Nachdem Wasserstoff aber keine Primärenergieform ist, so wie Öl oder Erdgas, muss man zur Herstellung erst Energie investieren. Dabei gibt es verschiedene Methoden, um ihn aus seiner gebundenen Form, nämlich in Wasser oder in Kohlenwasserstoffen wie in Erdöl, Erdgas oder Kohle, abzuspalten. Bei allen bisher gängigen Trenn-Verfahren entsteht das klimaschädliche Treibhausgas Kohlendioxid. Ein Forschungsprojekt am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat nun eine Anlage entwickelt, mit der Wasserstoff aus fossilen Energieträgern völlig emissionsfrei hergestellt werden kann. Damit könnte der Anteil der Wasserstoff-Produktion an den globalen CO2-Emissionen drastisch gesenkt werden. Heute verursacht die Wasserstoffwirtschaft rund fünf Prozent der globalen CO2-Emissionen.

Möglich gemacht wird die klimafreundliche Produktionsmethode durch die thermische Zerlegung von Methan in einem sogenannten Hochtemperatur-Blasensäulenreaktor. Mit einem Großreaktor wie in der Atom-Industrie ist diese Anlage trotz Namensgleichheit nicht zu verwechseln. Sie ist nur etwa einen halben Meter hoch und hat einen Durchmesser von wenigen Zentimetern. Gefüllt ist die Säule mit flüssigem Metall, das bis auf 1.000 Grad Celsius erhitzt wird. Durch einen porösen Körper am unteren Ende wird Methan in feinen Bläschen eingeleitet. Diese steigen an die Oberfläche. „Bei solch hohen Temperaturen zerfällt das Methan in den aufsteigenden Bläschen zunehmend in seine Bestandteile Wasserstoff und Kohlenstoff“, sagt Professor Thomas Wetzel vom KIT.

Mit dem Flüssigmetall-Blasensäulenreaktor bauen die KIT-Forscher auf früheren Arbeiten von Physik-Nobelpreisträger Carlo Rubbia und seinem Team am Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam auf. Die Forschungen an einer CO2-freien Produktion sind ein wichtiger Schritt hin zum Aufbau einer klimafreundlichen Wasserstoffwirtschaft. „Dies ist ein wirklich zukunftsweisendes Experiment mit dem Ehrgeiz, fossile Energieträger zu nutzen, ohne dass CO2 frei wird“, sagte Rubbia im Rahmen eines Besuchs am Karlsruher Institut.

Kommentare

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  1. Kevin von den Bonzen sagt:

    ich liebe mein leben

  2. Peter Müller sagt:

    Der Eindruck drängt sich hier stark auf, dass zunächst den hier „Diskutierenden“ eine Diskussionsgrundlage geboten werden sollte. Hier ist z.B. der Artikel „Globale Erwärmung“ auf Wikipedia (sollte eigentlich allen bekannt sein) zu empfehlen .
    Nach dessen Lektüre wünsche ich: Gutes Diskutieren!

  3. Heribert Zankapfel sagt:

    „….erstmals ohne die Freisetzung des klimaschädlichen Kohlendioxids…“

    So what?

    Da hat man direkt den Kaffee auf, und das um 20:39 Uhr.

    Selbst die, denen offenbar ungerechtfertigt unterstellt, sie seien ein wenig anders, berichten denselben Müll wie die anderen!

    Hallo!!! Aufwachen, DWN, WIR HABEN KEIN KLIMAPROBLEM!!!

    Wir haben nur ein Problem mit den ganzen korrupten Vollidioten in der Politik, die die Befehle der Kapitilelte blind, blöd und hirnlos umsetzen zum Nachteil von ca,. 7 Mrd. Menschen.

    Aber was ist das schon, wenn ein paar Hundert die Welt weiter besitzen können, was?

    http://stopesm.blogspot.de/2013/03/30-jahriger-kaltezyklus-auf-der-erde.html

  4. jugen sagt:

    „…erstmals ohne die Freisetzung des klimaschädlichen Kohlendioxids.“

    Bitte hört doch endlich auf mit dieser volksverblödenden Propaganda.
    Kohlendioxid ist nur angeblich klimaschädlich. So wie es auch nur angeblich einen Treibhauseffekt gibt. Von fehlgeleiteten Hysterikern angefeuert und bar jeder wissenschaftlichen Erkenntnis wird diese Mär tapfer weiter gedruckt, wahrscheinlich so lange bis die ersten Eisgletscher vor Berlin auftauchen…;-)

    Kohlendioxid ist Nahrung für unsere Pflanzen und ein steigender Kohlendioxidanteil in der Atmosphäre ist die Folge einer Klimaerwämung und nicht deren Ursache. Mal ganz davon abgesehen, dass es, mit einem Anteil von nur ca. 0,04%, nur ein Spurengas ist, ohne nennenswerte Auswirkung auf das Klima.

