EU: Deutschland liegt bei Innovationen auf Platz zwei

Schweden, Deutschland, Irland und Luxemburg sind die innovativsten Länder der EU. Mit einem neuen Innovations-Indikator werden Länder identifiziert, in denen die EU Maßnahmen zur Förderung der Innovation ergriffen werden müssen. Die Länder mit den besten Werten erhalten keine Maßnahmen mehr.

Die Zahl der Patente und neuen Arbeitsplätze gehört zu den neuen Indikatoren, mit denen die EU die Innovationskraft eines Landes messen will. Der Anteil am internationalen Handel ist dafür ebenso maßgeblich. Deutschland gehört zusammen mit Schweden, Irland und Luxemburg zu den Ländern mit den meisten Innovationen.

„Um eine Führungsrolle in der Weltwirtschaft einzunehmen, muss die Europäische Union verstärkt großartige Ideen in erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen umsetzen. Auch müssen wir die besorgniserregende Innovationskluft schließen“, sagte Máire Geoghegan-Quinn, EU-Kommissarin für Forschung, Innovation und Wissenschaft.

Die Überarbeitung des Indikators sei notwendig, um herauszufinden, in welchen Ländern es Nachholbedarf gibt. „Der vorgeschlagene Indikator wird uns dabei helfen, unsere Innovationsleistung einzuschätzen und zu erkennen, welche Länder Maßnahmen ergreifen müssen“, sagte Geoghegan-Quinn.

Welche Maßnahmen das sein sollen und ob die EU-Fördermittel für Innovation, Forschung und Entwicklung nach den Ergebnissen aus den neuen Indikatoren vergeben werden, ist unklar. Die Schließung der Innovationskluft lässt jedoch vermuten, dass die Länder am unteren Ende der Skala von den neuen Messungen profitieren werden.

Für die Länder an der Spitze der Innovationsstatistik hat der Indikator keine Bedeutung. Sie haben einen hohen Anteil an wissensintensiven Wirtschaftszweigen, schnell wachsende innovative Unternehmen, viele Patentanmeldungen und wettbewerbsfähige Exporte. Bei ihnen besteht kein Handlungsbedarf seitens der EU.

Der Innovationsindikator setzt auf die technologische Innovation, gemessen an der Zahl der Patente. Er misst den Grad der Beschäftigung in wissensintensiven Bereichen. Außerdem untersucht er die Wettbewerbsfähigkeit wissensintensiver Güter und Dienstleistungen, indem der Beitrag von High-Tech und Medium-Tech-Produkten zur Wirtschaftsleistung eines Landes ermittelt wird.

Im Vergleich mit der Schweiz und Japan muss die EU noch aufholen. Mit den USA liegt sie bei der Innovationsleistung gleich auf. Dem Innovations-Report kann man entnehmen, dass innerhalb der EU selbst große Unterschiede in der Innovationskraft der Länder bestehen (siehe Grafik).

Die Strategie „Europa 2020“ will erreichen, dass die öffentlichen und privaten Investitionen für Forschung und Entwicklung (FuE) der Mitgliedstaaten auf einen Anteil von zusammengenommen drei Prozent des BIP verbessert werden.

Kommentare

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  1. nome sagt:

    „Die Zahl der Patente und neuen Arbeitsplätze gehört zu den neuen Indikatoren, mit denen die EU die Innovationskraft eines Landes messen will. “

    Die absolute Zahl oder bezogen auf 1000 Einwohner oder ähnlich?

    Weil wenn es sich um absolute ZThlen handelt, dann wäre die Bundesregierung noch weit schwachsinniger als ich annehme, denn wir kommen dann definitiv niemals in den Genuss der Förderungen!

    Aber da wir deutsche Bundesbürger nichts weiter als seelenlose, sprechende Bezahlwerkzeuge (im römischen Sinne) der Politiker sind, wird es sich um die absolute Zahl an Patenten handeln.

    Ich wünsche manches Mal, ich wäre ein Sado-Masochist, dann könnte ich die gegenwärtige Lage mit allen Sinnen genießen.

  2. c-nes sagt:

    Wieder so ne tolle sozialistische Idee, wer erfolgreich ist wird bestraft. Tolle EU