Einigkeit im TV-Duell: Die Euro-Rettung wird teuer

In der Frage der europäischen Schulden-Krise präsentierten sich Angela Merkel und Peer Steinbrück beim TV-Duell als große Koalition. Beide erwarten neue Milliarden-Zahlungen. Beide konnten nicht sagen, wie viel Geld die Euro-Rettung noch kosten wird.

Beim TV-Duell der Kanzlerkandidaten zeigten sich CDU-Chefin Angela Merkel und SDP-Spitzenkandidat Peer Steinbrück einig darüber, dass die Euro-Rettung weitere Milliarden kosten wird. Merkel sagte, dass es möglich sei, dass ein neues Rettungspaket für die griechischen Banken und zur Bezahlung der Staatsschulden von Griechenland möglich sei. Allerdings stehe die Höhe noch nicht fest. Merkel begrüßte in diesem Zusammenhang, dass die Zinsen für deutsche Staatsanleihen in den vergangenen Wochen gestiegen seien. Daran sei zu erkennen, dass die Euro-Zone stabilisiert wäre.

Steinbrück sagte, dass es weitere Zahlungen an Griechenland geben müsse. Deutschland habe mit dem Marshall-Plan und der Genehmigung der Wiedervereinigung durch die anderen europäischen Staaten so viel Unterstützung erhalten, dass es nun verpflichtet sei, den Banken Schuldenstaaten den anderen europäischen Staaten in einer schwierigen Lage retten. Steinbrück rechnet außerdem mit weiteren Zahlungen an die Banken in Portugal. Steinbrück begründete die Zustimmung der SPD zu den Milliarden-Zahlungen in die europäischen Rettungsfonds mit einer “europapolitischen Verantwortung”.

Steinbrück unterstrich, dass für künftige Bankenrettung die Sparer (wörtlich: “die Gläubiger”) herangzogen werden müssen.

Kommentare

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  1. SPD sagt:

    Der Marshallplan, offiziell European Recovery Program (kurz ERP) genannt, war ein großes Wirtschaftswiederaufbauprogramm der USA, das nach dem Zweiten Weltkrieg dem an den Folgen des Krieges leidenden Westeuropa zugutekam. Es bestand aus Krediten, Rohstoffen, Lebensmitteln und Waren.

    Das 12,4-Milliarden-Dollar-Programm wurde am 3. April 1948 vom Kongress der Vereinigten Staaten verabschiedet und am selben Tag von US-Präsident Harry S. Truman in Kraft gesetzt und sollte vier Jahre dauern. Im gesamten Zeitraum (1948–1952) leisteten die USA den bedürftigen Staaten der Organisation for European Economic Co-operation (OEEC) Hilfen im Wert von insgesamt 13,1 Milliarden Dollar (entspricht im Jahr 2007 rund 75 Milliarden Euro).

    ECA/MSA-Zuteilungen vom 1948 bis 1952 in Millionen Dollar
    Österreich 711,8
    Belgien und Luxemburg 555,5
    Dänemark 275,9
    Frankreich 2806,3
    Deutschland 1412,8
    Griechenland 693,9
    Island 29,8
    Irland 146,2
    Italien 1515
    Niederlande (ohne Indonesien) 977,3
    Norwegen 253,5
    Portugal 50,5
    Schweden 107,1
    Jugoslawien 159,3
    Türkei 242,5
    Vereinigtes Königreich 3442,8
    Triest 32,6
    Indonesien 101,4

    Steinbrück sagte, dass es weitere Zahlungen an Griechenland geben müsse. Deutschland habe mit dem Marshall-Plan so viel Unterstützung erhalten, dass es nun verpflichtet sei, den anderen europäischen Staaten in einer schwierigen Lage zu helfen.

    Steinbrück besuchte die altsprachliche Gelehrtenschule des Johanneums, die er wegen schlechter Noten in der Sekundarstufe I verlassen musste. Steinbrück wiederholte während seiner gesamten Schulzeit (1953 bis 1968) zweimal ein Schuljahr.

    Ich glaube nicht das Steinbrück weiß, wie viel die einzelnen Staaten aus dem Marshallplan bekommen haben, geschweige wer das Geld bereitgestellt hat.

  2. SPD sagt:

    Steinbrück sagte, dass es weitere Zahlungen an Griechenland geben müsse. Ich würde gerne wissen wie viel Steinbrück und auch andere Politiker die Griechenland retten wollen von ihrem eigenen Vermögen bzw. Gehalt nach Griechenland überweisen würden…

    Ich glaube es würden nicht viel zusammen kommen, maximal ein 4-stelliger Betrag.

    Aus diesem Grund AfD wählen!!!!

  3. maus sagt:

    Die Verantwortung haben Die Politiker erst einmal für Uns Das Volk ! Das EU Desaster wird dem Steuerzahler sehr sehr teuer zu stehen kommen ! Und nicht Sie können es nicht sagen ? Sondern Sie wollen es nicht sagen ! Jedenfalls nicht vor der Wahl ! Würden Unsere Politiker mit Ihrem Privatvermögen mit haften ,hätten Sie nie solche Entscheidungen getroffen wie Sie es bis heute getroffen haben ! Doch mit dem Geld der Steuerzahler da lässt es sich ja gut Wirtschaften ,vor allem wenn Sie bei allem Nie zu Rechenschaft gezogen werden ! Wenn es schief geht ist ja auch nur der dumme Bürger der dran glauben muss ! Sie ziehen sich zurück mit dicken Pensionen ! vielleicht ist ja auch eine Villa in Griechenland mit drin !

  4. G.N. sagt:

    Wer diese Parteien wählt ist selbst Schuld und wird die Folgen ertragen müssen. Leider werden die, die diese etablierten PARTEIEN NICHT WÄHLEN ebenfalls zu Opfern derjenigen, die die Abzocke durch Ihre unüberlegte Wahl begünstigen. „Pest oder Cholera“ hat keine Lösungskonzepte, die zur Problembewältigung weiterhelfen würden.

  5. Friedel Stumpf sagt:

    AfD wählen!!!!

  6. otto936 sagt:

    Immerhin ist er kein so verdruckster Lügner wie der 100000DM Mann. Lieber mit offenen Augen in den Abgrund 🙂