IWF fordert EZB zur Leitzins-Senkung auf

Der IWF fordert die EZB zu einem energischeren Eingreifen auf. So müsse etwa der Leitzins noch weiter gesenkt werden. Anders könne das dringend benötigte Wachstum in der Eurozone nicht wieder hergestellt werden.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) forderte die EZB am Montag dazu auf, den schon jetzt historisch niedrigen Leitzins weiter zu senken. Wenn die Führer der Eurozone nicht entsprechend auf die anhaltende Rezession reagierten, drohten sich die finanziellen und wirtschaftlichen Spannungen wieder zu verstärken.

Der IWF sagte, die EZB solle die Nachfrage durch eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik verstärken. „Weitere Zinssenkungen, darunter negative Einlagensätze, würden die Nachfrage in der Eurozone stützen und dem Deflationsdruck entgegenwirken“, zitiert ihn das WSJ.

Zudem solle die EZB auch andere ihr zur Verfügung stehende Mittel einsetzen, darunter neue Langzeitkredite (LTRO) und den direkten Ankauf von privaten Vermögenswerten. Dadurch würden die Kreditkosten für kleine und mittlere Unternehmen in angeschlagenen Ländern wie Spanien und Italien gesenkt, so der IWF.

Der EZB-Rat entschied am Donnerstag, den Leitzins vorerst nicht weiter zu senken. Dieser verbleibt damit weiterhin auf dem historischen Tief von 0,5 Prozent.

Nur ein gemeinsames und energisches Eingreifen könnte das dringend benötigte Wachstum herstellen, so der IWF. „Angesichts der Rekord-Arbeitslosigkeit, vor allem bei der Jugend, besteht die Gefahr einer langfristigen Beeinträchtigung möglichen Wachstums und politischer Unterstützung für Reformen, darunter ein weiteres Voranschreiten bei [der Europäischen Währungsunion].“

Die Eurozone müsse bereit sein, das Geld aus dem ESM zur Rekapitalisierung schwächelnder Banken zu nutzen, sobald deren Bewertung abgeschlossen ist, so der IWF. Die zuletzt durch die Eurogruppe beschlossene direkte Banken-Rekapitalisierung über den ESM sieht Kapitalhilfen für Altlasten maroder Banken in Höhe von 60 Milliarden Euro vor (hier).

Kommentare

Dieser Artikel hat 25 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Brennstoff sagt:

    Danke lieber IWF! Diplomatisch wie der IWF formuliert, ist er an die Adresse der Eurozone gerichtet, genau genommen wird jedoch Deutschland gefordert. Ob sie nun verlangen, Deutschland solle endlich seiner Führungsrolle gerecht werden oder ob wie hier gleich Bares fließen soll, die Forderung bleibt immer gleich. Deutschland, öffne doch endlich alternativlos und zur Gänze deine Schatulle. Da die anderen sich weigern zu reformieren und Du gutmütiges Deutschland schon derartig viel Geld im Feuer hast, wird Dir sowieso nichts anderes übrig bleiben. Und das schönste am Vorschlag des IWF ist…, es wird ihn selbst nicht einen Cent kosten! Solche Vorschläge mag ich.
    Leute, genießt den Sommer, falls nicht ein Wunder geschieht, geht es nach der Bundestagswahl alternativlos an euer Portemonnaie. Einer muss eben immer der Dumme sein und in der Eurorettung ist es stets derselbe.

  2. ABSCHIEBEBEFÜRWORTER sagt:

    Das gesamte Brüsseler Regierungsge… schwelgt nur in dümmlichen Phrasen.Keiner dieser“Gesegneten“ ist in der Lage ,auch nur eine einzige legale Firma auf die Beine zu stellen.Ich erinnere mich noch an Steinmeier.Der Irre verkündete im Wahlkampf lauthals:
    Wir ,die SPD, werden 4 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen.
    Nun rechne ich mal: 4.000.000 geteilt durch 16 Bundesländer das macht 250.000 Arbeitsplätze pro Bundesland,das macht je Bundesland 1000 Firmen mit mindestens 250 Mitarbeitern oder 10.000 Firmen mit je 25 Mitarbeitern oder 100 Firmen mit je 2500 Mitarbeitern,oder oder oder.
    Wenn das so einfach ist,warum macht das denn dieser Irre aus dieser irren Partei SPD nicht,und zwar in jedem Bundesland.
    Also :Palavern können diese Allroundversager sehr gut,und sie werden von uns auch gut versorgt.Und das ist es ,was sie dazu antreibt,in die Politik zu gehen.
    VERSORGUNG -ALL INCLUSIVE!!!