Wirbelantennen: Revolution für Mobilfunk und WLAN

Dreidimensionale Magnetwirbel könnten stabile und leistungsstarke Antennen für die ultraschnelle, drahtlose Datenübertragung ermöglichen.

Über den Aufbau und die Wirkung von dreidimensionalen Magnetwirbeln war Physikern bisher nur wenig bekannt. Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) wollen das gemeinsam mit Kollegen des Schweizer Paul-Scherrer-Instituts ändern. Denn die magnetischen Wirbelzustände sind mögliche Antennen für die ultraschnelle, drahtlose Datenübertragung der Zukunft.

Die Forscher stapelten im Rahmen ihrer Untersuchungen jeweils zwei Magnetscheiben übereinander, nur durch eine hauchdünne nichtmagnetische Metallschicht getrennt. Die Struktur ist extrem flach. Jede Magnetscheibe ist circa zehn Nanometer dick und hat einen Durchmesser von etwa 500 Nanometern.

Dieser Aufbau führt dazu, dass sich die beiden Magnete zu gleichgerichteten, dreidimensionalen Wirbeln anordnen. „Magnetische Wirbelzustände wurden bisher nur in zwei Dimensionen, also innerhalb einer Fläche, beobachtet“, sagte Sebastian Wintz, Physiker am HZDR, dem InnovationsReport.

Die Entdeckung der Dreidimensionalität des Phänomens hilft beim Verständnis magnetischer Materialien. Anwendung könnte das Wissen etwa in der Informations- und Kommunikationstechnologie finden. „Das Schichtsystem könnte stabile und leistungsstarke Antennen für die ultraschnelle, drahtlose Übertragung von Informationen ermöglichen, zum Beispiel beim Mobilfunk oder WLAN“, sagte Wintz.

Ohne den Schichtaufbau, also mit nur einer Magnetschicht, ist eine kontinuierliche Datenübertragung nicht möglich. „Die dreidimensionalen Magnetwirbel stabilisieren die Magnetisierung im Wirbelkern. Magnetische Schichtsysteme, wie die von uns hergestellten, eignen sich deshalb vermutlich für Wirbelantennen besser als vergleichbare Einzelschichten“, so der Wissenschaftler.

Damit sei denkbar, Frequenzen von mehr als einem Gigahertz, also eine Milliarde Umdrehungen pro Sekunde, zu erreichen. In diesem Frequenzbereich arbeiten zum Beispiel WLAN-Netze. Als alternative Bauform für Antennen könnte der Technik ein breites Einsatzgebiet offen stehen.

Kommentare

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  1. sunburstsun sagt:

    P.S.:
    Gemäß „AOT“ (Allgemeine Objetivitäts Theorie) ließe sich ergänzen, dass ja z.B. ‚einfache‘ Tornados bereits -atomphysikalisch- „3-dimensionale magnetische Wirbeleigenschaften“ haben. -Selbst aus ‚Elektrikersicht‘-: wo kein Magnetfeld, da kein Strom („rechte Daumenregel“)

  2. sunburstsun sagt:

    Was soll denn das?
    Nicht nur ich verwende bereits ein international medizintechnisch (‚Bioresonanz‘) zugelassenes Gerät auf Skalarwellenbasis, das bis zu 345 Terahertz wirksam moduliert. Das ist russische Technik seit etwa 1950 (kriegs-geklaute deutsche Patente lassen grüssen).
    Da der menschliche Körper mit ‚Longitudinal-‚ oder auch magnetischen Skalar-Wellen (vgl. Akustik) kommuniziert erscheint mir ‚diese Sensation‘ nurmehr der Einführung ‚legaler‘ Manipulation des menschlichen Körpers bzw. gar der menschlichen Psyche zu dienen.
    Man vergleiche z.B. auf YouTube den Vortrag von K.Meyl bei der DGEIM zu ‚DNA und Zellkommunikation‘ oder ‚Skalarwellen in Medizin und Technik‘.
    Jedem Akupunkteur oder aufmerksamen Biologie-/Psychologie-/Medizinstudenten ist üblicherweise bekannt, dass unter jedem Akupunkturpunkt ein körpereigen produzierter ‚magnetisch reagibler Magnetit/Hämatit‘ zu finden ist, im histologischen Untersuchungsschnitt.
    Wir ‚Heilkundler‘ müssen da noch eine umfangreiche Prüfung absolvieren – nun aber kann dann jeder ‚Hans und Franz‘ das ‚mal eben‘ mit dem WLAN ausprobieren, ohne Kenntnisse der Gefahren?
    Jeder Zelltyp (auch bei Schadmikroben) hat eine einzigartige Frequenz – die meisten liegen um und bei den derzeitig verwendeten Mikrowellenfrequenzen (warum eigentlich – und wer kennt die schon?).
    So far…
    God bless!

  3. anon sagt:

    Ach Du große Scheiße….nun haben Sie die Krebsschleudern nochmal wieder erweitert…..

    Na dann Glück Auf……