Erfolgreiche Ausrichtung: Deutsche Autohersteller profitieren von Nachfrage aus Asien

Die deutschen Autohersteller profitieren stark von der großen Nachfrage aus China. Der steigende Umsatz in Asien kann sogar die Schwierigkeiten aus Europa ausgleichen. Europa hat für BMW und Mercedes an Bedeutung verloren.

Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Automobilherstellern haben die deutschen Unternehmen wie VW, BMW und Mercedes einen Absatzmarkt, der die Krise in Europa einigermaßen ausgleicht. China ist in den vergangenen Jahren sehr wichtig geworden. Hier werden noch Rekord-Verkaufszahlen erreicht.

Bei Mercedes, Audi und BMW werden auch in der traditionellen Sommerpause keine Werke vorübergehend geschlossen sein. Entweder es wird weiter gearbeitet oder die Werke werden für neue Modelle umgerüstet. Der Hintergrund ist die gute Nachfrage aus den USA und vor allem aus China.

Während die Nachfrage nach neuen Autos im europäischen Raum auf einem 20-Jahres-Tief liegt und stetig abnimmt, steigen die Verkaufszahlen für die großen deutschen Autohersteller außerhalb Europas. „Das Wachstum für die deutschen Autohersteller in den USA und in China übersteigt die Verlangsamung in Europa“, zitiert Bloomberg einen Analyst vom Bankhaus Lampe. „Europa ist nicht mehr so wichtig wie früher für die deutschen Luxus-Autobauer“.

„Wir rechnen mit einem weiteren Jahr mit Rekordverkäufen“, bestätigte der Mercedes-Sprecher Martin Steinlehrner. „Wir haben unsere Produktion in den meisten unserer Werke nicht verlangsamt“. Die Mercedes-Lieferungen sind im Mai noch einmal um 7,3 Prozent auf 121.360 Fahrzeuge gestiegen. Der Umsatz in den ersten fünf Monaten dieses Jahres verbesserte sich um 5,9 Prozent.

Auch bei BMW und Audi sieht es gut aus. BMWs April-Absatz in China stieg um 11 Prozent, in den USA wuchs er um acht Prozent. Der Umsatz von Audi stieg dank der hohen Nachfrage aus China und den USA im Mai um 6,4 Prozent auf über 137.000 Autos. VW ist in China ebenfalls sehr gut aufgestellt. Bis 2015 sollen weiter zehn Milliarden Euro in neue Werke in China fließen.

Kommentare

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  1. Polit- und Bank Gangster - ab in den Knast ! sagt:

    Ja, exportieren wir weiter Luxuslimos, damit die reichen Chinesen staufördernd
    in Peking zusätzlich die Luft verpesten können. Der Smog ist doch noch nicht
    dick genug, man sieht ja noch die vordere Begrenzung der Motorhaube!

  2. Matthes sagt:

    Dieses deutsche Geschäft mit China wird die EU schon regulieren. Durch Solarzölle wird sie den Deutschen das Auto-Geschäft vermiesen! Warum muss es den Deutschen auch so gut gehen?

  3. Bernhard sagt:

    Wie passt es in die Nachrichtenwelt, dass China gestern verlauten ließ, man wolle einen speziellen Zoll für Fahrzeuge über 2 Liter Hubraum, also die Domäne von Audi, BMW und Daimler, planen? Oder geht dieser Zoll in die Richtung, dass diese Unternehmen verstärkt Produktionskapazitäten in China aufbauen, damit die chinesische Bevölkerung an dem Wirtschaftsaufschwung verstärkt Anteil hat?