Nach Bernanke-Statement: Europas Börsen stürzen ab

Im Herbst will die Fed ihre Geldflut reduzieren. Im nächsten Jahr sei Schluss mit dem Gelddrucken. Die Börse reagiert auf auf diese Aussage mit einem Schock. Die Kurse stürzen weltweit ab.

Die Verunsicherung der Märkte ist deutlich zu spüren. Die Kurse stürzen weltweit ab. Das ist ein Indikator dafür, dass die US-amerikanische Zentralbank durch ihre Geldschwemme in den letzten Jahren zu einem übermäßigen Preisanstieg beigetragen hat. Nun zeichnet sich das Ende dieser Preisblase ab.

Der Deutsche Aktien-Index (DAX) ist deutlich unter die 8.000-Punkte-Marke gerutscht. Ähnliche Kurs-Stürze gab es beim Index von Standard & Poor’s, dem Londoner FTSE und dem Dow Jones. Auch die Preise für die Edelmetalle Gold und Silber sind auf Talfahrt.

Bereits im Herbst soll damit begonnen werden, die Geldflut zu verlangsamen. Bisher kauft die Fed jeden Monat für etwa 85 Milliarden Dollar Staatsanleihen und hypothekarisch gesicherte Wertpapiere (MBS). Mitte des kommenden Jahres soll dann endgültig Schluss sein mit dem Gelddrucken. Allerdings komme es auch auf die wirtschaftliche Situation der USA an, sagte Fed-Chef Bernanke einem Bericht der Welt zufolge. Die Märkte sollen wohl aber bald wieder sich selbst überlassen werden.

Eine Erhöhung der Zinsen ist jedoch nicht in Sicht. Erst wenn die Arbeitslosenrate der USA die Marke von 6,5 Prozent erreicht hat, könne man über so eine Maßnahme nachdenken. Derzeit prognostiziert die Fed 7,4 Prozent bis Ende des laufenden Jahres.

Kommentare

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  1. haus harkonnen sagt:

    Die Fed ist so glaubwürdig wie ein Alkoholiker, der behauptet, das nächste Bier sei das letzte.

    Die FED muss jede 2. US-Anleihe retten, weil es keine Idioten („Käufer“) dafür mehr gibt. Stellt sie diese Rettungskäufe ein, sind die USA morgen pleite. In GB dasselbe.

    Die Märkte werden daher irgendwann unkontrolliert crashen – dann, wenn die Goldpreisdrückungen von FED und JPMORGAN über die COMEX nicht mehr funktionieren, weil kein Gold von Protektoraten wie Deutschland mehr im Keller liegt, welches man den Chinesen liefern könnte. Also bald, denn die COMEX ist bereits im LIEFERVERZUG für physische Mai- und Juni-Futureskontrakte und wird vermutlich demnächst auf Cashsettlement umstellen wie die Goldbörse in Hongkong, was einem Default entspricht.

    • Hans Reuter sagt:

      Ich denke es war mal wieder einer der Testballons der Fed. Meiner Ansicht nach gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder es wird weiter Geld gedruckt wie bisher oder aber man dreht kräftig an der Zinsschraube was bei einer Menge von Keditnehmern zum Desaster führen dürfte. Wenn man bedenkt, dass Obama allein in seiner ersten Amtszeit mehr Schulden produzierte als 45 Präsidenten vor ihm und sich dann den Zinssatz einer Fed betrachtet hat dies mit normalem und gesundem Martgeschehen nicht mehr das geringste zu tun.

  2. Andres Müller sagt:

    Die Liquidität der FED bewirkte das Gegenteil von dem was der Markt angenommen hatte:
    1. Es kam in vielen Bereichen zu Deflation und nicht Inflation.
    2. Die Realwirtschaft profitierte wenig von den Massnahmen.
    3. Die Ungleichheit der Vermögen ist massiv angestiegen.
    4. In den“aufstrebenden“ Wirtschaftsnationen kam es zu Bremsspuren, vor allem in Indien.
    5. Die Aktienmärkte sind nun massiv überbewertet
    6. Europa ist in eine Dauerkrise geraten
    7. Die Ersparnisse für das Alter sind nun in äusserster Gefahr
    8. Die Umweltprobleme sind wieder angestiegen, infolge gesunkenem Interesse an einer globalen Lösung.

    9. Der Markt begeht denselben Fehler noch einmal, es wird nun nicht mehr lange zu weiterer Deflation kommen, die Rohstoffpreise werden bei Rücknahme der Liquidität ansteigen und nicht sinken. Nun kommt Inflation, da die Banken sich wieder der Realwirtschaft zuwenden müssen um mit Kreditvergabe Geld zu verdienen.

  3. Hülsensack sagt:

    Nun geht das Verschaukeln wohl seinem Ende zu?
    Irgendwann schlägt die Wahrheit jede Lüge.

  4. proTest sagt:

    Na sowas!
    Die Aktienkurse sind doch ein Spiegelbild des Wirtschaftsaufschwungs und des Wachstums bzw. die Aussicht darauf 😉
    Tja, durch niedrige Zinsen und Inflation (ja die gibt es), durch „billiges Geld“ sind alle in Aktien gegangen, da es dort wenigstens noch Aussicht auf Rendite und Dividente jenseits der knapp 1% Tagesgeldzinsen gab.
    Sollte das etwa irgendwann ein Ende haben? Unglaublich.

  5. J.J.Rousseau sagt:

    Geld arbeitet nicht – ehrliche Menschen erarbeiten Geld und davon leben die Zocker, Bankster, Konzerne und Kaufpolitiker. Die Börsen sind ein Tummelplatz von schwerst süchtigen.

    • Hülsensack sagt:

      Volltreffer!

    • Anonymous sagt:

      arbeiten tun nur mehr die Dummen. Billionenfache Geldschwemme aus
      dem Nichts wird einfach weiter erwartet, damit die Aktien im luftleeren
      virtuellen Raum weiter in die Höhe getrieben werden können. Die
      Menschheit ist überreif für den Totalcrash. Banken bekommen von
      den Zentralbanken Geld aus dem Nichts für 0,5% Zins, kaufen damit
      Abermilliarden an Staatsanleihen, die 1,6% Zins bringen, davon
      stopfen sie sich die Taschen voll. Das hat mit der Realwirtschaft nichts
      mehr zu tun. Genauso gut könnte der Staat gleich Gelder zu 0,5%
      großflächig auskippen, über die Landschaft herabregnen lassen, die
      Banken wären damit völlig überflüssig, das wäre billiger und weniger
      teuer für den Steuerzahler. Aber abwarten, bald gibt’s für die Bank-
      ster Geld für umme, sponsored by EZB.

  6. eidgenosse sagt:

    Tja…wenn Papi das Spielgeld nicht mehr rausrückt.