Manipulation: Unstimmigkeiten zwischen Nachfrage nach physischem Gold und Papier-Gold

Die weltweite Nachfrage nach physischem Gold war im ersten Quartal so hoch wie seit 2011 nicht mehr. Beim Papiergold hingegen gab es einen Nachfrage-Rückgang in Höhe von 177 Tonnen.

Im ersten Quartal 2013 wurden deutlich mehr Goldschmuck, Goldbarren und Goldmünzen gekauft. Dennoch ging die weltweite Goldnachfrage um 13 Prozent zurück, berichtet der World Gold Council. Grund für diesen Rückgang ist der massive Abverkauf beim Papiergold in Höhe von 176,9 Tonnen. Das heißt, die Nachfrage war negativ. Papiergold ist lediglich ein Anrecht auf Gold. Der Besitzer riskiert, dass er das Papiergold letztlich nicht in physisches Gold eintauschen kann.

Vor allem in Indien und China stieg die Nachfrage nach physischem Gold stark an. In China stieg sie im ersten Quartal um circa 20 Prozent auf 294 Tonnen. Die Chinesen kauften 109,5 Tonnen Goldbarren und Münzen. Das ist mehr als doppelt so viel wie der Durchschnittswert über die letzten fünf Jahre. In Indien lag die Nachfrage nach physischem Gold bei 256,5 Tonnen. Das ist ein Anstieg um 27 Prozent.

Auch in den USA stieg die Nachfrage nach physischem Gold um 22 Prozent. In Europa hingegen ging die Nachfrage zurück. Hier wurden im ersten Quartal 26 Prozent weniger Münzen, Barren und Schmuck gekauft als ein Jahr zuvor.

Die Zentralbanken fügten im ersten Quartal 109,2 Tonnen Gold zu ihren Reserven hinzu. Es war das neunte Quartal in Folge, in dem die Zentralbanken Netto-Käufer des Edelmetalls waren. In den letzten sieben Quartalen haben die Zentralbanken stets mehr als 100 Tonnen Gold gekauft.

Der massive Abverkauf von Papiergold hatte Mitte April zu einem dramatischen Absturz des Goldpreises geführt. Der Papiergold-Markt ist um ein Vielfaches größer, als es physisches Gold gibt. Nur ein Bruchteil des Papiergoldes könnte tatsächlich in Gold eingelöst werden. Zudem wird der Goldmarkt von den Zentralbanken manipuliert. Die Flucht ins physische Gold könnte den Zusammenbruch des Finanz-Systems einleiten.

Kommentare

Dieser Artikel hat 10 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  1. Bergschreck sagt:

    Sehr empfehlenswertes Buch. Die Manipulationen gibt es schon länger.

    http://www.geheime-goldpolitik.de/

  2. Schafewecker sagt:

    Das Eine ist ECHT, das andere ist „ein Versprechen“.. das Versprechen wurde aber 10 Leuten gegeben, also kann es nur bei einer Person eingelöst werden und 9 schauen in die Röhre.. aber wer denkt mit Papiergold hätte er Gold, der denkt auch ESM hat was mit Rechtsstaatlichkeit zu tun.. Gold = anonym kaufen = verstecken = abwarten. Niemals in Papierform (wertlos) oder im Bankschliessfach (beim Crash=weg) .. es ist so einfach…

  3. Hans von Atzigen sagt:

    Wenn eine Diskrepanz zwischen Real-,,Wert,,( real verfügbar) und Zertifiziertem Papiergold (Nominalwert) besteht, ergibt sich zwangsläufig eine Inflationierung des Zertifikat-Wertes. Der HANDELSPREIS Real und Papiergold verknüpft sinkt.(Alternativ könnte man auch Bleikerne in die Barren giessen das wäre dann dummdreist und offener Betrug.) Oder der Goldpreis wird über Zertifikate inflationiert.(kann man bildlich dargestellt auch mit Verdünnung umschreiben) Der identische Mechanismus der mit einer Ausweitung der Geldmenge über die Realwirtschaftsleistung wirksam wird = Inflationierung des Realgeldwertes. Alle Geldwerte sind unter sich jeweils wiederum relativ inklusive Gold und ähnliches. Alle Geldwerte wiederum stehen in Relation zum Realwirtschaftsergebnis. Durchaus WARSCHEINLICH das damit der Goldpreis gedrückt wurde.
    Der Grund für diese Massnahme ist nachvollziehbar und wird im Schlusssatz des Artikels ausgedrückt. Was offenbart solches Geschehen??? Die Verantwortlichen der jeweiligen Institute suchen verzweifelt einen Ausweg aus der verfahrenen Situation. In dieser Situation greifen die Verantwortlichen zunehmend zu Fragwürdigen bis dummen Massnahmen. Letztlich werden alle diese Massnahmen ins leere Laufen, bloss eine Frage der Zeit. Letztlich gibt es KEIN Geldpolitisches Instrumentarium ( Gold noch Goldgeld noch andere wie auch immer gestaltete Geldinstrumentarien die den angelaufenen Realwirtschaftszusammenbruch aushebeln können. Der sich abzeichnende Schaden ist auch wenn dies kaum jemand wahrhaben will längst aufgegleist und Irreparabel. Es gab, es gibt, es wird niemals ein Ökonomie- Perpetuum- Mobile geben.( = Eine in alle Ewigkeit ohne zufuhr von Energie laufende Maschine) Die Energie der Wirtschaft ist die Realleistung auf der Basis des Real Verfügbaren, Punkt.
    Etwas komplex und vielschichtig die Sache. Mit Linear-Denkmustern und Wahrnehmung, nachvollziehbar, nur schwer fassbar.
    Wau da muss man die Hirnmasse ganz schön kneten bis das auf der Reihe ist Fehler natürlich nicht ausgeschlossen. ( Megalach)
    Freundliche Grüsse
    http://www.hans-von-atzigen.ch

