Verbraucher-Schützer: Offshore treibt deutsche Stromkosten in die Höhe

Für neue Windparks, die noch gar keinen Strom liefern, muss der Steuerzahler monatlich 6,7 Millionen Euro zahlen. Die Betreiber streichen das Geld ein. Die Verbraucher haben keine Alternative als zu zahlen. Für die Bürger ist Offshore-Strom noch teurer als Strom aus Sonnenenergie.

Etwa 100 Euro muss jederBürger pro Jahr für Offshore-Strom aufbringen. Eine Gegenleistung erhalten sie dafür zunächst nicht, denn die installierten Windparks sind zwar funktionsfähig, aber die Verbindung zum Festland ist noch nicht hergestellt. So zum Beispiel beim kürzlich eingeweihten Windpark Riffgat bei Borkum.

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sieht vor, dass die Betreiber von Windparks bereits bezahlt werden, sobald der Windpark bereit steht. So zahlen die Verbraucher bereits 6,7 Millionen Euro pro Monat für Strom, der gar nicht geliefert werden kann, teilt die Stromverbraucherschutz-Bewegung NAEB e.V in einer Pressemitteilung mit. Von diesem Betrag können die Betreiber die 20.000 Liter Öl bezahlen, die jeden Monat als Korrosionsschutz für die Windräder benötigt werden.

Die Windgeneratoren auf See sind inzwischen die teuersten Ökostrom-Anlagen – noch teurer als Strom aus Sonnenlicht.

„Riffgat hat 500 Millionen Euro gekostet. Die installierte Leistung beträgt 100 Megawatt (MW). Diese Leistung wird nur bei Starkwind erreicht. Wird die Windgeschwindigkeit halbiert, fällt die Leistung auf ein Achtel. Bei Windstille ist die Leistung Null. Die installierte Leistung wird also nur selten erreicht. Man hofft im Jahresmittel auf eine Leistung bis zu 45 % der installierten Leistung. Wenn das erreicht wird, produziert Riffgat im Jahr knapp 400.000 Megawattstunden (MWH) oder 400 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom.“

Offshore Strom wird nach dem EEG mit 15 Cent pro Kilowattstunde (kWh) 15 Jahre lang vergütet. Für Windparks mit größerem Abstand von der Küste oder in tieferen Gewässern erhalten die Betreiber noch einen Vergütungszuschlag. Der Transport der Energie durch das Meer ans Land zum nächsten Umspannwerk koste weitere 5 Cent/kWh, die nicht unter die Einspeisevergütung nach dem EEG fielen, sondern als Netzkosten vom Stromverbraucher gezahlt werden müssten, so der NAEB. „Offshore Strom kostet also einschließlich des Transports an Land 20 bis 24 Cent/kWh. Mit Mehrwertsteuer sind es dann 24 bis 29 Cent/kWh.“

Der Windpark Riffgat belastet den Stromkunden mit 80 Millionen Euro pro Jahr. Das ist 1 Euro pro Einwohner. Doch das ist nur der Anfang:

„Nach den Plänen der Bundesregierung sollen die Offshore Kapazitäten auf 10.000 MW ausgebaut werden. Das ist 100- Mal mehr als Riffgat. Und jeder Einwohner in Deutschland wird dann mit hundert Euro Mehrkosten pro Jahr für Offshore Strom belastet. Davon erscheint etwa ein Drittel auf seiner Stromrechnung. Den Rest bezahlt er über höhere Preise für Waren und Dienstleistungen.“

Dadurch werde Offshore-Strom zum „größten Preistreiber in Deutschland“, sagte Heinrich Duepmann, Vorsitzender bei NAEB. Alle im Bundestag vertretenen Parteien unterstützen diese Preisentwicklung der Energiewende. Den Verbrauchern bleibt keine Alternative, als zu zahlen.

Kommentare

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  1. Johann Neppo sagt:

