Österreich: Ungünstige Wachstumsaussichten für Bauwirtschaft

Die Prognosen für die europäische Bauwirtschaft sind wegen der anhaltenden Krise nicht gut. Die Tiefbauproduktion ist rückläufig. Die Bundesregierung hat daher ein Konjunkturpaket beschlossen, das den Bausektor stützen soll.

Die Wachstumsaussichten für die österreichische Bauwirtschaft leiden unter den schlechten wirtschaftlichen Bedingungen in Europa. Die europäische Bauwirtschaft wird im laufenden Jahr um 2,8 Prozent schrumpfen. Dies beruht auf mehreren Faktoren: „In erster Linie sind dies die Verwerfungen aufgrund der Staatsschuldenkrise in einigen europäischen Ländern, der Spardruck auf die öffentlichen Haushalte und die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Wirtschaft.“ Das sind die Erkenntnisse einer Studie des europäischen Bauforschungsnetzwerkes Euroconstruct.

Insbesondere die Perspektiven für den Tiefbau stehen schlecht. Dieser ist bereits seit fünf Jahren rückläufig. Die Verkehrsinfrastruktur ist dadurch in einzelnen Bereichen bereits stark überlastet. In Österreich werden in den nächsten Jahren Impulse gesetzt, die diesen Trend umkehren sollen. Allerdings entwickelt sich der österreichische Tiefbau derzeit zurück (0,6%).

Für den Hochbau ist der Abschwung der europäischen Wirtschaft ein Hindernis (-3,3%). Die Aussichten für den privaten Konsum, den Arbeitsmarkt und die Lohnentwicklung bleiben weiterhin gedämpft. „Besonders negativ ist derzeit die Entwicklung in Spanien und Portugal, in nur wenigen Ländern sind Zuwächse zu beobachten“, heißt es in einer Pressemitteilung von Euroconstruct.

Für den Wohnungsbau in Europa werden im laufenden Jahr etwa 125.000 Einheiten weniger produziert als im Jahr 2012. In Österreich wächst der Wohnungsbausektor „vergleichsweise kräftig“ (+0,8%). Allerdings ist zu erwarten, dass der Sektor in den nächsten Jahren schwächer expandiert, „denn die Baubewilligungen sanken bereits 2012 um über 10%“.

Die Alpine-Insolvenz hat zudem Auswirkungen auch auf Deutschland und Zulieferer in anderen europäischen Staaten (mehr hier). Mit einem Konjunkturpaket willÖsterreich der Bauwirtschaft wieder auf die Beine helfen. Das 1,5 Milliarden Euro schwere Paket belastet vor allem die Steuerzahler.

Dies ist zum Einen erforderlich, weil dadurch Wahlstimmen gesichert werden können, die die Regierung im September im Amt halten könnten. Zum Anderen, weil durch die Pleite der Alpine dringender Handlungsbedarf in der Branche besteht.

Kommentare

Dieser Artikel hat 2 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. hugin sagt:

    BAUFIRMA ALPINE IM KONKURS
    In Österreich ist die Baufirma ALPINE mit ca. 5.000 beschäftigten in Österreich und Osteuropa pleite. Angeblich sind der Hauptgrund die Ostgeschäfte. Alle Politiker haben „Die Chancen im Osten“ vorgelogen. Baufirmen, Banken, OMV und Andere sind die „Chancen im Osten“ mit großen Verlusten teuer gekommen.
    Im Herbst sind in Österreich Wahlen, hoffentlich werden die Lügenpolitiker abgewählt !
    Ein Wahlgag ist auch „Arbeit von der man leben kann“ . Offenbar haben die politischen Dampfplauderer die Kollektiv-Verträge nicht gelesen!

  2. Dalien Forester sagt:

    A SHORT video about Quantum entanglement:
    http://youtu.be/QBXrn3qc-nI