Faltbares Auto löst Parkplatzmangel

Wissenschaftler vom MIT in Boston haben ein faltbares Auto entwickelt. Es soll vor allem im städtischen Car-Sharing zum Einsatz kommen.


via: BBC

Es fährt mit Strom, ist wendig und faltbar. Wenn der Fahrer einparken will, kann er das innovative Elektroauto auf zwei Drittel seiner ursprünglichen Länge zusammenklappen. Danach kann man die Windschutzscheibe aufklappen und vorne aus dem futuristischen Vehikel austeigen.

Die Entwickler vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) wollen mit dem wendigen Elektroauto das Verkehrsaufkommen reduzieren und das Leben in Städten vereinfachen. „Die Länge des Fahrzeugs entspricht der Breite eines konventionellen Autos“, sagt Kent Larson, Direktor des MIT Media Lab. „Das bedeutet, man kann drei bis dreieinhalb Stadtautos auf den Platz eines konventionellen Autos stellen.“ In Städten, in denen Parkraum limitiert ist, sei das ein riesiger Vorteil.

Der Stadtflitzer ist nicht für den privaten Gebrauch, sondern soll im Car-Sharing eingesetzt werden. Die Entwickler verstehen ihre Erfindung aber als Alternative zum Reisen mit privaten Autos.

Ein eigenes Auto zu besitzen sei verrückt, sagt Professor Paul Saffo von der Universität Oxford. Man zahle für Reparaturen, Parken und 23 Stunden am Tag bräuchte man das Auto gar nicht. „Wäre es nicht viel schöner ein Auto zu haben, das hier ist wenn man es braucht und verschwindet, wenn man es nicht mehr braucht.“ Der Erfolg des faltbaren E-Flitzers hängt jedoch entscheidend davon ab, ob in Zukunft genug Verbraucher Car-Sharing einem privaten Auto vorziehen.

Kommentare

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  1. Momo sagt:

    Eulenspiegel, was machst, wenn n weiten Arbeitsweg hast, zudem noch Schicht? also, i möcht gern mehr wissen, es hört sich an wie ein Fake. ABER dieser Traum ist in vielen Köpfen. in der Fliegerei gibts durch privat ja auch schon das totale AluFlugzeug. Sehr leicht und biegsam, Spritverbrauch, nicht mehr als n Auto.Wie wärs mit dem Gummi-Auto? Die Luftpumpen sind ja ned mehr so schwer, wie früher, Antrieb Gurkensalat oder Pferdemist, Abnehmbares Windrad, Richtungs-steuerbar 🙂 ned lachen :-)… so manche Vision wurde wahr.

  2. Eulenspiegel sagt:

    Car-Sharing wird sich auf breiter Front durchsetzen, wenn es selbstfahrende Autos gibt (ist ja kein Science-Fiction mehr, nur noch ein bissl Entwicklungsarbeit).

    Warum?

    Einfach mit dem Smartphone die Car-Sharing-App starten, ein Auto bestellen und das nächste fährt am aktuellen Standort vorbei, wenn keins direkt da ist kriegt man angezeigt wann es kommt. Direkt vor die Haustür(welcher Großstädter hat das heute noch?) oder sonstwohin. Wenn man es nicht mehr braucht, steigt man einfach auf und drückt die „Exit“-Taste. Nix im Regen am Car-Sharing-Platz (vielleicht zugeparkt?) abstellen und nach Hause eiern.
    Und das kann man vielleicht im ganzen Land machen(Anbieter-Zusammenschluß). Und wenn irgendwo zuviele sind (z.B. am Bahnhof), sorgt die Hauptzentrale dafür, das die dorthin fahren wo sie der Statistik nach demnächst gebraucht werden, oder auch zum Laden, Wartung etc. Viel einfacher, als Autos mit vielen Fahrern rumzuschicken die die Dinger permanent umparken müssen.

    Selbstfahrende Autos sind viel zu teuer, als das man sie privat kaufen sollte, aber als Car-sharing-Fahrzeug macht das total viel Sinn.