Gold-Crash: Größter Preissturz seit 30 Jahren

Der Absturz der Gold- und Silberpreise setzte sich am Montag fort. Goldman Sachs hatte Investoren empfohlen, Gold zu verkaufen. Viele Gold-Investoren hingegen vertrauen weiterhin auf das Edelmetall.

Nach Öffnung der Märkte in Asien hatte sich am Montagmorgen der Absturz des Goldpreises fortgesetzt. Und der Absturz ging am Montag weiter. Seit 30 Jahren ist der Goldpreis innerhalb eines Tages nicht so stark eingebrochen wie am Montag: ein Minus von 10 Prozent.

Zeitweise lag der Goldpreis sogar bei nur 1.335 Dollar (1.024 Euro), so tief wie seit Januar 2011 nicht mehr. Sein bisheriges Hoch hatte der Goldpreis im September 2011 mit 1.920 Dollar erreicht.

Noch stärker brach der Silberpreis ein, allein am Montag um rund 13 Prozent. Zwischenzeitlich lag der Silberpreis nur bei 22,60 Dollar (17,33 Euro), so tief wie seit 2010 nicht mehr.

In der vergangenen Woche waren Forderungen der EZB bekannt geworden, das Gold Zyperns als Beitrag des Landes zum Bailout zu verkaufen. Die zypriotischen 13,9 Tonnen Gold sind zwar weltweit betrachtet nur eine relative geringe Menge.

Doch wenn andere Euro-Staaten ebenfalls Gold verkaufen müssten, würde das Angebot deutlich vergrößert. Italien etwa verfügt über gewaltige Goldreserven. Es wird darauf spekuliert, dass durch das möglicherweise größere Angebot die Preise fallen, berichtet die FT.

Kürzlich hatte Goldman Sachs Investoren empfohlen, ihr Gold zu verkaufen. Die Bank Société Générale hatte sogar vom „Ende der Gold-Ära“ gesprochen.

Viele Goldinvestoren hingegen vertrauen weiterhin auf das Edelmetall, darunter John Paulson, der Milliarden damit verdient hat. „Der kürzliche Rückgang des Goldpreises hat unsere Langzeit-These nicht verändert“, zitiert Bloomberg John Reade, einen Partner bei Paulson & Co. „Wir haben im April 2009 bei einem Preis von 900 Dollar begonnen, in Gold zu investieren.“ Und auch wenn der Preis von seinem Hoch von über 1.900 Dollar deutlich zurückgegangen ist, habe man gegenüber den ursprünglichen Kosten immer noch Gewinn gemacht.

Für das Edelmetall spricht etwa, dass die großen Zentralbanken der Welt ihre Bilanzen auch weiterhin massiv aufblähen, wodurch die entsprechenden Währungen entwertet werden.

Zudem ist in Zypern deutlich geworden, dass Edelmetalle im Vergleich zum Bankkonto eine sicherere Anlage sein können. Während die Kontobesitzer große Teile ihrer Guthaben verloren, machten die Besitzer von Gold und Silber dort keine Verluste.

Kommentare

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  1. Michael H sagt:

    Rothschild zieht sich nach 200 Jahren aus dem Goldmarktgeschäft zurück!
    Finanzmarkt-CRASH????

    http://keinemainstreamnews.wordpress.com/2013/04/17/rothschild-zieht-sich-nach-200-jahren-aus-dem-goldmarktgeschaft-zuruck/

  2. timerunner sagt:

    Tja, wenn Goldmann Sachs, Soros und die ganze Hochfinanz massiv Gold shorten, kann der tatsächliche Kursverlust des Goldes klarerweise nur reiner Zufall sein. Alles andere ist wieder nur eine der üblichen, völlig haltlosen Verschwörungstheoriuen.
    Dass Soros sich auf diese Weise schon einmal ein paar Millärdchen beim britischen Pfund verdient hat, indem er zuerst massiv dagegen spekulierte und dann, als es im Keller war, ganz locker einen x-Milliarden Pfundkredit wesentlich billiger zurückzahlen konnte, als er ihn aufgenommen hatte – das alles sind halt auch Zufälle, die mit dem jetzigen Goldabfall natürlich rein gar nichts zu tun haben!

  3. AJ sagt:

    … es könnte ja sein, dass der Goldpreis derart nach unten manipuliert wird um letztlich bei einem Goldbesitz-Verbot nur den „fairen“ Richtwert bezahlen zu müssen.
    Dann wäre das Geld wieder auf der Bank mit konfiskatorischer Zugriffsmöglichkeit (d.h. „weg ist es“); soviel ich weiss, wird das Bankgeld der Zyprioten neu verteilt, von einer entsprechenden Beschlagnahmung von Banktresoren habe ich (noch?) nicht gehört/gelesen.
    Abwegig?
    Vor Kurzem dachte ich noch, dass auf mein Geld auf der Bank sicher sei … dann kam die erschreckende TEUR 20 Diskussion.
    Weshalb nicht Kurseinbruch nutzen und das Frühlingswetter geniessen?