Zypern: Bank-Kunden heben an einem Tag 380 Millionen Euro ab

Es gab zwar keinen Bank-Run in Zypern am ersten Tag. Doch haben die Bank-Kunden in aller Ruhe gewaltige Summen abgehoben - und das trotz Beschränkungen.

Die Zeitung Phileleftheros meldet, dass die Zyprioten am Donnerstag insgesamt 380 Millionen Euro von den Banken geholt haben.

Für ein Land mit knapp einer Million Einwohner ist das für einen Tag eine erstaunlich hohe Summe. Die Zentralbank schätzt, dass die Summe der Abhebungen am Freitag deutlich niedriger sein dürfte und geht von etwa 20 Millionen Euro aus.

Das meiste Geld hätten die Bürger abgehoben, um offene Rechnungen zu bezahlen – so die offizielle Erklärung, warum es sich um einen Einmal-Effekt handeln soll. Sollte dieser Trend nämlich anhalten, stünden die Banken in dem kleinen Land in wenigen Wochen wieder vor dem Bankrott.

In den kommenden Monaten sollen strenge Begrenzungen von Abhebungen dafür sorgen, dass die Leute nicht mehr an ihr Geld kommen, wie sie gerne möchten.

Der Bundesverbank Deutscher Banken geht davon aus, dass sich die Europäer Zyprioten an diesen Zustand gewöhnen werden.

Kommentare

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  1. Thomas sagt:

    Bei Welt-Online wurde mein völlig neutraler und der Netiquette entsprechender Kommentar nicht „freigeschaltet“ – ich hatte dort ebenfalls die Rechnung aufgetan, dass bei 300.000.000 Euro und einer Beschränkung auf 300 Euro pro Tag also 1 Million Bankkunden auf Zypern ihr Maximum abgehoben haben müssen. Bei knapp über 1 Million Einwohner Gesamtzypern (also inkl. türkischem Nordzypern und Kinder/bettlägrige Greise) hat jeder seine 300 Euro abgeholt. Warum diese harmlose Feststellung in den MSM nicht als Kommentar veröffentlicht werden darf kann nur eines bedeuten – Meinungsmache / Deutungshoheit durch die Medien. Das finde ich widerlich.

    • Hülsensack sagt:

      Das ist die vielgepriesene freie Meinungsmöglichkeit in der besten Demokratie, welche je auf deutschem Boden existent war/ist.
      Dazu noch die „freie Presse“, welche völlig parteilos und ungebunden über ALLES und JEDES berichten darf.

  2. Thomas Klesenius sagt:

    „Der Bundesverbank Deutscher Banken geht davon aus, dass sich die Europäer Zyprioten an diesen Zustand gewöhnen werden.“ – Soll heißen?

    Ja, die Europäer und nicht nur diese werden sich angewöhnen, nur noch die Liquidität für einen begrenten Zeitraum auf den Konten zu lassen. so sieht es aus. Das ist die Lehre von Zypern für alle Welt. Das ist auch das Totenglöckchen der korrupten, längsinsolventen Banken im Westen der Welt. Es geht noch einige Zeit mit Lügen und „Verkehrskontrolle“ der Guthaben, wenn dann die Banken nicht endlich aufhören riskant zu spekulieren und nicht mehr Eigenkapital haben, ist Schluß.

    Man beachte den Erfolg von BitCoin, die Einleger werden in Gold und Silber flüchten und das wars mit den nicht gedeckten Währungen. Wir befinden uns inmitten der Weltwirtschaftskrise.

    • neuer sagt:

      Na dann schauen Sie sich mal die Börsenkurse an. In der Bildzeitung, glaube ich, sind sie auf Seite drei.

  3. FDominicus sagt:

    War nicht die Rede von maximal 300 € am Tag. Das wären dann doch ziemlich genau 300 000 000 gewesen?

    • syssifus sagt:

      Welche Summen wurden denn eingezahlt ?
      Wenn nur Geld abgezogen wird,ist berechenbar,wann die Bank Pleite ist.