Starker Preisanstieg bei Strom und Gas in ganz Europa

Nur in Zypern zahlen die Kunden für Strom und Gas ähnlich hohe Preise wie in Deutschland. Die Energie-Wende führt zu einem eklatanten Wettbewerbsnachteil für Deutschland.

Einem Bericht des Europäischen Statistikamtes Eurostat zu Folge steigen die Energiepreisen in der EU weiterhin stark an. Auch Deutschland hatte im zweiten Halbjahr 2012 einen Anstieg von sechs Prozent zum Vorjahr zu verzeichnen. Dabei liegt das Land ohnehin bereits am oberen Ende der Preisskala.

Die durchschnittliche Teuerung beim Strom betrug in den EU27 6,6 Prozent. Gas war im Mittel sogar 10,3 Prozent teurer als im Vergleichszeitraum 2011. Die größten Preisanstiege hatten jene EU-Staaten zu verkraften, die auch am stärksten von der Schuldenkrise betroffen sind. In Zypern betrug der Anstieg 21 Prozent, in Griechenland 15 Prozent, in Italien elf Prozent und in Irland und Portugal jeweils zehn Prozent. Preisrückgänge konnten hingegen in Schweden, Ungarn und Finnland beobachtet werden.

Der durchschnittliche Strompreis in der EU betrug 19,7 Euro pro 100 Kilowattstunde (kWh). In Kaufkraftstandards (KKS) ausgedrückt wurden die niedrigsten Strompreise für Haushalte in Finnland (12,7 KKS pro 100 kWh), Frankreich (13,0), Luxemburg (14,0) und Schweden (15,5) verzeichnet. Am teuersten ist Strom in Zypern (32,9). Gleich danach folgt Deutschland mit einem Durchschnittspreis von 26,8 Euro je Kilowattstunde (bzw. 25,9 KKS).

Der durchschnittliche Gaspreis in der EU27 betrug 7,2 Euro pro 100 kWh. Nach Kaufkraftbereinigung wurden die niedrigsten Gaspreise für Haushalte in Luxemburg (4,9 KKS pro 100 kWh), dem Vereinigten Königreich (5,3), Rumänien (5,5), Frankreich (6,1) und Irland (6,2) verzeichnet. Am meisten für ihr Gas bezahlen mussten Bulgaren (12,3), Griechen (11,3), Portugiesen (10,6), Ungarn (10,4), Spanier und Litauer (je 10,0). Im Gegensatz zu den Strompreisen lag Deutschland beim Gas mit 6,5 Euro bzw. 6,3 KKS pro Kilowattstunde im unteren Mittelfeld. Die Preissteigerung zum Vorjahr betrug hier moderate 1,2 Prozent.

Dass die deutschen Konsumenten im Vergleich zu anderen Ländern beim Strom besonders tief in die Tasche greifen müssen, ist hinlänglich bekannt (mehr hier). Die privaten Abnehmer müssen für die Kosten der Energiewende aufkommen, während Großverbraucher zahlreiche Vergünstigungen erhalten.

Kommentare

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  1. boy sagt:

    Wir streiten uns hier rauf und runter und suchen wer schuld ist oder war, für Europa oder Euro oder sonnst was…!! Ich bin weissgott kein Rechtsradikaler mensch,ich würde sagen das gegenteil bin ich,aber ich muß leider sagen das Adolf in vielen recht gehabt hatt!! Nach den Holocaust haben sich die juden vorgenommen das was ihnen passiert ist ,es niemals wieder zuzulassen,und sie haben es geschaft!!Sie beherschen mit ihren Geld einfach alles und sie diktieren nach belieben die ganze wirtschaft und so mit die ganze welt!!Sie sind in jeder regierung und vertreten ihre eigene interesen, und weh mann wagt etwas gegen sie zu sagen!!Sofort ist mann ein naizs oder ein rechtsradikaler!!!Eva Hermann hatt eigendlich damals die warheit gesagt, und sie wurde sofort endlassen..Und eine Ministerin hatte Bush (einer der Größten verbrecher)als Hitler bezeichnet und sie war sofort weg..

  2. ratlos sagt:

    Bilderberger-Treffen 2013 ab dem 06.06.2013 in England. Ein wirklich aufschlussreicher Artikel von Heiko Schrang zu den Hintergründen, warum England als Konferenzort gewählt wurde: http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/162/eilmeldung-0606-09062013-bilderbergertreffen-im-eukritischen.php Absolut lesenswert!

  3. Gerd sagt:

    Die Abzocke

    es wird immer schlimmer, es dreht sich immer nur um Geld. Kurz bevor es zusammenbricht wird noch das schnelle Geld gemacht.

  4. Cecylia sagt:

    „Und derjenige, der die Engel und Teufel nicht gesehen hat in den Wundern und Widerwärtigkeiten des Lebens, dessen Herz bleibt ohne Erkenntnis und dessen Seele ohne Verständnis.“

  5. Juncala sagt:

    Inflation spürbar erkennbar

    Jetzt geht’s Schlag auf Schlag, die armen Bürger könnten sich nur noch dagegen wehren, indem sie ihr Konsumverhalten ändern, denn die Kosumenten haben die grösste Macht über die Märkte. Dazu wäre aber eine Bewusstseinsänderung nötig.