Baumarkt-Kette Praktiker ist insolvent

Das Hamburger Unternehmen Praktiker ist insolvent. Gespräche über dringend notwendige, kurzfristige Finanzhilfen in Höhe von 35 Millionen Euro waren gescheitert. Das Unternehmen mit 440 Filialen weltweit ist massiv überschuldet.

Am Donnerstag teilte die Baumarkt-Kette Praktiker mit, dass die Sanierung gescheitert ist. Das Unternehmen ist zahlungsunfähig und die Gläubiger haben zusätzliche Finanzhilfen abgelehnt. Nun steht Praktiker vor der Insolvenz.

„Neben dem Insolvenzgrund der Überschuldung ist auch die Zahlungsunfähigkeit der Praktiker AG gegeben“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Als Grund dafür gab Praktiker die  schlecht verlaufenden Verhandlungen über weitere „Sanierungsfinanzierungen“ an. Einzelne Gläubiger hätten diesen nicht zugestimmt. Der Vorstand werde nun prüfen, „für welche Gesellschaften der Unternehmensgruppe Insolvenzanträge zu stellen sind, und wird so bald wie möglich die Ergebnisse dieser Prüfung veröffentlichen“. Abgesehen von dem Umsatzrückgang und der hohen Verschuldung hätte Praktiker noch einmal kurzfristige Finanzspritzen von 30 bis 35 Millionen Euro benötigt.

Im vergangenen Jahr waren die Umsätze des Unternehmens um 5,6 Prozent zurückgegangen. „Das operative Ergebnis (EBITA) der Praktiker Gruppe wurde mit minus 128,8 Millionen Euro ausgewiesen“, so der Jahresabschluss für 2012. Sowohl in Deutschland als auch im Ausland waren die Umsätze deutlich zurückgegangen. Hinzu kam eine Nettoverschuldung in Höhe von 491 Millionen Euro bis Ende des Jahres.

Kommentare

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  1. schmuzekatz sagt:

    Der niedergang der Wirtschaft ist gewollt.Nicht nur in DEUTSCH.sondern weltweit.Wirtschaft bedeutet einkommen für die Menschen.Die Bilderberger haben gefragt. wieso haben die immer noch Geld um zu Reisen ? Nur wer nichts mehr hat ist ein guter Sklave.Nach dem nicht mehr Reisen kommt nichts mehr zu Essen und Tod.Einfach mal logisch weiterdenken^^

  2. hugin sagt:

    SPIEGELBILD DER WITSCHAFT
    Den Zustand der Wirtschaft erkennt man an den hysterischen Werbefeldzügen, ruinösen Rabattschlachten, Firmenfriehöfen, Shopping-Ruinen und masiven Personal-Abbau.
    Würden die Milliarden für Rettungsschirme, Zinsen der Staatsschulden, Haftungen und andere hinausgeworfenen Unsummen der Wirtschaft zur Verfügung stehen, wäre ein Wirtschaftsaufschwung im 2stelligem Bereich die Folge !
    Offenbar sind die derzeitigen Schwierigkeiten von der EU beabsichtigt um Deutschland zu schwächen !

  3. Kotzübel sagt:

    Wo bleibt der Rettungsschirm Herr Schäuble ?? Soll sich Praktiker schnellstens als Bank definieren ?

  4. Spatz sagt:

    100 Prozent auf Alles ausser den Managerabfindungen.