    Der menschgemachte Anteil am Kohlendioxidaufkommen wird übrigens mit ca. 0,007% beziffert was das verschleudern von hunderten Millarden an Steuergeldern nicht wirklich rechtfertigt…

    wobei sich sofort die Frage aufdrängt – Qui Bono
    http://www.youtube.com/watch?v=LeHg7v4UzpU&feature=g-all-lik

    • hagen von biesenthal sagt:

      korrekter hinweis. von o,o4 % sind nocheinmal der anstieg von 0,2 % zu betrachten und davon nocheinmal o,007 % anteil vom furz unserer milchkühe.
      nun darf sich jeder abiturient ausrechnen, wieviel nullen es sind… hoffentlich kann er das.

      • Fadenkreuz sagt:

        0,04% (400 ppm) hört sich leider wirklich nicht dramatisch an, aber in einer ca. 10 km hohen Säule (Atmosphäre) wird es dann doch zum Problem. Da machen dann ein paar ppm den Unterschied. Wenn Sie das verstanden haben, dann verstehen Sie auch warum es bei 450 ppm unangenehm warm wird.

  5. Themistokles sagt:

    „– erstmals ohne die Freisetzung des klimaschädlichen Kohlendioxids. “

    Schade, dass die sonst so aufgeklärten Deutschen Mittelstands Nachrichten der „CO2 –muss-besteuert-werden“ Propaganda anhängen. CO2 ist mit O2 das Lebens-Elixier schlechthin. Ohne CO2, keine Pflanzen. CO2 auszustoßen ist ein sozialer Akt – freier Dünger für die Welt!

  6. leif.t.laumann sagt:

    Korrektur:

    Die Pyrolyse von Kohlenwasserstoffen in die Elemente, bzw. Alkene und Alkine & H2 ist ein richtig alter Hut (Größenordnung: ~100 Jahre) – mag sein, dass es hier etwas reaktionstechnische Progression gibt, aber das Reaktionsprinzip ist alles andere als neu. Die Eigenschaft „ohne CO2“ ist zwar richtig, aber Cola ist auch low-fat…in diesem Sinne…

  7. skipper sagt:

    Ohh jetzt bin ich aber mal gespannt wieviele Schlosser hier posten über die Vorteile des Wasserstoff schweißens, dürfte als aktiv Gas doch eher unbedeutend sein. However bitte bitte bei solcherlei Betrachtung immer den Wirkungsgrad im Auge behalten. Ansonsten ist es eher PR als Inovation sprich nutzlos.

  8. dparvus sagt:

    Der KlimakillerCO2??

    Das ist länst widerlegt. Die Prognosen von 2000 und früher sind nicht eingetroffen.

    Das CO2 in unserer Atmosphäre ist kaum oder gar nicht gewachsen, die Temperaturen sind gleich geblieben.

    Die Veränderungen der vergangenen 50 bis 300 Jahre waren größer als die prognostizierten der letzten 10 Jahre, bewegten sich im normalen Rahmen.

    Methan läßt sich unter niedrigerem Druck handeln als Wasserstoff, ist von daher ungefährlicher.

    Was soll das Ganze also?

  9. hagen von biesenthal sagt:

    dazu fällt mir ein, dass eine biologin aus „altem käse“ seide stricken kann, schon mal was davon gehört??
    dieses patent bleibt hier, weil diese junge frau einfach in hannover bleiben möchte. ansonsten wäre diese innovation auch nach china gegangen…. da gehört die produktion eigentlich auch hin, aufgrund der nachfrage.

  10. hagen von biesenthal sagt:

    na und, hat frau merkel schon einmal ihr interesse bekundet?? oder geht die „alte dame“ lieber stricken??
    verschwindet wie alle anderen patente in den vereinigten ….. und schon bleibt alles beim
    „Alten“.