Top-Manager hoffen auf Merkels Wiederwahl

Deutschlands Rolle in der Eurokrise ist groß. Den weltweiten Top-Managern zufolge hat Angela Merkel diese Rolle gut ausgefüllt. Denn die Wirtschafts-Elite hofft auf eine Wiederwahl Merkels, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Merkels Nähe zur Finanzindustrie und den Top-Unternehmern Deutschlands macht sie beliebter als Steinbrück.

Fragt man ausländische Unternehmensmanager nach ihrem ganz persönlichen Favoriten für die kommende Bundestagswahl, bestätigt sich ein weiteres Mal die ausgeprägte liberal-konservative Konzern-Affinität. Schwarz-Gelb wird von den Wirtschaftskapitänen dieser Welt als für ihr Geschäftsmodell günstigste Koalition angesehen.

Herausgefunden hat dies der Global Business Barometer des Economist und der FT. Diese quartalsweise durchgeführte Studie soll globale Wirtschaftstrends aufzeigen und basiert auf der Befragung von 1.500 Managern in aller Welt.

Eine Wiederwahl von Kanzlerin Merkel würde für die überwiegende Mehrheit von ihnen die ökonomischen Aussichten der Eurozone stärken. 60 Prozent denken so, wohingegen nur 16 Prozent meinen, ein solches Wahlergebnis würde die Aussichten verschlechtern. Der Rest der Befragten machte keine Angaben.

Die Selbstverständlichkeit, mit der die internationalen Führungskräfte eine Regierung aus Union und FDP mit einer wirtschaftlichen Erholung in Verbindung bringen, ist vielsagend. Die Big Player in der globalen Wirtschaft können von deren Industrie-freundlicher Politik nur profitieren.

Insgesamt sehen die Top-Manager dieser Welt die größten Gefahren für ihr Geschäft jedoch nicht in politischen, sondern in ökonomischen und Markt-Risiken. Ein Drittel der Befragten äußerte sich besorgt über die Konjunktur-Abschwächung in China. Nach dem jüngsten Krisen-Hype haben sich die Ängste um die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt aber schon wieder etwas gelegt. Fast die Hälfte sieht keine negativen Auswirkungen auf ihr Unternehmen.

Kommentare

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  1. Otto von B sagt:

    Würg ******** mehr habe ich dazu nicht zu sagen .

  2. Margrit Steer sagt:

    Gerade die Finanzwirtschaft ist froh, das it klar. Merkel tut doch auch alles für diese Leute.
    Das möchten die nicht gerne geändert haben

  3. Konjunktion sagt:

    Ehemaliger Chefberater des Finanzministers sucht neue berufliche Herausforderung

    So oder so ähnlich könnten demnächst die Stellengesuche von Kai A. Konrad, derzeit noch Chefberater des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble, aussehen.

    Konrad hat in einem Interview mit der Welt fast AfD-taugliche Aussagen wie nachfolgende getätigt:

    „Der Euro ist nicht Europa. Europa sollten wir retten, nicht den Euro!“

    Der Direktor am Max-Planck-Institut für Steuerrecht und Öffentliche Finanzen München spricht damit Wahrheiten aus, die bislang in der CDU-dominierten Verschleierungstaktik namens Euro-Rettung nicht vorkamen. Sehen wir hier erste Anzeichen eines Überdenkens der eigenen sinnlosen Politik der letzten Jahre?

    mehr hier: http://konjunktion.info/2013/08/ehemaliger-chefberater-des-finanzministers-sucht-neue-berufliche-herausforderung/

  4. J.J.Rousseau sagt:

    Das ist klar, sie meinen, einfach so weitermachen zu können und als Blutsauger die Menschen auszusaugen. 200.000,€ Monatlich, gegen 1500€ Monatlich der arbeitenden Menschen – ich aber sage, weg mit …

  5. Peter Hoff sagt:

    Kein Wunder: Es freut die Banken, es weinen die Griechen und Deutschland zahlt!
    Bilanz der Merkel-Regierung: Von 1300 Milliarden weitere 700 Milliarden Neuverschuldung. Keine deutsche Regierung hat in so kurzer Zeit soviel Schulden gemacht. Das Haftungs-Risko der EURO-Rettung lt. Ifo Institut ca 750 Milliarden, wenn wir heute in einen Nord-EURO flüchten würden. Unser Geld wäre 20% mehr wert, Importe würden billiger, das freut die Industrie und Otto-Normalverbraucher. Blick in die USA: Nach einer beinahe Staatspleite, einige Bundesstaaten hatten sich maßlos verschuldet – wie heute auch – war Schluß mit der gemeinsamen Haftung. Künftig wirtschaftete jeder Bundesstaat auf eigene Rechnung. Schäuble-Lügenbaron kann nicht raus aus dem EURO: Das wahre Ausmaß der Katastrophe würde dann sichtbar. Es gibt einen Ausweg, wenn auch keinen Königsweg: Die Alternative für Deutschland. Diese Partei wird bewusst kleingeredet.

  6. Maria sagt:

    Und wenn hier in dem Land einer das Sagen hat, dann ist es die Finanzindustrie und die Topunternehmer, falls das hier noch irgendeinem nicht klar sein sollte.

  7. Hülsensack sagt:

    Ja, die Finanzelite will ihre Marionette am Leben erhalten, damit der Laden weiter für sie brummt.
    Eine(r), der erst auf Spur gebracht werden muß, behindert die Fließrichtung des Geldes mal etwas. Und ob dieser dann die Spur richtig aufnimmt, ist nicht so sicher. Abweichler soll es ja manchmal sogar auf deutschem Boden geben. Die Vergangenheit hat es ja schon gezeigt. Nur sehr häufig werden solch Abweichler mysteriös verunglückt.
    Mein Kreuz wird mit Sicherheit einen anderen Platz auf dem Wahlpapier haben.