Fed-Chef Bernanke will Inflation auf 2 Prozent erhöhen

Die offizielle Inflationsrate von nur 1 Prozent müsse auf circa 2 Prozent erhöht werden, so Fed-Chef Bernanke. Daher will er die extrem lockere Geldpolitik fortsetzen. Doch die tatsächliche Inflation liegt schon jetzt bei mindestens 8 Prozent.

Die von den Behörden geschönte Inflationsstatistik dient nicht nur dazu, die verheerenden Folgen der US-Geldpolitik zu verschleiern. Die niedrigen offiziellen Inflationsraten werden auch als Argumente für eine fortgesetzte extreme Geldpolitik der US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) in Anschlag gebracht.

Fed-Chef Ben Bernanke sagte am Mittwoch, die Inflation in den USA müsse erhöht werden. Die Zentralbank werde zumindest einige Maßnahmen ihrer lockeren Geldpolitik „in absehbarer Zukunft“ beibehalten, zitiert ihn USA Today. Denn einerseits sei die Arbeitslosigkeit noch zu hoch und andererseits die Inflation zu niedrig. Beide Seiten sprächen für eine lockere Geldpolitik, so Bernanke.

Im vergangenen Monat hatte Bernanke für Aufsehen gesorgt mit seiner Aussage, die Fed werde ihre lockere Geldpolitik eventuell bis Mitte 2014 beenden. Dies würde bedeuten, dass die Zentralbank die Staatsfinanzierung mit der Notenpresse einstellt.

Mit frisch gedrucktem Geld kauft die Fed jeden Monat US-Staatsanleihen im Umfang von 85 Milliarden Dollar. So sollen die Zinskosten für die US-Regierung niedrig gehalten, denn höhere Zinsen würden den sofortigen Staatsbankrott bedeuten. Der Anteil der US-Staatsanleihen, die im Besitz der eigenen Zentralbank sind, steigt von Woche zu Woche (hier).

Eine weitere Maßnahme der Fed sind die extrem niedrigen Leitzinsen. Es war gerätselt worden, ob die US-Zentralbank diese erhöhen wird. Bernankes Forderung nach höherer Inflation zeigt allerdings in die andere Richtung: Das Gelddrucken wird weitergehen.

Die tatsächliche Inflation ist deutlich höher

Während die offizielle Inflation in den USA bei circa 1 Prozent liegt, beträgt die tatsächliche Inflation eher 8 Prozent, berichtet shadowstats.com. Die statistischen Berechnungen der Inflationsrate wurden viele Male geändert, um die Lage zu beschönigen. Doch die hohen Preise etwa für Benzin und Strom machen die tatsächliche Inflation deutlich. Auch das Gesundheitssystem und die Universitäten werden immer teurer.

Bereits im letzten Jahr zeigt der Blog The Blaze die massiven Preisänderungen zwischen 2002 und 2012 auf. In diesem Zeitraum wurden etwa Eier um 73 Prozent teurer, Kaffee um 90 Prozent und Erdnussbutter um 40 Prozent. Auch die Beobachtungen der Leser des Finanzblogs hartgeld.com zur Preisentwicklung in Deutschland zeigen, dass die offiziellen Zahlen auch hierzulande nicht stimmen können (hier).

Problematisch an dieser Entwicklung ist nicht nur, dass der Wert des Ersparten rapide abnimmt. Die Löhne sind weit davon entfernt, sich um jährlich 8 Prozent zu erhöhen. Die meisten Bürger werden folglich immer ärmer.

Kommentare

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  1. hans sagt:

    Wenn es sein muss, werden die Statistikbehörden die Inflation auch auf -5% berechen, damit Benni weiter Geld drucken darf um auf seine 2% zu bekommen. Ich frage mich allerdings auch, wozu wir Inflation brauchen? Damit das BIP nominell wächst und alles paletti erscheint? Kann mir jemand begründen wozu Inflation dringend notwendig ist?

  2. BalllaBalla sagt:

    Will er auch die Durchnittsteperatur der Erde um 2% senken? Selten so gelacht…

  3. tinu sagt:

    Ach kommt schon, das ist ein alter Hut. Wir werden täglich angeschmiert, empört euch nicht, das ist die Realität.

  4. ratlos sagt:

    Möllemann – war es Selbstmord, ein Unfall oder steckt da mehr dahinter. Ein sehr informativer Artikel zu den Hintergründen vom Autor Heiko Schrang: http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/163/moellemann-das-mysterium-um-seinen-tod.php

  5. Kopfsalat sagt:

    Hier kost der Kopfsalat auch schon1,59 statt wie vor einigen Jahren 0,49.

  6. Polit- und Bank Gangster - ab in den Knast ! sagt:

    Er meint, die Inflation von 10% muss auf 20 % erhöht werden! Der Herr meint, die
    dann folgende Hyperinflation beherrschen zu können. Allmachtsphantasien eines
    irren Illusionisten.