Vermögen: Deutschlands Mittelschicht mit Rückstand

Unter den 17 Ländern der Eurozone gibt es im Hinblick auf das mittlere Vermögen große Unterschiede. Deutschland liegt weit abgeschlagen hinter Ländern wie Italien, Frankreich oder Spanien.

Die Mittelschicht ist in Deutschland weniger vermögend als in den anderen großen Ländern der Eurozone. So ist etwa das mittlere Vermögen eines Erwachsenen in Italien fast dreimal so hoch wie hierzulande.

Das mittlere deutsche Vermögen liegt bei 42.222 Dollar (circa 32.000 Euro), so das Global Wealth Databook der Credit Suisse für 2012. Damit rangiert Deutschland weltweit nur auf Platz 23 – zwar noch vor den USA (Platz 27), aber deutlich hinter Ländern wie Australien (Platz 1), Luxemburg (Platz 2) und Japan (Platz 3). In Australien liegt das mittlere Vermögen bei 193.653 Dollar.

Grundlage für das von Credit Suisse für den Bericht erhobene Vermögen sind sowohl die finanziellen Vermögenswerte wie Anleihen und Aktien als auch die nicht-finanziellen Vermögenswerte wie Immobilien.

Dass viele Angehörige der deutschen Mittelschicht anders als in anderen Ländern keine Immobilien besitzen, trägt entscheidend zu dem relativ geringen mittleren Vermögen bei. So machen nicht-finanzielle Werte 55 Prozent des deutschen Vermögens aus. In Frankreich sind es hingegen 65 Prozent, in Italien 64 Prozent und in Spanien 60 Prozent.

Ein weiterer Grund ist die schwache Vermögensentwicklung der deutschen Mittelschicht seit Einführung des Euro. Durch das treue Sparen auf Konten mit niedrigem und mitunter negativem Realzins haben sich die Vermögen auf den Konten kaum vermehrt.

Das durchschnittliche Vermögen eines erwachsenen Deutschen lag 2012 bei 174.500 Dollar. Das ist so wenig wie seit 2006 nicht mehr. In Frankreich (265.500 Dollar), Italien (212.900 Dollar) und Luxemburg (277.100 Dollar) ist das durchschnittliche Vermögen deutlich größer.

Kommentare

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  1. Schönes Wetter sagt:

    Vor dem Euro reichten 80 Std. Erwerbsarbeit im Monat für:
    Eine kleine Wohnung, ein kleines Auto, Strom, Wasser, Essen und Spaß.
    Nach dem Euro reichen 160 Std. Erwerbsarbeit im Monat noch nicht mal aus für das Nötigste, sodass “ Vater Staat“ gönnerhaft eingreifen muss, damit wir nicht verhungern.
    Wir brauchen keinen kranken Vater , der versucht uns wieder in die Kinderrolle zu drängen. Wir brauchen keine gehässigen, gut betuchten Onkel und Tanten die uns einreden, dass 7,50 Stundenlohn ein ganz toller Stundenlohn ist. Wir brauchen keinen Papst, der auf „arm“ macht. Wenn ihm Geld nicht so wichtig ist – soll er mal seine Vatikan-Milliarden unters Volk streuen – sozusagen Ablasszahlungen – dann kommt er garantiert in den Himmel – laut Aussagen seines Vereines.