Zukunft der Raumfahrt: Suborbitale Passagierflüge

Flughöhen von 100 Kilometern ermöglichen den Shuttles mehrfache Überschallgeschwindigkeit. Passagiere könnten in kürzester Zeit ferne Reisziele in Übersee erreichen.

Schon 2020 könnte es möglich sein, in nur zwei Stunden von Paris nach Sydney fliegen. Das Waadtländer Unternehmen Swiss Space Systems (S3) und das französische Unternehmen Thales Alenia Space planen Hochgeschwindigkeitsflüge für den Passagierverkehr.

Die Unternehmen planen sogenannte suborbitale Flüge. In extremen Flughöhen sollen Geschwindigkeiten von mindestens Mach 3 erreicht werden, also mehr als 3.600 Kilometer pro Stunde. „Dazu sollen Druckkabinen entwickelt werden, die für den Personentransport geeignet sind“, zitiert Der Bund Pascal Jaussi, den Gründer und CEO von S3.

Derzeit entwickelt S3 eine Art Mini-Spaceshuttle, der primär die Aufgabe hat, kleine Satelliten in die Erdumlaufbahn zu bringen. Ein solcher Shuttle gelangt mithilfe eines größeren herkömmlichen Flugzeugs auf 10 Kilometer über Boden, wo er dieses verlässt und mithilfe seines Raketenantriebs auf 100 Kilometer Höhe steigt. Dort setzt der Shuttle einen Satelliten in den Weltraum aus. Dann kehrt er ferngesteuert auf die Erde zurück, wo er wie ein herkömmliches Flugzeug landet.

Diese Shuttles für Satelliten möchte S3 nun für den Passagierverkehr anpassen. „Das Prinzip ist immer noch dasselbe“, sagte Jaussi. Im Gegensatz zu den heutigen Passagierflügen werde nur ein Pilot an Bord des Shuttles sein.

Der S3-Chef rechnet damit, dass die Shuttles ab etwa 2020 weltweit Raumfahrtbahnhöfe, sogenannte Spaceports, anfliegen. Dort sollen die Shuttles auf den größeren Airbussen befestigt werden. „Suborbitale Flüge sind die Zukunft der Luftfahrt“, so Jaussi.

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  1. poncho sagt:

    Raumfahrt ist doch ein etwas zu großer Schuh. Wäre in etwa genauso, sich mit einem Fuß in eine Pfütze zu stellen und zu proklamieren, man hätte gerade Seepferdchen gemacht.