Aldi: Azubis wurden schwer misshandelt

Bei Aldi ist es zu einem besonders schweren Fall der Misshandlung von Mitarbeitern gekommen. Azubis wurden an einen Pfosten gefesselt und mit Farbstiften beschmiert. Das Unternehmen bestätigte die Vorfälle und zeigte sich unwissend.

Bei Aldi-Süd ist es zu schwerwiegenden Menschenechts-Verletzungen gekommen. Ein Aldi-Sprecher bestätigte am Samstag im Kern einen Bericht des Spiegel.

Der stellvertretender Bereichsleiter des Zentrallagers bei Aldi-Süd hat die Misshandlung und Demütigung von Auszubildenden angeordnet. Azubis wurden als Maßregelung an einen Pfosten gefesselt. Bei dem offenbar als Pranger gedachten Ritual wurden die Azubis dann mit farbigen Filzstiften im Gesicht beschmiert. Das berichtet der Spiegel und beruft sich dabei auf die Aussagen eines ehemaligen Aldi Managers.

Mehrere Auszubildende äußern sich in einem demnächst erscheinenden Buch des Ex-Aldi-Managers Andreas Straub zu den Taten. Ein Azubi beschreibt, die Fesseln seien so stark gespannt gewesen, „dass ich kaum mehr atmen konnte”. Danach sei er mit einem Edding im Gesicht geschmiert worden. Die Aktion geschah unter der Aufsicht der Vorgesetzten.

Zusätzlich wurde die Tat auf Foto und Video festgehalten. Sequenzen seien sogar kurzzeitig auf Facebook zu sehen gewesen. Aus Angst vor einer Kündigung haben die Azubis davon abgesehen, Strafanzeige zu erstatten.

Zusätzlich wurden Drohungen ausgesprochen, bei weiterem Fehlverhalten bei minus 20 Grad ins Tiefkühlanteil gesperrt zu werden.

Bei Aldi-Süd will niemand aus dem Management von den Vorfällen gewusst haben.

Wie immer bei solchen Skandalen wird die Rede nun von durchgeknallten Einzeltätern sein, von denen sich das ansonsten durch und durch moralische Unternehmen auf das Schärfste distanziert.

Vielleicht fragt sich Herr Karl Hans Albrecht, der mit Aldi zum reichsten Mann Deutschlands geworden ist (Vermögen 20 Milliarden Euro), ob er seinen Reichtum nicht auf einer Un-Kultur der Ausbeutung gebaut haben, in der solche Auswüchse kein Zufall, sondern die logische Folge eines nicht nachhaltigen Geschäftsmodells sind. Sein Bruder Theo ist vor einiger Zeit verstorben, daher können sich seine Erben vielleicht bei der nächsten Vermögens-Planungs-Sitzung mit dieser Frage beschäftigen.

Kommentare

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  1. Bundt, Wolfgang sagt:

    Das Schweigen ist das schlimmste!
    Es wird natürlich weiter heftig bei ALDI-Süd gekauft!
    Bis zum nächsten Skandal.
    Weiter so

  2. hugin sagt:

    SOFORT EIN VERFAHREN GEGEN DIE VERANTWORTLICHEN !
    Bei Beschimpfung eies Ausländers wir man nach denm „Anti-Dikriminierungs-Gesetz“ belangt. Offenbar ist ein Azubi weniger schützenswert, als ein Asylant !

    • Viggebob sagt:

      aha, zeig mir mal, wo die ganzen bösen Asylanten, die alles umsonst kriegen und denen es ja scheinbar so gut geht, arbeiten dürfen.
      Diese Asylantenhatz überall, einfach absurd und nur als Katalysator gedacht für zukünftige Nazipläne, wird lustig, ach isses eigentlich SSchon, das beste KZ ist jenes, das niemand erkennen kann, weil es z.B. zu groß ist, oder einen vollständig umgibt wodurch man wahrlich schwer einen Unterschied zu einer Umgebung erkennen kann, oder alle sogar drin leben wollen, weil ihnen jemand das ganze Leben lang den Mund danach saftig macht, oder oder…

  3. maus sagt:

    Abartig ! Doch leider auch kein einzelfall ! In vielen Betrieben sind Demütigungen und Mobbing an der Tagesordnung ! Wer sich da nicht durchsetzen kann und ein dickes Fell hat ist auf verlorennen Posten ! Sowohl Vorgesetzte als auch Kollegen mobben und Demütigen in Betrieben ,andere Kollegen helfen selten weil Sie Angst haben die nächsten zu sein ! Zivilcorage und mehr Zusammenhalt ist mehr gefragt als je zuvor in unserer heutigen Zeit !

  4. Stefan Wehmeier sagt:

    Die durch die nach wie vor fehlerhafte Geld- und Bodenordnung mittlerweile verursachte Ungerechtigkeit lässt sich genau beziffern und beträgt allein in Deutschland zurzeit 550 Mrd. € pro Jahr, mit der die deutsche Volkswirtschaft aufgrund der Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz belastet wird, was einem durchschnittlichen Nettolohnverzicht von 1200 € monatlich für die arbeitende Bevölkerung (Zinsverlierer) entspricht. So muss jeder deutsche Arbeitnehmer allein an die beiden reichsten Deutschen, die Gebrüder Albrecht, durchschnittlich 40 € pro Jahr bezahlen (heutiger Zinsanteil in allen Produktpreisen ca. 33 %), auch wenn niemand bei ALDI einkauft! Natürlich können die Gebrüder Albrecht, die für ihre etwa 1,5 Mrd. € Zinsen (leistungsloses Kapitaleinkommen) pro Jahr keine Arbeitsleistung erbringen, nichts dafür. Sie waren einfach nur sehr erfolgreiche Unternehmer in einer a priori ungerechten Wirtschaft, die es heute „nicht mehr nötig haben“.

    Was wir allerdings dringend nötig haben, ist die Natürliche Wirtschaftsordnung als definitiv einzige und letzte Möglichkeit, die gegenwärtige Weltwirtschaftskrise zu überwinden…

    http://www.deweles.de/files/2010_gsm.pdf

    Der Text wurde ursprünglich 2009 verfasst, und im April 2010 habe ich nur die Anzahl der verhungerten Kinder (damals 13 Mio, heute über 50 Mio) aktualisiert, die aufgrund der globalen Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz noch sterben mussten, nachdem der Vatikan bereits im Januar 2009 darüber informiert worden war, dass die „Frucht vom Baum der Erkenntnis“ der Urzins ist und der „Himmel auf Erden“ die Natürliche Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft).

    2009 war noch nicht abzusehen, dass die „hohe Politik“ so wahnsinnig sein würde, das Elend durch exorbitante Erhöhungen der Staatsverschuldungen und enorme Geldmengenausweitungen bis heute hinauszuzögern. Der bevorstehende, endgültige Zusammenbruch der Weltwirtschaft wird dadurch umso katastrophaler werden – was aber offensichtlich erforderlich ist, um den Dummköpfen der politischen Seifenoper die völlige Sinnlosigkeit ihrer bisherigen Aktionen bewusst zu machen:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/10/politik-und-religion.html