Daten-Salat: Sensoren überwachen Landwirtschaft

Technologie-Konzerne entdecken die Lebensmittel-Produktion als lukratives Geschäftsfeld. Die neuesten Sensoren und Techniken der mobilen Datenübertragung werden genutzt, um die Landwirtschaft „smarter“ zu gestalten.

Die allgemeine Tendenz zur Digitalisierung wird speziell in den einfachen Bereichen des Lebens immer deutlicher. Auch die Landwirtschaft bleibt von der Technik nicht verschont. Technologie-Firmen aus dem kalifornischen Silicon Valley arbeiten vermehrt mit Lebensmittel-Produzenten zusammen.

Im Steinbeck Innovation Cluster haben sich dazu führende IT-Unternehmen, Agrar-Firmen, Wissenschaftler und Investoren zusammengeschlossen. Sie wollen mit ihrer Initiative die amerikanische Landwirtschaft effizienter gestalten und die Gewinnmargen der Produzenten erhöhen, berichtet die FT. Die Gruppe ist nach Literatur-Nobelpreisträger John Steinbeck benannt, dessen klassischer Roman „Früchte des Zorns“ im Salinas Valley spielt.

Das Salinas Valley ist für die USA, was die endlosen Gewächshäuser im spanischen Almería für Europa sind: die Gemüse-Kammer für Millionen von Menschen. Die landwirtschaftliche Industrie in der Region macht einen jährlichen Umsatz von acht Milliarden Dollar. Investoren sehen darin ein perfektes Testgebiet für neue landwirtschaftliche Technologien.

Sie stützen sich bei ihren Gewinn-Prognosen auch auf das weltweite Bevölkerungswachstum. Im Jahr 2050 soll es auf der Erde neun Milliarden Menschen geben. Die Lebensmittelproduktion müsse bis dahin verdoppelt werden, argumentiert die Agrar-Industrie.

Dass die in vielen Ländern noch immer vorherrschende Lebensmittel-Knappheit aber in erster Linie auf Verteilungsprobleme zurückgeht, wird dabei konsequent ausgeklammert. Die großindustrielle Landwirtschaft setzt lieber auf Technik: Erste Landwirte testen bereits Sensoren, die die Qualität der Böden messen und dabei helfen, die Bewässerung der Flächen aus kilometerweiter Entfernung per iPad zu steuern.

Mittels anderer Anwendungen lässt sich der exakte Weg der Lebensmittel vom Feld bis ins Regal nachverfolgen, um mögliche Quellen von bakteriellen Verunreinigungen zu finden. Auch über den Einsatz von Drohnen wird eifrig nachgedacht. Sie könnten Pflanzenschutzmittel ausbringen oder feststellen, welche Äcker bereit für die Ernte sind.

Die Steinbeck Initiative will die großen Technologie-Konzerne, wie IBM oder Cisco, mit den führenden Agrar-Unternehmen zusammenbringen. Bisher scheuten die Innovationsfirmen aus dem Silicon Valley eher vor traditionellen Branchen wie der Landwirtschaft zurück. Noch immer ist ihr Engagement bei Internet-Anwendungen und Software-Lösungen am lukrativsten.

Kommentare

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  1. schmuzekatz sagt:

    Wenn die Bienen sterben sterben auch die Menschen.Das dreckzeug von Monsanto vergiftet die Bienen.Es wird nur Jahre dauern bis wir verhungern.Auch ein eigener Acker hilft nicht wenn es keine Bienen mehr gibt..leider.

