Twitter findet die Ursache für Lebensmittelvergiftungen

Viele Tweets werden aus Restaurants gesendet oder berichten von auftretender Übelkeit. Daraus können Computer Schlüsse ziehen und Restaurants identifizieren, die für Lebensmittelvergiftungen verantwortlich sind.

Neben zahlreichen anderen Themen wird bei Twitter auch viel über das Essen kommuniziert, vor allem auch dann, wenn das Essen schlecht war. Dies wird nun dazu genutzt, Restaurants zu identifizieren, die für Lebensmittelvergiftungen verantwortlich sind.

Adam Sadilek hat ein System namens nEmesis entwickelt, das mithilfe von Twitter-Nachrichten herausfindet, welche Restaurants man meiden sollte, berichtet NewScientist. Ein Computerprogramm bewertete 3,8 Millionen Tweets nach ihrer Relevanz, wobei Wörter wie Magen und Essen als die wichtigsten eingestuft wurden.

Dann wurden die 6.000 vielversprechendsten Tweets von Mitarbeitern der Crowd-Working-Plattform Mechanical Turk dahingehend untersucht, ob es sich bei dem beschriebenen Unwohlsein jeweils wohl um eine Lebensmittelvergiftung gehandelt hat. Bei Crowd-Working-Plattformen arbeiten sehr viele Mitarbeiter für minimale Gehälter an Kleinstaufgaben.

Die Tweets, bei denen es wahrscheinlich um aufgetretene Lebensmittelvergiftungen geht, bilden die Grundlage für die weitere elektronische Auswertung, mit deren Hilfe nEmesis die schuldigen Restaurants zurückverfolgen kann.

Wenn jemand aus einem der beobachteten 25.000 Restaurants einen Tweet schickte, dann suchte nEmesis in diesem Twitter-Account einige Tage lang nach Anzeichen einer Lebensmittelvergiftung. Die Tweets mussten Formulierungen wie „erbrechen“ oder „Bauchschmerzen“ enthalten.

Das System fand 120 Restaurants, die während der Versuchsphase anscheinend für mindestens eine Erkrankung verantwortlich waren. Doch nEmesis-Entwickler Sadilek befürchtet, dass Twitter-Nutzer sein System missbrauchen könnten, sobald sie verstanden haben, wie es funktioniert, etwa um andere Restaurants anzugreifen. „Die Leute werden anfangen zu tweeten, dass sie sich übergeben mussten, wenn sie wissen, dass sie in der Nähe von McDonalds sind.“

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