Griechenland: 64,2 Prozent Jugendarbeitslosigkeit

Die offizielle Arbeitslosigkeit bei den jungen Griechen ist erneut sprunghaft angestiegen. Viele der Jugendlichen haben die Suche nach legaler Arbeit aufgegeben und gehen in die Schattenwirtschaft.

Die Arbeitslosigkeit bei Griechenlands Jugend hat fast zwei Drittel erreicht. Das ist ein erneuter Rekord. Die katastrophale Rezession im Lande ist verschärft sich.

Die Arbeitslosenquote in Griechenland erreichte im Februar mit 27,0 Prozent ein neues Allzeithoch. Der Januarwert wurde auf 26,7 Prozent korrigiert. Dies teilte die griechische Statistikbehörde Elstat mit. Bei den Frauen liegt die Quote mit 31,0 Prozent höher als bei den Männern mit 24,1 Prozent.

Ein Jahr zuvor, im Februar 2012, hatte die Arbeitslosigkeit in Griechenland noch bei 21,9 Prozent gelegen. Und vor vier Jahren, im Februar 2009, lag die Quote sogar bei nur 9,0 Prozent.

Vor allem die Jugendarbeitslosigkeit hat erneut massiv um fünf Prozentpunkte zugelegt. Sie lag im Februar bei 64,2 Prozent nach 59,3 Prozent im Januar. Das ist der höchste jemals aufgezeichnete Wert.

Mit der Veröffentlichung der Arbeitslosen-Statistik braucht das griechische Statistikbüro länger als die anderen Statistikbüros Europas. Doch seine Angaben sind detailliert: Die Zahl der Beschäftigten lag bei 3.568.186. Die Zahl der Arbeitslosen lag bei 1.320.189. Die Zahl der Inaktiven“, die keine Anstellung haben und dennoch keinen Job suchen, lag bei 3.358.649.

Die extrem hohe Zahl der „Inaktiven“ lässt das Ausmaß der Schattenwirtschaft in Griechenland erahnen. Von Bürokratie, Steuern und Abgaben werden die Griechen in den illegalen Sektor gedrängt (hier). Die Schattenwirtschaft dürfte in den kommenden Monaten dieselbe Größe erreichen wie die reguläre Wirtschaft.

Kommentare

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  1. Dalien Forester sagt:

    Blicken Sie lieber in die Zukunft außerhalb der Höhle…
    http://www.youtube.com/watch?v=ERXzjStEO4Q

  2. Graf Luckner sagt:

    Genau so !

    Hungern wir das Pack aus indem wir alles schwarz, øh – orange 😉 machen.
    Nur noch bares Geld, weg mit den Plastic-karten. Wenn mich jemand fragt wie ich heisse, dann bin ich für die Steuer der Luckner, hehehe.

    Macht Homebanking wie ich, nur noch bares ganz unten im Seesack.

    Jungs holt fast !

    Euer Lucky

  3. Sissy sagt:

    Das sind Horrorzahlen. Damit kommt Griechenland nie mehr auf die Beine. Die Euro-Länder wären gut beraten, wenn sie keine weiteren Gelder für griechische Banken mehr zahlen würden. Besser wäre endlich diesen Schuldenstaat pleite gehen zu lassen. Damit könnte Griechenland mit eigener Währung wieder bei null anfangen und so aus der Dauerkrise kommen. Die bis jetzt gezahlten Gelder können wir so oder so abschreiben.

  4. honolulu500 sagt:

    Das Ziel von Goldman-Sachs ist erreicht, dass das Land keine Zukunft mehr hat. Nun soll das auf gesamt Europa ausgedehnt werden. Früher oder später. GS hat sich alles vertragliche so ausgestaltet, dass es juristisch nicht angreifbar ist. Europa soll politisch unfähig gemacht werden, entgegen seiner ach-so-tollen…?… Vision einer EU. Diese ist nur ein korruptes Gebilde um letztlich alle Bürger digital enteignen zu können, wie es jetzt in letzten Atemzügen von Brüssel ausgerollt wird für die „letzten 25 Mio. Bürger ohne digitales Konto“. Griechenland zeigt, was alle in Europa erwartet. Im Jahr 2050 sollen 60 Prozent der EU-Bevölkerung in Slums leben. Im Herbst, nach den deutschen Wahlen, die es so nicht geben würde wenn sie etwas verändern würden, werden die Deutschen enteignet. Hoffentlich trifft es die Richtigen wie Frau Klatten mit 620 Mio. Dividenden jährlich. Aber die zieht ab in die Schweiz. Wie Müller von Joghurt…