    Ich erlaube mir, ein kleines Gegenbeispiel darzustellen:
    Seit 4 Monaten haben wir Solarmodule auf dem Dach. Leistung: 50% des Haushaltsverbrauchs. Jeder, der sich mit dem System Photovoltaik beschäftigt hat, weiss, dass die „Vergütungen für Einspeisung“ sinken und demnächst ganz auslaufen. Jeder, der die Stromkostenentwicklung verfolgt, weiss, dass die „Bürger“ die subventionierten Kosten der „energieintensiven Wirtschaft“ mitfinanzieren. Auch das ist ein Grund, warum die Stromkosten steigen werden. Deshalb lohnt sich, allein wegen steigender Strompreise, der Verbrauch „selbsterzeugten“ Stroms aus der PV-Anlage. Nein?
    Ah, so istdas: damit sich es nicht lohnt, damit die Erträge/ Gewinne der Stromkonzerne nicht weiter sinken, damit Autarkie keine Realität wird, damit sich energiepolitisch Mündigkeit des Bürgers nur ja nicht durchsetzt – es könnte auf andere Bereiche abfärben – dürfen Selbstnutzer ihrer PV-Anlage nur maximal 70% selbst nutzen, den Rest MÜSSEN sie einspeisen. Umgekehrt: nur 70% des selbsterzeugten Stroms darf eingespeist werden, der Rest muss selbst verbraucht werden – oder pufft ab ins Nirwana. Gesetzeslage. Sagt aber keiner. Bekommt man erst serviert, wenn die Module bereits auf dem Dach sind und eine irgendwie vorhandene strukturierte Zwischenorganisation (meist der Großkonzerne) die „Verantwortung für die Verwaltung des selbsterzeugten Stroms aus PV-Anlage“ übernimmt – und dafür Geld kassiert. Sieht das Gesetz vor.

    Dafür werden neue Wechselrichter, getrennt laufende Zähler und lauter solch Scheiss eingerichtet. Effekt: Diejenigen, die mitverdienen, werden immer mehr. Es ginge natürlich auch so: macht die PV-Anlage Strom, läuft der Zähler (den wir immer hatten) rückwärts. Oder?

    Ich habe verstanden: Das System ist eine grandiose Geldmaschine für all diejenigen, die eigentlich mit der ökologischen Grundhaltung „Strom aus erneuerbaren Energien“ nix, aber auch gar nix am Hut haben.

    Trotz alledem: da die Preise für „Fremd“strom steigen, die für selbsterzeugten „gleich“ bleiben, ist die Differenz der Preise die „moralische, geschäftliche, und bürgerkritische“ Marge des Widerstandes.

    Ab Morgen schmeiß ich den Stromern in den Konzernen die Fenster ein.

    Offshore-Anlagen: wenn wir Deutsche uns nicht endlich aufraffen, zwischen unseren Doscounter-Preisralleys und Urlaubs-Mindestpreisen zu bewegen, werden wir irgendwann wie dumme Kälber (nur die wählen ihre Metzger selber) dastehen – oder darniederliegen.

  2. R. Schopf sagt:

    Das EEG ist eine perfekte Methode um Menschen und die Natur unter einem „grünen“ Deckmantel auszubeuten. Ignoriert werden in der Regel die immensen „Nebenkosten“
    die durch die „Erneuerbaren“ entstehen. Die Landschaftszerstörung, Gesundheitsschäden
    oder die Aushebelung der Arten- und Naturschutzgesetze haben Politiker, Windmüller und
    die übrigen windigen Lobbyisten von Anfang an unter den Teppich gekehrt. Die nüchternen Wissenschaftler des Instituts für Vogelforschung gehen von einem Vogelmassaker nie gekanngten Ausmasses durch Offshore Anlagen aus, weil der ostatlantische Vovgelzugweg über Nord- und Ostsee führt. Schon im Binnenland rechnen die Vogelforscher mit ca. 50 toten Vögeln pro Jahr und Anlage. das sind bei 23 000 Windrädern 1,15 Millionen tote Vögel Jahr für Jahr! Prof. Belamy von SAFE THE EAGELS INTERNATIONAL kommt nach Auswertung von weit über 100 Untersuchungen zu der
    Horrorzahl von 200 Vogeltoten und 400 toten Fledermäusen pro Jahr und Windmühle
    im Binnenland für realistischer. Das sind 4,6 Millionen tote Vögel und die doppelte
    Anzahl getöteter Fledermäuse pro Jahr! Was soll an solchen Massakern „Öko“ oder
    grün sein? Besonders erschreckend ist die erbarmungslose Kaltherzigkeit mit der die
    Windlobby ihre Interessen durchsetzt. Erschreckend auch, das die Umweltverbände
    vom NABU bis GREENPEACE alle mitmachen und sich an der Verdummung der
    Bevölkerung beteiligen.

