Künstliche Intelligenz hat den IQ eines Vierjährigen

Erstmals verfügt ein Computerprogramm auch über Daten, die so selbstverständlich sind, dass sie bisher niemand aufgeschrieben hatte. Es erreicht dadurch in einem IQ-Test immerhin das Niveau eines Vierjährigen.

Die Fähigkeiten von Computern holen im Vergleich mit der menschlichen Intelligenz immer weiter auf. Ein Computerprogramm hat kürzlich in einem üblichen verbalen IQ-Test den Wert eines Vierjährigen erreicht. Die künstliche Intelligenz ist auf dem besten Wege, „einen gesunden Menschenverstand“ zu entwickeln.

Computerprogramme wie die Suchmaschine von Google oder Watson von IBM erbringen in speziellen Anwendungsbereichen enorme Ergebnisse. Google findet und ordnet in kürzester Zeit die passenden Webseiten zu einer Suchanfrage, und Watson kann Fragen wie in einer Quizshow beantworten. Doch wenn man die Programme vor Aufgaben stellt, die außerhalb ihres Einsatzgebietes liegen, dann versagen sie.

Seit Jahren versuchen Forscher, ein System mit einem allgemeinen gesunden Menschenverstand zu schaffen, doch die Ergebnisse waren bisher gemischt. Nun haben Catherine Havasi und ihr Team am Massachusetts Institute of Technology das Programm ConceptNet entwickelt, berichtet der NewScientist. ConceptNet nutzt eine Datenbank mit circa einer Million Einträge, die einfache Beziehungen zwischen alltäglichen Dingen beschreiben: „Ein Kitz ist ein Reh“ oder „Eis kann schmelzen“.

Das System enthalte solche Informationen über die Welt, „die jeder weiß, die aber niemand aufschreiben würde, weil wir sie zu früh lernen“, sagt Havasi.

ConceptNet wurde von zwei Forschern getestet, die nicht an der Entwicklung des Programms beteiligt waren. Sie benutzten eine Standardmethode, mit der die Intelligenz von Vorschülern gemessen wird. Der verbale Teil des Tests stellt Fragen wie: „Was ist ein Haus?“ Zudem kommen Rätsel vor wie: „Man kann durchgucken. Es ist ein Viereck und kann geöffnet werden. Was ist es?”

In den drei wichtigsten Test-Kategorien Information, Vokabular und Wortlogik erreichte ConceptNet den Intelligenzquotienten eines durchschnittlich intelligenten Vierjährigen. Die Forscher erwarten, dass die neue Version von ConceptNet, die 17 Millionen Einträge enthält, noch besser abschneiden wird und den IQ eines Fünf- oder Sechsjährigen erreichen wird.

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Max Bauer sagt:

    Michulke & Ringsdorf Investmenttechnologies! http://www.mri.lu

    Als aufstrebendes Unternehmen mit Produkten in vielfältigen Anwendungsbereichen der Kapitalmärkten ist es unser Ziel, modernste Technologien zur Informationsverarbeitung und -anwendung für unsere Kunden und Investoren bereitzustellen.

    Uns ist es möglich, vollständig autonome und selbstadaptive Systeme zu erschaffen, die dazu in der Lage sind, sich an gegebene Problemdomänen anzupassen und selbständig nach Lösungen zu suchen.

    Erreicht wird dies durch die Anwendung statistischer Methoden und Algorithmen der Künstlichen Intelligenz sowie deren Implementierung in hochmodernen Programmiersprachen.

    Anwendung finden diese Konzepte derzeit in

    HYDRA – einem vollständig maschinell gesteuertem Handelsagent, dessen Algorithmus sich automatisch an Marktveränderungen anpasst
    INTTRA – einem Prognosesystem für die Preisentwicklungen am Energiemarkt
    Unser Team von Forschern arbeitet kontinuierlich an Entwicklung neuer Produkte und Ansätze, um unseren technologischen Vorsprung zum Vorteil unserer Kunden zu vergrößern.

    Dr. Daniel Michulke & Bastian Ringsdorf
    http://www.mri.lu