OECD: Die Börsenkurse sind aus den Fugen geraten

Von der Stabilität auf den Finanzmärkten ist in der Realwirtschaft noch nichts zu merken. Die hohen Börsenkurse seien daher nicht gerechtfertigt, warnt die OECD. Wachstum in der Euro-Zone werde es aber frühestens 2014 wieder geben.

Die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat in ihrem Wirtschaftsbericht vor den Preisblasen gewarnt, die sich im Euro-Raum derzeit bilden. Die Börsenkurse müssten eigentlich die wirtschaftliche Realität widerspiegeln. Das ist derzeit nicht der Fall. In Europa werde es erst frühestens im Sommer 2014 wieder bergauf gehen.

Ein Börsen-Crash auf den überhitzten Aktien-Märkten bahnt sich an.

Die nicht mit der realen Wirtschaft zu begründenden Preise zeigen, „dass die Börsenkurse komplett aus den Fugen geraten“, sagte Pier Carlo Padoen, Chef-Ökonom der OECD. Wenn die Preisblasen dann platzen, wird sich die Situation in Europa noch verschärfen. Nach einem solchen Börsen-Crash könnten weitere Bankenrettungen und staatliche Bailouts Zwangs-Abgaben folgen.

Dass sich die Situation entspannt, hält die OECD für unwahrscheinlich. Seit 2011 hat es in Europa kein Wachstum mehr gegeben. Die OECD glaubt, dass sich das Ungleichgewicht zwischen Deutschland und dem Rest Europas noch verstärken wird. Deutschlands Wirtschaft soll im ersten Quartal 2,3 Prozent und um zweiten Quartal 2,6 Prozent wachsen, berichtet die FT.

Wenn auch der Kapitalfluss nach Deutschland oder Norwegen zunimmt. Frankreichs Wirtschaft hingegen werde um 0,5 Prozent schrumpfen. Italiens sogar um 1,5 Prozent. Südeuropäische Banken geraten zunehmend unter Liquiditätsdruck. Die Kapitalflucht aus den Krisenländern hat bereits begonnen. Das hat wiederum einen schlechten Einfluss auf das Konsumklima in der Euro-Zone (siehe Grafik).

Kommentare

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  1. RicoCoracao sagt:

    Wachstum..Wachstum Wachstum…es ist einfach ein krankes System.. ohne Wachstum bricht es zusammen und unendliches Wachstum gibt es nicht, selbst Krebs endet irgendwann..beim Tod. Klar, wegen dem Zineszins braucht man es, weil alle verschuldet sind.. bei wem? Da googelt mal.. hinter der FED werdet ihr fündig

  2. cusickwa sagt:

    1929 war schlimm, aber was da auf uns zukommt wird die Welt in Ihren Grundfesten erschüttern und sich nicht nur hauptsächlich auf Deutschland und die USA beschränken. Gerade wird Geschichte geschrieben und nach dem Knall wird wieder jeder sagen: aber das konnte doch niemand voraussehen.

    Natürlich kann das niemand, denn sie wollen es nicht sehen. Sie sind alle einem verteufeltem Spiel verfallen aus dem es scheinbar kein Entrinnen gibt. Sie müssen weiterspielen bis zum Untergang. Und er wird kommen, . . . gnadenlos.

    Sollte noch jemand einen Funken Verstand haben, dann sollte er sich von allem Papier verabschieden. Auch von Aktien. Rein in Ackerland und Grundbesitz (keine Immos), mit dem Rest in Gold und Silber. Füe ein paar Monate Nahrungsmittel sollten auch nicht fehlen.

    Viel Glück

    • Ariovist sagt:

      Immobilien? Schon einmal etwas von Zwangshypotheken oder Wohnungsanforderungsgesetzen gehört? Oder bei Gold etwas von Besitzverboten? NICHTS ist mehr sicher!!!

  3. sergio sagt:

    Dann soll Herr Pier Carlo Padoen mal ein Termin bei Ben Bad Banky und Mario Draghi nehmen, die diese „Vermögenseffekte“ anfeuern.