Die Kauflaune der Deutschen geht zurück

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes setzten die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland im Juni deutlich weniger um als im Vorjahresmonat. Positive Prognosen über das Geschäftsklima stellen sich als falsch heraus. Die Konsumlaune der Deutschen ist deutlich gedämpft.

Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland setzten im Juni nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes nominal 1,0 Prozent und real 2,8 Prozent weniger um als im Juni 2012.

Der der diesjährige Juni jedoch mit 25 Verkaufstagen einen Verkaufstag weniger als der Vorjahresmonat hatte, ist der Vergleich zum diesjährige Mai aussagekräftiger. Im Vergleich zu Mai 2013 lag der Umsatz im Juni kalender- und saisonbereinigt nominal um 1,2 Prozent und real um 1,5 Prozent niedriger. Insgesamt wurde im deutschen Einzelhandel von Januar bis Juni 2013 real in etwa gleich viel umgesetzt wie im ersten Halbjahr 2012.

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren war im Juni 2013 real 3,0 Prozent geringer, der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln gar um 5,1 Prozent geringer als im Juni 2012. Auch der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln ging zurück – ein Minus von 2,9 Prozent.

Der Rückgang dürfte für viele Analysten durchaus überraschend kommen. Die Wirtschaftsforschungsinstitute GfK und DIW wollen eine seit Monaten steigende Tendenz bei Geschäftsklima- und Einkommenserwartungen registriert haben (hier). Bei den deutschen Konsumenten ist dieser Aufschwung scheinbar noch nicht angekommen.

Kommentare

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  1. hugin sagt:

    ES WERDEN WAREN ERZEUGT DIE NIEMAND BRAUCHT
    Reisefutterschüssel für den Hund, Ostereier-Sammelsackerl und ähnlich überflüssiger Unsinn. Was sollen die Bezieher der Mindestsicherung kaufen? Österreich hat über 8 Millionen Einwohner, etwa 2,5 Mio. Erwerbstätige Zahlen keine Steuer, weil ihr Einkommen zu gering ist ! Im derzeitigen Wahlkampf wird vorgelogen: „Arbeit von der man leben kann“, offenbar haben diese Dampfplauderer die Kollektiv-Vertäge noch nie gelesen. In den Regierungen der EU-Staaaten sitzen überall unfähige Figuren, welche oft keinerlei abgeschlossene Berufbildung haben ! Früher gescheiterte Existenzen – heute Politiker !

  2. Lila Eule sagt:

    GfK und DIW sind Institute, die nicht aufgrund von Fakten arbeiten, sondern sind eher Teile einer Propaganda und erfüllen Planvorgaben. Wenigstens ist den Instituten klar, was die zahlenden Auftraggeber hören wollen: Aufschwung! Kaufrausch: Schneller, weiter, höher, mehr, viel mehr, noch mehr. Tüten schleppen, schuften, rennen, schneller rennen: Jede Sekunde zählt. Blos keine Muße, blos nicht nachdenken… Kaufen!

    So wird, nach einer wie so oft falschen Prognose, jedoch sogleich auf allen Sendern sofort von grinsenden und durchgestylten Moderatoren glatt propagiert: Hey, die Deutsche kaufen wie verrückt und sind in bester Laune. Supi und jetzt alle: Ole ole ole ole… ist es nicht schön…

    NSA, GfK, DIW, heute, Tagesschau: was trennt uns eigentlich noch vom System der DDR? Sozialistische Markwirtschaft vs. kapitalistische Marktwirtschaft. Am Ende wird zwangsläufig und das wird niemand bestreiten, die sozialisitische Marktwirtschaft bei den meisten Menschen gewollt sein.

    Schade, dass es die soziale Marktwirtschaft nicht mehr gibt – die war damals, als die Politiker noch eine eigene Meinung vertraten (vertreten durften), anstelle die Rolle von Handpuppen der Industrie zu übernehmen, das Optimum zwischen Wirtschaft und Sozialem.

  3. Schönes Wetter sagt:

    Wer hat denn auch noch Lust „Schrott“ zu kaufen.
    1. Damenoberbekleidung – alles verschnitten und sitzt nicht
    Bündchen/Abnäher an den falschen Stellen, merkwürdige Ärmellängen, fast nur noch „Polyknister“, Hosen, T-shirts, Blusen, Röcke, Kleider…………
    kannste vergessen. Den „kranken “ Kram will keiner mehr.

    2. Elektrogeräte – gemein gefährlich
    z.B. Neuer Toaster gleich schrott und fast wäre noch die Bude aufgefackelt – Gott sei Dank hatte ich noch einen alten Toaster aus den 80ern – und der ist klasse, hält bestimmt ewig.
    Wenn Gier Hirn frisst – ist das alles kein Wunder.

  4. Hülsensack sagt:

    „Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren war im Juni 2013 real 3,0 Prozent geringer, der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln gar um 5,1 Prozent geringer als im Juni 2012. Auch der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln ging zurück – ein Minus von 2,9 Prozent.“
    Irgendwie muß der Bürger die Preissteigerungen wohl ausgleichen. Betrachtet man die Zahlen, so sind diese fast gleich.
    Es kann „nur noch besser“ werden.

  5. Frank sagt:

    „… Bei den deutschen Konsumenten ist dieser Aufschwung scheinbar noch nicht angekommen…“

    Nein ist er nicht. Wunschdenken und frisierte Statisten, Berichte usw. haben eben doch nichts mit der Wirklichkeit zu tun.
    Man hätte mal bei der NSA anfragen sollen, die haben sicher exaktere Daten zur Hand.