Niederbayern: Flutkatastrophe treibt tausende Unternehmen in die Pleite

Die Industrie- und Handelskammer Niederbayern beziffert den Schaden durch das Hochwasser in ihrer Region auf mehrere Hundert Millionen Euro. 3000 bis 4000 niederbayerische Betriebe stehen vor dem Aus. Nur ein Bruchteil der Firmen konnte oder wollte sich eine teure Ausfallversicherung leisten.

In jenen Hochwassergebieten in Deutschland, in denen die Aufräumarbeiten bereits in vollem Gange sind, werden erste Schätzungen über die wirtschaftlichen Schäden angestellt. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Niederbayern geht davon aus, dass allein in ihrer Region tausende Unternehmer in ihrer Existenz gefährdet sind. In ganz Deutschland soll der Verlust hunderte Millionen Euro betragen.

Einen genauen Überblick könne man sich natürlich noch nicht verschaffen, sagte IHK-Niederbayern Hauptgeschäftsführer Walter Keilbart zu DRadio. Der Schaden bewege sich aber in einem Ausmaß, wie man es bis dato bei Naturkatastrophen dieser Art und Weise in Deutschland nicht gekannt habe. „Die Pleiten sind in einer Größenordnung, dass wir sicherlich von, ich schätze mal 3000, 4000 ausgehen müssen, insbesondere Kleingewerbetreibende, die dort natürlich in ihrer Ausstattung so betroffen sind, dass sie wirklich ganz von vorne anfangen müssen“, so Keilbart.

Grund für die nun zu erwartenden Firmenpleiten sei die oftmals fehlende Versicherung für ein Hochwasser wie dieses. „Natürlich ist ein Teil dieser Schäden versicherbar gewesen, aber wer hat schon eine Betriebsunterbrechungsversicherung?“, so der IHK-Regionalchef. Jetzt gehe es zunächst einmal darum, die Versorgung mit Wasser und Strom wiederherzustellen. „Sie können keine Pumpe einsetzen ohne Strom, Sie können keine Trocknungsanlage einsetzen, wenn Sie keinen Strom im Haus haben“, sagte Keilbart.

Unternehmer hätten ebenso wie Privatleute einen Anspruch auf eine Soforthilfe. Für Firmen seien dies 5000 Euro, die über die jeweiligen Kreisverwaltungsbehörden ausgezahlt werden. Außerdem benötige es Kredite, die zumindest in bestimmten Bereichen tilgungsfrei gestellt werden könnten. Durch die große Solidarität der Menschen und ihrer Spendenaktivitäten könne zusätzliche Entlastung geschaffen werden.

Kommentare

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  1. biersauer sagt:

    Punkto Überschweemmungs->Vorkehr ist D. ein Entwicklungsland, wo das Geschenk des Himmels, das Wasser hauptsächlich für Überschwemmungen mit riesigen Schäden genutzt wird, anstatt damit was Vernünftiges anzufangen. Das beginnt bereits bei dieesen dummdreisten GrünInnen, welche gerne alle Vorkehrungen zur Bezähmung des Wassers am liebsten einreißen würden.
    In besiedelten Räumen hat das urige Wasser keine Aufgabe, es muss gezähmt werden, da helfen keinerlei Bedäuerungen.
    Naturbelassene Wasserläufe sind nur bei Niederwasser schön und romantisch, aber Überschwemmung verliert augenblicklich seine Nostalgie!
    Bereits im Niederschlagsgebiet, oberhalb der Besiedlung ist mittels Retentionsflächen, der Niederschlag zurück zuhalten, damit kann man auch wirtschaftlich etwas anfangen.
    Das ist allerdings besser schon gestern zu erledigen, nicht erst nach den Überschwemmungsschäden! Wasserbau sollte man gelernt haben.

  2. Viggebob sagt:

    hunderte millionen? eher mehr würde ich meinen. Mein schönes Bayern, schüff 🙁

  3. Hahn sagt:

    5.000€ für unserer Unternehmen

    5.000.000.000.000€ für Gott und die Welt.

    Danke Frau Merkel.

  4. Maierkerstinmaria sagt:

    Da sind jetzt die von uns geretteten Bankenn im Zugzwang,
    selbst zu retten, nämlich uns, Ihre Äste, auf denen sie sitzen……
    Oder wer soll sonst ihre horrenden Zinsen erwirtschaften?????
    Mal schauen welche deutsche Großbank als Erste zinslose Darlehn zur Sofortigen Verfügung stellt und Kredite kostenfrei stundet…….

    • Polit- und Bank Gangster - ab in den Knast ! sagt:

      Hoffentlich wird die Empörung größer und die Wahl für die Regierung
      ein Desaster.