  3. R. Schopf sagt:

    Das EEG ist eine perfekte Methode um Menschen und die Natur unter einem „grünen“ Deckmantel auszubeuten. Ignoriert werden in der Regel die immensen „Nebenkosten“
    die durch die „Erneuerbaren“ entstehen. Die Landschaftszerstörung, Gesundheitsschäden
    oder die Aushebelung der Arten- und Naturschutzgesetze haben Politiker, Windmüller und
    die übrigen wiindigen Lobbyisten von Anfang an unter den Teppich gekehrt. Die nüchternen Wissenschaftler des Instituts für Vogelforschung gehen von einem Vogelmassaker nie gekanngten Ausmasses durch Offshore Anlagen aus, weil der ostatlantische Vovgelzugweg über Nord- und Ostsee führt. Schon im Binnenland rechnen die Vogelforscher mit ca. 50 toten Vögeln pro Jahr und Anlage. das sind bei 23 000 Windrädern 1,15 tote Vögel Jahr für Jahr! Prof. Belamy von SAFE THE EAGELS INTERNATIONAL kommt nach Auswertung von weit über 100 Untersuchungen zu der
    Horrorzahl von 200 Vogeltoten und 400 toten Fledermäusen pro Jahr und Windmühle
    im Binnenland für realistischer. Das sind 4,6 Millionen tote Vögel und die doppelte
    Anzahl getöteter Fledermäuse pro Jahr! Was soll an solchen Massakern „Öko“ oder
    grün sein? Besonders erschreckend ist die erbarmungslose Kaltherzigkeit mit der die
    Windlobby ihre Interessen durchsetzt. Erschreckend auch, das die Umweltverbände
    vom NABU bis GREENPEACE alle mitmachen und sich an der Verdummung der
    Bevölkerung beteiligen.

  4. Hülsensack sagt:

    Und schon wieder muß man darauf verweisen, daß es immer genug Hurra-Brüller gibt, welche all diesen Krampf ohne Nachdenken als gut betrachten. Diejenigen, welche weiterdenken werden eben mitgeschröpft und bei Debatten niedergemacht, weil man eben keine andere Meinung zulassen will und wird.

  5. Greg sagt:

    Es wäre doch korrekt, wenn man erfahren würde, welche Grosskonzerne für ihre subventionierten Windparks die Kosten treiben – vielleicht „reibte“ sich dann mancher die Augen….!

    Lobbyarbeit ist einfach lo(l)hnend! …

  6. Beatmaster sagt:

    An die Redaktion: Schon mal was über OPPT/TOPPT gehört?

    eigentlich bräuchten wir überhaupt keine Steuern mehr zu bezahlen und das seit 25.12.2012
    http://revealthetruth.net/2013/02/21/der-one-peoples-public-trust-pfandet-rechtmasig-unternehmen-banken-und-regierungen-da-sie-sklaverei-und-private-geldsysteme-betreiben/
    …“
    Viele haben davon gehört … viele nicht. Wie am 25. Dezember 2012 öffentlich verkündet, wurde das System der Korporativen Regierungsherrschaft zwangsvollstreckt. Rechtmäßig zwangsvollstreckt … durch ihren eigenen Mechanismus. Die Herrschenden (the powers that be) sind nun die ehemaligen Herrschenden (powers that were). Alle Schulden sind getilgt, und Unternehmen – einschließlich aber nicht nur beschränkt auf unternehmenskontrollierte Regierungen und Banken – sind gepfändet.
    Sicher, sie werden weitermachen, uns an der Nase herumzuführen in der Hoffnung, dass wir mitspielen. Aber dank einer Reihe von UCC (Uniform Commercial Code)-Registrierungen, die vom One People’s Public Trust (auch OPPT) vorgenommen wurden, hat jeder nun die Wahl. Neue Rahmenbedingungen für eine soziale Staatsführung sind jetzt in Kraft; eine Tatsache, die durch die rechtmäßigen Rahmenbedingungen des unternehmenskontrollierten „Amtsvorgängers“ ratifiziert wurde.
    Anders ausgedrückt … WIR SIND FREI !!…“

    dadurch haben in der BRD Gmbh, sämtliche „Firmen“ wie das Amtsgericht, Finanzamt, GEZ, GEMA, Banken und Selbst die Polizei keine Legitimation mehr. Seit 1.1.2013 leben in D ca. 25.000 Einwohner die KEINE Steuern mehr Zahlen. Tendenz steigend. Aber das dürfen die Massenmedien ja nicht ausstrahlen denn der schlafende Michel darf nix davon mitkriegen.

    Wenn das Stimmt warum wird hier nicht davon berichtet?

  7. blinkeTitte sagt:

    Ja, die BRDler zahlen in ihrem Glauben an ihre vorgeblich Demokratie gern für alles und jeden…

  8. Wolfgang sagt:

    Ob die Offshore-Anlagen auch ordentlich abgeschrieben werden? Salzwasser zerfrisst Stahl mehrfach so schnell wie im Inland. Nach 10 Jahren kommt das Fiasko.