Spanische Rentner erhalten keinen Inflationsausgleich mehr

Die jährlichen Renten-Erhöhungen sollen ab 2014 nicht mehr automatisch an die Inflation gekoppelt sein. So will die spanische Regierung in zehn Jahren 33 Milliarden Euro einsparen. Das Renteneintrittsalter bleibt vorerst bei 65 Jahren.

In Spanien sollen die Renten künftig nicht mehr automatisch an die Inflation angepasst werden. Seit Jahren fordert die EU eine solche faktische Rentenkürzung. Premier Mariano Rajoy hatte sie bisher vermieden, um die 9 Millionen Rentner des Landes nicht gegen sich aufzubringen.

Rajoys Regierung wird die Rentenreform in den kommenden Wochen vorstellen und noch vor Jahresende durch das Parlament bringen. Für 2014 werden bereits Einsparungen in Höhe von 800 Millionen Euro erwartet, zitiert Reuters aus einem Dokument der spanischen Regierung. Innerhalb der kommenden zehn Jahre sollen 33 Milliarden Euro eingespart werden.

Mit den Rentenkürzungen soll der Druck von Spaniens Haushalt genommen werden, der eines der größten Defizite in der Eurozone aufweist. Für 2013 wird ein Defizit von 6,5 Prozent des BIP angestrebt.

„Seit Jahren stehen die Rentensysteme der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union vor verschiedenen Risiken, die die Machbarkeit und mittel- und langfristige finanzielle Tragfähigkeit infrage stellen – aus demografischen und wirtschaftlichen Gründen“, heißt es in dem Dokument. Dies habe zu neuen Lücken bei den Sozialsystemen geführt. Um das Rentensystem zu stabilisieren, sei es daher notwendig, neue Maßnahmen zu ergreifen.

Ab dem kommenden Jahr sollen die Rentenerhöhungen mit einer komplexen Formel berechnet werden, die unter anderem die Zahl der Rentner, die Finanzlage des Sozialsystems berücksichtigt. Die Renten sollen dabei um mindestens 0,25 Prozent pro Jahr steigen.

Ab 2019, acht Jahre früher als erwartet, wird die spanische Regierung einen sogenannten Nachhaltigkeitsfaktor verwenden. Aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung sollen künftige Rentenerhöhungen entsprechend begrenzt werden, so das Dokument.

Die Regierung hat allerdings noch nicht entschieden, die Erhöhung des Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahre zu beschleunigen. Im Jahre 2001 war beschlossen worden, das Eintrittsalter innerhalb von 15 Jahren zu erhöhen.

Kommentare

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  1. popper sagt:

    Wo man hinschaut in Europa. Wir haben in der Politik nur noch Deppen am Werk. Wenn man dann noch den Artikel von Schäuble in der FT liest. , das an Dummheit und Ignoranz nicht mehr zu überbieten ist, dann weiß man, warum in Europa und bald in Deutschland alles die Bach runter geht.

  2. maus sagt:

    Die EU fordert eine Rentenkürzung ! Wenn ich das schon höre ,könnte mir übel werden .Was haben den Asmussen und Draghi ,Lagarde und Merkel,Schäuble und der Mariano Rajoy an Pension`s Renten ? Die sind so hoch das Ihre Füße den Boden nicht berühren ! Ein Mensch der sein Leben lang hart gearbeitet hat und heute schon kaum mit seiner kargen Rente über die Runden kommt,dem wollen Sie weiter schröpfen , das ein Lebensabend in Würde kaum mehr möglich ist ! Schon heute sind viele Alte zu Flaschensammler geworden oder versuchen sich mit Zeitungsverkauf über die Runden zu bringen ! Die EU wollen alle Alten zu Sozial Bettler machen !

    http://www.rp-online.de /armut-im-alter-risiko-höher-als-gedacht

    • capferrat sagt:

      EU=Europäischer Untergang. Island stieg aus den Beitrittsverhandlungen aus=ein Licht am Rand dieses politischen Malochs. Der EURO ist die Monopolywährung dieses Untergangs. Untergang europäischer Kulturgeschichte in ihrer Vielfalt und eine bodenlos freche weil nicht demokratisch legitimierte Gleichmacherei über alle Nationen hinweg (alle Bürger: EU-Ausweis, nicht „Reisepass der Republik…“!!) sind „Weltbürger“ – ach wie toll!!…sie sind defacto: ENTRECHTET! Dann sollen ALLE bitte ein digitales Konto haben – damit Schäuble & Co zypriotisch, wie Schäuble auch im Mai 2013 ganz selbstverständlich bestätigte am besten an einem Freitag zum Wochenende, sicher nach der Wahl 2013 darauf zugreifen können! Nun kommt noch SEPA mit IBAN und BIC, das macht den zentralistischen Zugriff noch einfacher. Vertrauenswürdig! So kann Wachstum entstehen. Aber das soll ja garnicht sein. 60% der Bevölkerung sollen 2030 verarmt sein und bangladeshi-sch in Wellblechhütten-Ghettos leben, ohne Strom weil privatisiert zu teuer…ausgehungert sollen sie sein. Den Rest kann man sehr gut kontrollieren. Alternativlos wird dieser Weg an die Wand, diese durch die Wucht der Eliten nieder gefahren. Für den Einen ist die Wand Hartz-4, den anderen seine Dividenden, den Dritten sind es Mindestrenten, die SICHER sind… für den niedersten Diener sind es Hungerlöhne. Europa braucht den EURO nicht sondern die USA, die sich nun mehr und mehr abschottenden (IWF) Feudalisten in Brüssel, die INVESTOREN und die NWO brauchen den EURO um ihn 1:1 zum USD zu inflationieren. Um Europa, das solange die anderen Kontinente wie über GB etwa durch Tee Indien, Asien, dann Lateinamerika ausbeutete: auszupressen, mürbe und arm zu machen.

      http://pravdatvcom.wordpress.com/2013/05/30/weltbank-insider-packt-aus-uber-korruption-und-die-federal-reserve/

  3. Polit- und Bank Gangster - ab in den Knast ! sagt:

    Renten mit Inflationsausgleich? In welcher Welt leben die denn? Bei uns gab’s
    als Wessi 0,25% ab Juli heuer. Bei einer Durchschnittsrente kommt man so
    auf immerhin 2,30 Euro/Monat. Die Inflation beträgt aber ca 5-8% p.a. das Ver-
    schicken des neuen Rentenbescheids war teurer und verwaltungsmäßig hat
    es Millionen gekostet, wir leben ja auch im Wirtschaftswunderland Deutsch-
    land. „Gemeinsam erfolgreich“ sagt die Mutti, die Inflationszahlen werden aus
    der untersten Lügenschublade gezogen,“ die Rente war sicher“ plakatiert die
    AfD, Recht hat sie!