IWF mahnt China: Keine Konjunktur-Programme auf Pump!

China gerät in akute Crash-Gefahr. Sogar der IWF ist nervös. Ein Studie nennt den Grund: Das hemmungslose Schulden-Machen wird für den Staat und den privaten Sektor zu einer verheerenden Last.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt, China müsse dringend entscheidende Wirtschaftsreformen einleiten. China müsse sich von seinem Wachstumsmodell trennen, das zu stark auf Schulden beruhe.

Das chinesische Modell sei „nicht tragfähig“ und erhöhe die Verletzlichkeit der chinesischen Wirtschaft, so eine aktuelle Studie des IWF. Um einen weiteren Wirtschaftlichen Erfolg zu gewährleisten, sei eine „Reihe entscheidender Maßnahmen“ erforderlich.

Am wichtigsten sei es, „das weitere Anwachsen der Kredite zu zügeln und den weiteren Aufbau von Risiken im Finanzsektor zu verhindern“, so der IWF. Es sei zudem beunruhigend, dass ein wesentlicher Teil der Kredite durch die nicht-traditionelle Finanzwirtschaft geleitet werde.

Als die chinesische Zentralbank im Juni den Geldhahn abdrehte, löste sie einen massiven Anstieg der Interbanken-Zinssätze und einen vorübergehenden Stillstand auf dem Kreditmarkt aus. Es habe sich gezeigt, dass die Zentralbank die Kredit-Expansion einschränken will, so der IWF. Doch müsse China das Grundproblem angehen, indem das Land die Deregulierung der Zinssätze vorantreibt.

Noch im Jahr 2011 trug der Konsum mehr zum Wachstum bei als Investitionen. Doch im vergangenen Jahr drehte sich der Trend wieder. Der IWF sagte, ein entscheidender Wandel zu einer Wirtschaft, die stärker auf den Konsumenten basiert, müsse erst noch stattfinden.

Auch die chinesischen Staatsschulden hält der IWF für zu hoch. „Die tatsächliche Staatsverschuldung“ habe im vergangenen Jahr eine Quote von 45 Prozent erreicht. Diese Schuldenlast sei zwar noch kontrollierbar, doch die Regierung habe weniger Spielraum als zuvor.

Im Jahr 2008, als die globale Finanzkrise ausbrach, startete China ein massives Konjunkturprogramm, das allerdings auch die Staatsschulden in die Höhe trieb. Nun, da die Weltwirtschaft erneut schwächelt, werden erneut weitere Schulden zur Ankurbelung der Wirtschaft gefordert. Der IWF mahnt China, diesen Forderungen auch weiterhin zu widerstehen.

Der IWF prognostiziert für 2013 ein Wirtschaftswachstum von 7,75 Prozent. Das ist mehr als die chinesische Regierung selbst erwartet.

Kommentare

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  1. Drusius sagt:

    Wenn das die Chinesen hören, dann lachen die sich krank.

  2. Alois Debald Gartenstraße 20 54534 Großlittgen sagt:

    Der IMF kritisiert die Schuldenpolitik Chinas.Dieses Land besitzt die größten Dollar- Bestände der Welt in Billionenhöhe.Die USA das größte Schuldnerland der Erde druckt pro Tag fast 3 Milliarden Dollar, um mit diesem „Klo-Papier“ ohne jede Deckung die Produkte , die China herstellt und liefert zu bezahlen.
    Der Welt größter Schuldner, der auf Kosten der Exportländer lebt , auch Deutschland,hat auch noch das Bonitätszertifikat „tripel A AA“ ,welches ausschließlich auf die militärische Supermacht der USA Bezug nimmt.
    Welche kranken Gehirne arbeiten an den Schaltstellen des IMF?

  3. Delta120 sagt:

    Den IWF als Wirtschaftsberater ins Haus zu holen, ist genauso nutzlos wie einem Maulhelden eine Kontovollmacht zu erteilen. Beides zerstört einem wirtschaftlich total.

  4. Ali sagt:

    @timerunner, der ist gut mega 🙂 .

    Das ist ja wohl der neuste Witz den die uns wieder servieren wollen. China ist das einzige Land das keine roten Zahlen schreibt und nun soll ich sowas fressen.
    Bon Apeitt Mde. Lagarde.

    Keiner will die sich anhäufenden Dollar Reserven, aber den Euro dann schon, dass wollte Mde. Lagarde wohl bezwecken. Einfach krank wie die da herum zocken.

  5. Agincourt sagt:

    Die chinesische Führung wird wohl kaum so dumm sein, ausgerechnet die „Ratschläge“ des korrupten und für den Ausverkauf und das Elend ungezählter Staaten und Völker verantwortlichen „IWF“ als verlängertem Arm der verbrecherischen USA/Londoner City Finanzkrake ihren Gehorsam zu erweisen.

    Die Vorgehensweise ist stets dieselbe: Es wird toxischer Kredit aus faulen US$ gewährt (genriert sich als Entertasten-Falschgeld am „FED“-Computer in Sekundenschnelle), danach ein monströses und völlig unsinniges Infrastrutkur-Projekt mit hohen Folgekosten und satten Schmiergeldern für die jeweils herrschenden Machthaber auf Auslandskonten (= weiterer Kredit) verordnet (nicht nur im Mubarak-Ägypten oder Uso-Griechenland, sondern auch in der Dritte-Welt-Staatssimulation BRD überreich zu bewundern, vor allem die „Ära Schmidt“ oder die krminelle Gesamthandlung „Aufschwung Ost“).

    Wenn sich das Projekt als nicht tragfähig und rundheraus schwachsinig erweist, rennt die Schuldenuhr dennoch immer weiter.

    Am Ende folgt programmgemäß der Staatsbankrott, das Opfer muß die Hosen herunterlassen und unter Androhung „innerer Unruhe“ oder „Enthüllungen“ (s. „Prism“ etc.) seine gesamten, werthaltigen Real-Assets (v.a. Rohstoffe etc.) zwecks Verwertung und Ausbeutung auf die Transatlantische Mafia überschreiben.

    Die wenigen Staatsführer, die das nicht tun, werden entweder beseitigt oder mit Krieg überzogen.

    Das nennt sich dann i.ü. „Demokratie“l.

    All diese Optionen sind aber im Fall von China kaum praktikabel.

    Grundsätzlich s- Botswana – führt das genaue Gegenteil der „Ratschläge“ des „IWF“ zu Freiheit und Wohlstand für die Völker.

    Von daher: „IWF“-Mischpoke rausschmeißen und eigennützige Wirtschaftspolitik betreiben.

    • wilm sagt:

      das war ein umfassender informativer ehrlicher Artikel. Besser kann man es nicht sagen. Ich beobachte auch das der IWF irgendwie immer versucht mit wenig Bares einen Stimmanteil zu erkaufen. Siehe EU / Griechenland.
      Wenn selbst der Schäuble sagt wir sollen in der EU auf den IWF verzichten dann klingeln bei mir Alarmglocken für das was er nicht ausgesprochen hat.
      Und der muss es wissen. Strauss Kahn / Langarde und die französischen
      wirklich guten Diplomaten ( Ja, wir haben nur Deppen ) scheffeln wie Sie
      möchten. USA klar, GB natürlich aber ich halte die Franzosen nicht weniger verschlagen. Und die sind in der EU !

  6. timerunner sagt:

    Ach nein, liebe Chinesen, so nicht – nehmt Euch doch ein Beispiel an den USA und der EU – die zeigen Euch, wie man die Konjunktur auch ohne Schulden und gedrucktes Geld ankurbelt!