  4. Pedro sagt:

    Was heißt „manipulationt“? Manipuliert? Außerdem: nach ist Dativ, nicht Akkusativ. Wie ware es mit besserem Deutsch?

  5. Soeren sagt:

    Seit geraumer Zeit wird das physische Gold Lastwagenweise aus den Gold ETF’s wie zum Beispiel GLD durch die Hintertür herausgekarrt, bei gleichzeitig geschickter Drückung des Goldpreises mittels Papiergold. Wie das geht erklärt William Kaye auf einfache, aber für Außenseiter vermutlich nur schwierig nachvollziehbare Weise. Andererseits, würden die Menschen die dreisten Manipulationen durchschauen, hätte man die Bankster längst gelyncht.

    http://kingworldnews.com/kingworldnews/KWN_DailyWeb/Entries/2013/5/15_How_A_Criminal_Syndicate_Of_Banks_Is_Raping_The_Gold_Market.html

  6. menafet sagt:

    Hoffentlich bricht es bald zusammen. Der Kapitalismus ist am Ende

    • FDominicus sagt:

      Sie irren sich es ist der alte Sozialismus der hier zu Grunde geht. Kapitalismus wird es noch geben wenn die derzeitigen Schuldenmacher nur noch eine dunkle Erinnerung sind…

    • wissensmanufaktur.net sagt:

      Das Problem ist nicht der Kapitalismus, sondern das verzinstes Schuldgeldsystem der Privatbanken!

      Schulden sind im heutigen Geldsystem systembedingt!

      Geld ensteht nur über Kredit!!!

      „Unser“ verzinstes Schuldgeldsystem ist ein Schneeballsystem!

      Wir brauchen immer mehr Geld bzw. Schulden um die Zinsen zu zahlen!

      Es müssen immer neue Schuldner ( Bürger, Unternehmen, Staaten ) gefunden werden, die sich bei Banken verschulden um die Zinsen ( Neues Geld ) zu schaffen bzw. zu zahlen!!!

      Da Banken Kredite ( Neues Geld ) nur gegen Sicherheiten „verleihen“ muss die Produktion ( Neue Sicherheiten ) jedes Jahr wachsen!

      Die Wirtschaft muss jedes Jahr wachsen, weil die Geldmenge wächst!

      Wenn es keine Zinsen und Zinseszinsen gäbe, müssten wir nicht jedes Jahr wachsen!

      Privatbanken haben das Geldmonopol!

      Sie schaffen Geld ( per Kredit ) aus dem nichts und verschulden/versklaven damit die ganze Menschheit!!

      Warum erfahren wir nichts über das Schuldgeldsystem in den Mainstreammedien?

      Wer steht hinter den Mainstreammedien?

      Die Bankster?

      Mann kann das System auch anders beschreiben:

      Die Schlauen leben von den Dummen und die Dummen von der Arbeit!

  7. Tommy Rasmussen sagt:

    „Beim Papiergold hingegen gab es einen Nachfrage-Rückgang in Höhe von 177 Tonnen.“

    177 „TONNEN“ Papier hat wohl immerhin einen inneren Brennwert.

    17.05.2013 China: Gold-Panik-Käufe – Der Preisverfall bei den Edelmetallen hat in China einen Kaufrausch ausgelöst, wie es ihn seit Jahrzehnten nicht gegeben hat.
    http://german.beijingreview.com.cn/index.htm
    http://www.mmnews.de/index.php/gold/13026-china-gold-panikkaeufe

    11.05.2013 – Gold: Der wahre Preis – Von britischen Käufern verlangte man für 1Kg-Barren zwischenzeitlich Preise, die 40% über dem offiziellen Spotpreis lagen.
    http://www.BullionVault.de
    http://www.mmnews.de/index.php/gold/12929-gold-der-wahre-preis

    # INTERNER GOLDPREIS UM 70% GESTIEGEN !!! #
    http://www.gevestor.de/news/wolfram-preis-steigt-um-70-prozent-signal-fuer-gefaelschtes-gold-99841.html

  8. benjamin sagt:

    cui bono, wem nützt es und wer hat die Mittel?
    Zentralbanken vielleicht, die wie im Artikel Nettokäufer sind und den Preis drücken wollen? Im Wissen darum was bevorsteht?
    Just a thought…