Die Schweiz ist Europameister bei Innovationen

Laut dem Innovationsbarometer der EU hat die Schweiz das größte Innovationsvolumen in ganz Europa. Schweden und Deutschland folgen auf den Plätzen. Osteuropa hinkt bei der Innovationskraft hinterher.

Das Modell der Schweiz soll in Zukunft ein Vorbild für Europa sein. Die Indikatoren des Barometers der EU-Kommission über Innovationen geben Auskunft über Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung, über die Anzahl und die Qualität der wissenschaftlichen Entwicklungen oder der Patentanträge. Bei 15 von 25 Indikatoren belegt die Schweiz mindestens einen Platz unter den ersten drei.

Auf den Plätzen zwei und drei folgen Schweden und Deutschland, gefolgt von Dänemark und Finnland (siehe Grafik). Die Schlusslichter bilden Bulgarien und Rumänien. Die Stärke der Innovationskraft gibt Aufschluss über die wirtschaftliche Leistung eines Landes.

Aber auch in der Schweiz gibt es Bereiche, die noch verbesserungswürdig sind: Es gibt relativ wenig Innovationen bei den mittelständischen Unternehmen, ihre Vernetzung könnte verbessert werden und die wissensbasierten Dienstleistungen müssten ausgebaut werden, heißt es in dem Bericht der Kommission.

Über eine Rückkehr zu wirtschaftlichem Wachstum wird derzeit in ganz Europa debattiert. Krisenländer wie Griechenland oder Spanien können es sich nicht leisten, exzessiv in Innovationen zu investieren. Ein Ende des Sparkurses zeichnet sich ab. Länder wie Frankreich weigern sich immer stärker, ihre wirtschaftliche Entwicklung aufgrund der von der EU auferlegten Sparpolitik zu drosseln.

Im Zuge der EU-Innovationsstrategie 2020 hat sich die Innovationskraft in den meisten Mitgliedsländern verstärkt. Enttäuschend blieb jedoch die Entwicklung von Italien, Slowenien, Spanien und Litauen heißt es in dem Bericht.

Kommentare

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  1. Kisch sagt:

    Es fehlt in den anderen Ländern eindeutig an der Berufslehrre. Das Duale Bildungswesen sollte europaweit forciert werden.

  2. Marga sagt:

    Ist doch ganz klar, der Rest von Europa ist mit Überleben beschäftigt. Die Schweizer waren so schlauch, die Finger von der Schuldenunion zu lassen und werden nun dafür belohnt!

  3. Hans von Atzigen sagt:

    Die Innovationsschwäche im Mittelständischen Bereich ist kein Überraschendes Ergebnis. Dieser Bereich profitiert in hohem Masse vom Arbeitskräftenachschub.
    Der sanfte Zwang für Innovationen entfällt. Die Massiven Eingriffe in den Wechselkurs Euro – Frankenparität verstärken diese Wirkung zusätzlich. Das Ergebnis ist langfristig Vorhersehbar negativ bis Verheerend.

    • Hans von Atzigen sagt:

      Nachtrag: Insbesondere in den Schuldenstaaten bremst das durch die Schuldenkriese ausgelöste massive Überangebot an Arbeitskräften den Zwang für Innovation‘ s und Gesamt -Wirtschftsleistung‘ s steigernde Innovationen und Massnahmen. Auslöser für dieses Überangebot an Arbeitskräften ist die Vorausgegangene massive Zufuhr an Kapital dies hat den Innovation‘ s und Realleistungssteigernden sanften Zwang faktisch abgewürgt. Eine extrem bittere Spätfolge, insbesondere Arbeitslose Jugend.

  4. Etienne Charbonier sagt:

    Wir Schweizer wissen, dass wir nicht „La Grande Nation“ noch Fußball- oder Export.WM sind. Uns genügt es eine „direkte Demokratie und eine freie ehrliche Presse“ zu haben.

    Also liebe DWN lasst das nächste Mal das mit dem Europa-Meister, denn so was gibt nur Missgunst und Streit.