  2. Hexilein sagt:

    man kann dem nur begegnen, indem man sich selbst umstellt, indem man Lebensmittel vor Ort kauft und sich einen Teil falls möglich selbst anbaut, macht Spaß, kostet wenig und frischer und gesünder geht es nicht.
    Jede Technisierung bedeutet immer auch Verdummung auf eine gewisse Art.
    Schön wäre es, wenn jeder lieber ein Stück Land mit seiner eigenen Hütte drauf hätte.
    Mit den Ansprüchen sind leider auch die wahren Lebensbedürfnisse und die Lebensqualität geschrumpft, auch das Hirn, denn nachweislich nehmen alle Organe Schaden durch Gifte (Plastik, Genmanipuliertes Essen mit eingebauten Pestiziden, Pestiziden und Pflanzenschutzmitteln, Aspartam und Glutamat, Lagerung / Transport von anderen Kontinenten, Quecksilberlampen…)
    Für all die schlechten Neuerungen haben wir unsere Natur verraten, das Land verlassen und sind falschen Propheten auf den Leim gegangen, meist kommend aus irgendeiner besserwisserischen Universität, gehen die Menschen heute nur noch arbeiten, ohne jemals Kapital bilden zu könnnen. So muss die Schuldenblase überall irgendwann platzen. Da hilft auch das hektische Geldgedrucke nicht und auch nicht die Lügerei um das aus der FED verschwundene Gold, das längst nach China verkauft wurde!
    Profit ist die falsche Maxime. Gier wendet sich letztlich immer gegen alle und zieht den ganzen Boden weg.
    Es muss um sinnvolle Neuerungen gehen, nicht immer dieselben Fehler…

    Unkraut, Bienen, Insekten, alles muss sein, sonst ist bald für uns auch kein Leben mehr möglich…

  3. Franz sagt:

    ist traurig, dass „Bauern“ auf solchen Schwachsinn reinfallen. Aber in den USA bringen sie ja auch das Saatgut per Flugzeug auf den Feldern aus. Wenn ein Bauer nicht mehr in der Lage ist die Qualität des Bodens mit der Hand zu bestimmen und mit dem Auge zu erkennen, wann er bewässern muss, dann ist er kein Bauer mehr sondern ein Schaf. Traurig genug, dass man in der Landwirtschaft künstlich bewässern muss, dass man das Wasser von weit her leiten muss, weil man dort anbaut, wo es eigentlich viel zu trocken ist. Dadurch gerät der natürliche Wasserhaushalt ganzer Regionen ins Wanken, Wüsten entstehen in einst fruchtbaren Landschaften, um in Wüsten Mais oder Mandeln anzubauen.
    Wenn Bauern sich auf diese neue Technik einlassen, dann werden sie deren Sklaven werden. In Kürze werden sie alles verlernt haben was ihre Großväter noch wussten und nur noch nach Anleitung ihres Rechners arbeiten. Leider wird Landwirtschaft immer liebloser, genau das spiegelt sich auch in den Nahrungsmitteln wieder. Sobald sich diese Technik durchsetzt, wird Monsanto das Ruder übernehmen und auch noch die letzten freien Bauern einkassieren. Darum bitte ich jeden durch seinen/ihren Konsum jene Bauern zu unterstützen die noch wie echte Bauern arbeiten, die ohne künstliche Spritzmittel auskommen, ohne künstliche Bewässerung, ohne GMOs. Wenn Europa und die USA sich wie geplant zu einer Freihandelszone zusammenschließen, dann werden unsere europ. Agrarprodukte per Gesetz noch schlechter werden als sie es ohnehin schon sind. Der Konsument ist der Einzige der das verhindern kann, indem er lokal kauft und auf höchste Bio-Qualität wert legt!
    Ich kann jedem nur von ganzem Herzen das neue Buch von Michael Morris, „Jetzt geht’s los“ empfehlen:
    http://www.amazon.de/Jetzt-gehts-los-erschaffen-eine/dp/393865614X/ref=sr_1_7?s=books&ie=UTF8&qid=1373037413&sr=1-7

    Jeder Einzelen von uns hat Macht durch die eigenen Kaufentscheidungen!

    • Hexilein sagt:

      wer in Schulden getrieben wird, wird oft zum Gangster und tut alles um irgendwie an Geld zu kommen, es muss ja permanent etwas auf den Teller kommen – dafür braucht man Geld und im Gegensatz zu den Bankstern, kann man das Geld nicht drucken, sondern unseres verliert täglich an Wert!