Merkel: Finanzierte Frührente soll Arbeitslosigkeit bekämpfen

Angela Merkel schlägt vor: Die EU soll die 6 Milliarden Euro für den Arbeitsmarkt dazu verwenden, ältere Menschen in die Frührente zu schicken. Damit kämen wieder mehr junge Leute in Arbeit.

Die Jugendarbeitslosigkeit steigt. Südeuropa kämpft mit einer Jugendarbeitslosigkeit von mehr als 50 Prozent. Der Weg in eine feste Arbeit, von der man auch leben kann, ist für viele in Griechenland und Spanien unmöglich geworden. Aus diesem Grund will die EU ab 2014 sechs Milliarden Euro locker machen. Doch statt damit staatlich finanzierte Arbeitsplätze zu schaffen, will Angela Merkel die älteren Arbeitnehmer in Frührente schicken.

Die Bundeskanzlerin will für einen gewissen Zeitraum EU-Gelder für die Frührente heranziehen. Es sei doch besser, „ich mache das, was  wir in Deutschland gemacht haben und mache ein paar Jahre lang Vorruhestandsregelung“, sagte Angela Merkel auf einer Arbeitsmarkt-Konferenz der Union am Montag. Das solle Anreize für ältere Menschen schaffen, früher in Rente zu gehen. Die Unternehmen könnten dann im Gegenzug verpflichtet werden, die so frei gewordenen Arbeitsplätze mit Jüngeren zu besetzen. Letztlich gehe es weniger darum, wie viel Geld die EU einsetze, zitiert die FAZ Angela Merkel. Vor allem müsse man die sechs Milliarden Euro so ausgeben, „dass auch etwas dabei herauskomme“.

Auf der anderen Seite aber, orientiert sich beispielsweise die Bundesagentur für Arbeit auf der Suche nach Pflegepersonal nach China und die Philippinen, statt Arbeitslose aus EU-Ländern zu vermitteln. Darüber hinaus soll eine EU-Fonds in Höhe von 20 Milliarden Euro Jugendliche eigentlich dazu bewegen, ihr Heimatland für eine Arbeit zu verlassen. Schließlich müssten die Jugendlichen heutzutage einfach Fremdsprachen beherrschen, so Merkel Ende vergangenen Jahres.

Kommentare

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  1. Momo sagt:

    der Hohn: Rente wirds m.E. eh ned mehr lange geben. Dazu noch weitere Enteignungen wie in USA- und Africa-Staaten, dann noch mehr Krankheitsmacher, fertig ist die Giftsuppe.

  2. ratlos sagt:

    Die EU wird, nachdem sie schon lange einen entsprechenden Vorschlag dazu vorliegen hat, den Schutz für Spareinlagen über 100.000 € aufheben. Der Raubzug beginnt! – mehr dazu unter: http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/155/2013-der-raubzug-gegen-unser-vermoegen-beginnt.php

  3. Herrmann Grichter sagt:

    Ob man will oder nicht, man kann der Merkel nur gratulieren, denn wenn man ein Land so richtig vor die Wand fahren will, da macht sie ausnahmsweise einmal alles richtig! Respekt also.

    Sei es durch den Klimaglauben und den damit verbundenen Wahnsinn oder durch gesetzliche Regelungen, z. B. wer nun bald noch in (privaten!) Unternehmen tätig sein darf und auf welcher Position die z. B. allein dadurch eingeräumt werden muss, weil eine Person eine sie ist oder nicht, älter ist oder nicht, dämlicher ist oder nicht. Regulierung allerorten. Und alles zum Nachteil von der BRD und den Menschen hier. Wahnsinn!

    Die Unternehmen wären gut beraten, dieselben Maßstäbe für die Politik zu fordern, die diese dämlich Deppen und Versager für Land und Leute fordern.

    Abschaum, Versager, Diebe, Lumpen raus – aber da wären die Ministerien a leer. Vielleicht keine so schlechte Idee, dann ginge es vielleicht wieder nach oben und nicht nur immer weiter voll in die Sch$$$e!

    Politik: Garant für den Untergang der Menschheit : http://stopesm.blogspot.de/search/label/Politikbetrug

    • Harry Hirsch sagt:

      Vor der wahl wird alles Versprochen!!!!!!
      Sie soll doch noch mehr Bulgaren oder Rumänen reinholen wir HABEN
      ja Keine ARBEITSLOSE.

  4. Hans-Peter Malter sagt:

    Das sind Überlegungen aus Sicht eines Funktionärs u gelten für den Öffentl. Dienst sowie verwandte Einrichtunen (z.B. Stadtwerke), wo Qualifikation eine untergeordnete Rolle spielt gegenüber guten Beziehungen z.B. zu einer Partei. Das gilt aber nicht für Privatunternehmen. Denn der Zimmermann braucht einen Zimmermann als Nachfolger und nicht einen durch schulische Überqualifizierung unqualifizierten Jugendlichen!
    Das ganze wird dann zu einer weiteren Aufblähung des Öffentl. Dienstes führen, hauptsächlich finanziert von Handwerkern und Arbeitern mit ruinösen Folgen für die kleinen Unternehmen!

  5. dickbrettbohrer sagt:

    Ah, sie wollen wieder einmal die Arbeit verteilen, als ob es sich dabei um eine feste Größe und nicht um einen Prozeß handelt, der durch solche Eingriffe zur Erosion führt. Ich glaube nicht, daß sie die Zusammenhänge nicht begreifen im Regierungslager, ich glaube vielmehr, daß ihnen einfach nichts anderes einfällt. Das ist Dumpfbackenaktionismus, und die negativen Folgen werden nicht lange auf sich warten lassen.

  6. Demokrat sagt:

    Die Einheitsrente von 850.– Euro ist doch so gut wie eine beschlossene Sache.
    (Wir zwar anders umschrieben).

    Alles vorgeplant. Wird nur stückweise dem Volk verkauft.

    • argus germanicus sagt:

      „Die Einheitsrente von 850.– Euro ist doch so gut wie eine beschlossene Sache.“

      …würde mir persönlich in heutiger Kaufkraft vollkommen ausreichen!
      …den restlichen Bedarf sollte man ohnehin in „harter Währung“ vorhalten 🙂

  7. Hülsensack sagt:

    Ein verdammt guter Vorschlag von unserer Bundeskanzlerin.
    Zeugt von überdurchschnittlicher Überlegung.
    Naja, das Physikstudium bringt ja richtig was für die politischen Entscheidungen und Vorschläge.
    Es ist wohl Bedingung, daß irgendwas geplappert wird in diesen Kreisen, ohne NACHZUDENKEN.
    Den Rest haben schon die anderen Kommentatoren hier verdeutlicht.

  8. krähendienst sagt:

    Angela wird links, nichts mehr mit mitte-rechts. Diese Parolen sind solche der Sozialdemokraten um Schmidt in den 1970er-Jahren. Aber irgendwie muss nun der dumme Kleinwähler bei Laune gehalten werden. Um die Wahl „ohne Alternative“… zu gewinnen.