Deutsche Exporteure sind zuversichtlich

Die Export-Industrie ist das Zugpferd der deutschen Wirtschaft und ein guter Indikator für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Erneut sind die Exporte nun zurückgegangen: Im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent. Vor allem die Krise in den Schwellenländern macht sich zunehmend bemerkbar. Aber auch die anhaltende Rezession in der Eurozone wird ebenfalls zum Problem.

Verbesserung zu spüren. Im Gegenteil: Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Exporte deutlich um 2,1 Prozent. Und gegenüber dem äußerst schlechten Monat Mai konnten die Exporte nur um 0,6 Prozent zulegen, wie das Statistische Bundesamt zeigt. die Einfuhren sanken jedoch im Monatsvergleich, was dafür spricht, dass das verarbeitende Gewerbe in Deutschland mit weniger Aufträgen rechnet.

Den größten Einfluss auf die sinkenden Exporte hatten die Drittländer. Hier sanken die Exporte im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 Prozent und die Importe um 2,7 Prozent. Grund dafür ist die schlechte Entwicklung vor allem in den Schwellenländern wie China und Brasilien. Die Wirtschaft dieser Länder boomte in den vergangenen Jahren, da Investoren ihr Geld aufgrund der Krise in Europa und den USA investierten. Doch die schlechte wirtschaftliche Entwicklung droht nun, zu einem Crash in den Ländern zu werden.

Zwar sind ist beispielsweise das gesunkene Wirtschaftswachstum in der Türkei und in China noch immer im Vergleich zu den Daten aus der Eurozone sehr gut. Doch die Länder sind auf ein sehr großes Wachstum angewiesen – für China ist ein Wachstum unter zehn Prozent aber dennoch bereits ein echtes Problem.

Die Exporte in die Eurozone sind im Juni angesichts der anhaltenden Rezession ebenfalls gesunken (-1,4%) und auch insgesamt gingen die Versendungen in die EU-Länder zurück.

Unternehmen wie Salzgitter, aber auch die deutsche Automobilindustrie, Thyssen Krupp, Siemens und die deutsche Solarindustrie spürten die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftsflaute bereits sehr stark. Angesichts der trüben Prognose der Bundesbank von Ende Juni dürfte sich demzufolge der Trend sinkender Exporte auch in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen.

Kommentare

Dieser Artikel hat 3 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. c-nes sagt:

    Wenn die Exporteure nicht „zuversichtlich“ sind, gibt’s vom Politbüro eins auf Maul…

  2. J.J.Rousseau sagt:

    Dabei beginnen sie in verschiedenen Medien bereits vorzulügen, es gehe besser.

  3. Gerdi sagt:

    Was hat Deutschland von diesen Exporten?
    Schöne Verkaufsstatistiken
    – aber die Gewinne aus diesen Umsätzen werden nur selten in Deutschland versteuert!
    – Die Arbeitsplätze sind oft Billigarbeitsplätze und werden vom Steuerzahler subventioniert
    – Deutschland muss den EU-Auslandskunden mit Steuergeld die Kredite zum Kauf der Exportprodukte finanzieren.