Banken-Zerschlagung birgt Milliarden-Risiko für Österreich

Eine Zerschlagung der verstaatlichten Kärntner Bank würde allein den Österreichischen Steuerzahler Milliarden kosten. Die Europäische Kommission besteht auf die Abwicklung der Bank. Die Österreichische Nationalbank fürchtet einen Bank-Run.

Eine schnelle Zerschlagung der österreichischen Bank Hypo Alpe-Adria würde zu einem Verlust in Höhe von 16 Milliarden Euro und einem Bank Run führen. Im Dezember wurde die Kärntner Bank verstaatlicht. Milliarden Steuergelder flossen daraufhin bereits in die Bank.

In einem Dossier mit dem Titel „Umstrukturierungsplan und mögliche Szenarien für die weitere Vorgehensweise“ warnt die Österreichische Nationalbank (OeNB) vor einer kurzfristigen Abwicklung der Bank bis Ende 2013. Demnach würden allein Österreichs Kassen 14 der 16 Milliarden Euro Verluste tragen müssen, so das Nachrichtenmagazin profil.

Darüber hinaus spricht das Dossier auch von der Gefahr eines Bank Runs. Eine Folge die unbedingt vermieden werden müsste, so die OeNB. Angesichts der EU-Pläne zur Zwangsabgabe und zum Schnellzugriff auf Bankkonten ein äußerst reales Szenario (hier). Aus diesem Grund soll nun versucht werden, von Brüssel mehr Zeit für den Verkauf der Tochterunternehmen der Hypo Alpe-Adria zu erhalten. Dann müssten jedoch die restlichen Portfolios rascher abgeschrieben werden. Die Schaffung einer Bad Bank sei dann auch notwendig. Und selbst in diesem Szenario droht ein Verlust in Höhe von 5 Milliarden Euro.

Für den österreichischen Steuerzahler könnte das eine unerfreuliche Sache werden. Insgesamt hat der österreichische Staat durch diverse Banken-Hilfen bereits einen Verlust von mehr als 6,2 Milliarden Euro eingefahren. Doch die EU-Kommission drängt auf eine Zerschlagung der HAA. Denn Österreich hatte im Zuge der Verstaatlichung der Bank Garantien in Höhe von 2,6 Milliarden Euro gegeben. Geld, für das die BayernLB als damalige Mutter der Bank eigentlich hätte haften müssen.  Diese weigerte sich jedoch. In den daraufhin gegebenen Staatsgarantien sah die EU-Kommission jedoch eine Beihilfe zugunsten der BayernLB. Die Folge war die Forderung nach einer Zerschlagung der Bank.

Dass jedoch eine solche Zerschlagung alles andere als schonend für die Steuerzahler ist, zeigt das Beispiel der WestLB. Ihre Nachfolgerin, Portigon, hat im vergangenen Jahr immense Verluste gemacht und trägt noch immer ein Risiko in Billionenhöhe.

Kommentare

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  1. Nestor sagt:

    Das stimmt alles, nur was ist die Alternative?

    Die seinerzeitige Verstaatlichung der HAA war notwendig, um die Bank vor dem Konkurs und damit auch den ganzen österreichischen Kreditsektor zu retten. Man darf ja nicht vergessen, daß die HAA die fünft- oder sechstgrößte Bank Österreichs war. Und daß ein paar Jahre vorher die BAWAG gekracht war, die die 4-t-größte war.

    Zweitens aber herrschte damals die Vorstellung, daß die Bank nur wegen „Mißmanagement“ und „Freunderlwirtschaft“ so schlecht dastand. Und deshalb bei kompetenter Führung wieder auf die Beine zu bringen wäre. Diese Propagandalüge ist inzwischen nicht mehr haltbar, da sich herausgestellt hat, daß die Krise allgemein und dauerhaft ist und vor allem die Region, der sich die HAA besonders gewidmet hat, der Balkan, in absehbarer Zeit nicht auf die Füße kommen wird.

    Und da erhebt sich die Frage: was tun mit der Bank? – die eigentlich keine mehr ist, sondern nur eine Kreditruine.

    Also, wenn man sie weiterbetreibt wie bisher, muß jedes Jahr zugeschossen werden.
    Sie zuzusperren kann unabsehbare Folgen für Österreichs Banksektor haben.

  2. Ariovist sagt:

    Was soll das Ganze? Das iist doch nur ein kleiner Teil der Gesamtstrategie der Finanzoligarchie. Man lese den hochinteressanten Artikel von Dr. Wolfgang Freisleben im „Geldmagazin“ April 2013 über die neuen Herrscher der Welt: Die US-Investmentbank GOLDMANN SACHS hat in den Machtzentren der USA und Europas ein mächtiges personelles Netzwerk etabliert. Mit der privaten BANK OF ENGLAND lenken ehemalige Mitarbeiter ab Juli 2013 die drei wichtigsten Banken der Welt ( FED, BANK OF ENGLAND und EZB). Sie kontrollieren die Geldmenge und dirigieren damit die Weltwirtschaft. Dieses System ist nichts Geringeres, als ein Weltsystem der finanziellen Kontrolle in PRIVATER HAND! Private Eigentümer und Gesetze garantieren die Machtfülle der drei Zentralbanken. In diesem Jahr (sic!) ist das Ziel der internationalen Finanzoligarchie endgültig erreicht! Vorraussetzung dazu ist die weltweite Finanzkrise, welche 2008 von diesem Netzwerk gezielt mit Griechenland losgetreten wurde; was noch fehlt, ist ein Krieg, der mit dem Iran schon in den Startlöchern steht! http://www.geld-magazin.at/flipBooks/gm1304/gm1304.html#/20/

    Vergessen wir also unsere „Demokratie“, alle unsere Parteien und Politiker, das üble Spiel hat längst begonnen! Es erklärt, warum sich alle politischen Führungskräfte der EU über Verträge und Gesetze ungeniert hinwegsetzen (müssen), ansonsten sie (zu mindest) von der polischen Bühne entfernt werden ( Horst Köhler, Christian Wulff) Was sagte Nathan Mayer Rothschild (1777 – 1836): „Mir ist es egal, welche Marionette auf dem Thron von England sitzt….Wer die Geldmenge kontrolliert, kontrolliert das britische Empire, und ich bin der Mann, der die Geldmenge kontrolliert“!