Offizielle Arbeitslosigkeit steigt wieder

Im September ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vorjahr um 61.000 gestiegen. Auch die Zahl der Unterbeschäftigten hat zugenommen. Das größte Problem: Es gibt immer weniger Stellen. Selbst die Billigarbeitsplätze sind in Gefahr.

Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich im September verschlechtert. Saisonbereinigt stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum August und 25.000 und im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 61.000, wie die offizielle Statistik der Bundesagentur für Arbeit zeigt. Gleichzeitig ist auch die Zahl der freien Stellen zurückgegangen. Mit 446.000 bei der Bundesagentur gemeldeten Arbeitsstellen war dies im September ein Rückgang um 39.000 im Vergleich zum Vorjahr.

Zusätzlich zu der saisonbereinigt gestiegenen Zahl der Arbeitslosen ist auch die Zahl der Unterbeschäftigten ohne Kurzarbeit gegenüber dem Vorjahr gestiegen: um etwa 7.000 auf 3,793 Millionen. Und gegenüber August nahm auch die Zahl der „Teilnehme an ausgewählten Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik“ zu.  Diese kletterte von 783.547 auf 800.280.

Vor allem für die älteren Menschen wird es zunehmend schwieriger, sich auf dem Arbeitsmarkt zu halten. Während die Zahl der Arbeitslosen zwischen 15 und 25 Jahren leicht zurückging, stieg die Zahl der über 50 –Jährigen gegenüber dem Vorjahr um mehr als 32.000 Arbeitslose an.

Kommentare

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  1. WolfThom sagt:

    Die tatsächlichen Arbeitsmarktzahlen April 2013

    Dienstag, 30. April 2013 Julie

    Die wirtschaftliche und soziale Lage in Deutschland – April 2013

    Nahezu alle sprechen vom robusten Arbeitsmarkt aber 7.130.819 Personen erhalten Transferleistungen ALGI/ALGII oder Sozialgeld.

    Quelle: Via eMail an “Politik im Spiegel”

    Jeder darf diesen Bericht unter Hinweis auf die Autorin frei verwenden

    http://politik-im-spiegel.de/die-tatschlichen-arbeitsmarktzahlen-april-2013/

  2. maus sagt:

    Unsere Regierung,und die Presse Popandagieren ja immer mit den Nachrichten wie Toll unser Wirtschafliches Wachstum ist,und wie gut es uns geht,und wie stabil unsere Währung ist.Laden alle in der EU ein nach Deutschland zu kommen und zu Arbeiten!Und die Menschen die in Ihrem Land keine Perspektive haben kommen,und die Industrie hat billige Arbeitskräfte ,kann die Löhne auf Dumping Status drücken und die Deutschen werden gleich mit eingebunden .Entweder Ihr arbeitet für dies und das ,tut dies und das oder wir nehmen uns andere die es tun ! Die Preise und Kosten steigen seit der Euro einführung stehtig an.Die Löhne aber werden gedrückt .Die Firmen lassen im Ausland Poduzieren,streichen immer mehr Jobs ,und statt Einstellungen nehmen Sie Zeitarbeiter!
    Die Probleme werden runtergeredet und mit Unfassbaren Behauptungen wie schön das ja alles ist unter das Volk verbreitet .Irgendwann wird das ganze System das auf eine Vorgegebene Wahrnehmung aufgebaut ist zusammenbrechen !

  3. Falke sagt:

    Eine Sache, die jetzt das Problem der Arbeitslosigkeit nicht löst, aber doch damiit zusammenhängt, ist die Existenz eines „Arbeitsmarktes“. Kaum jemand nimmt heute überhaupt noch Anstoß daran. „Arbeitsmarkt“ bedeutet ja, dass Einkommen suchende Menschen ihre Arbeitskraft wie eine Ware auf dem Markt zum Verkauf gegen anbieten müssen.

    „Der Mensch kann seine Arbeitskraft aber nicht von sich loslösen, verkaufen und selbst zu Hause bleiben. Sie ist ja ein Teil von ihm, ein Ausdruck seiner Fähigkeiten, seiner Gefühle und seiner Willenskraft. Muss er seine Arbeitskraft verkaufen, muss er sich selber insoweit mitverkaufen – zu den Bedingungen und zu dem Preis, die am Markt herrschen. Ihr Preis ist das „Arbeitsentgelt“, also Lohn oder Gehalt. Nach den Marktgesetzen ist der Preis umso niedriger, je mehr das Angebot an Arbeitsleistungen die Nachfrage übersteigt. Dies ist in der immer weiter fortschreitenden Automatisierung die Regel und wird sich, bis auf wenige Ausnahmen, im derzeitigen Wirtschaftssystem nicht ändern, sondern weiter zunehmen.

    Das übergroße Angebot an „Arbeitskräften“ hat gegenüber der prinzipiell weiter abnehmenden Nachfrage zu einer ungeheuren Ausbeutung der „Arbeitnehmer“, die eigentlich „Arbeit-geber“ heißen müssten, geführt. Das sind rund neunzig Prozent der Erwerbstätigen. Aus Sorge um den notwendigen Lebensunterhalt für sich und ihre Familien sind sie gezwungen, sich als Ware behandeln zu lassen und sich mit ihrer Arbeitskraft zu immer unwürdigeren Bedingungen und Löhnen zum Verkauf anzubieten. In ihrer Not müssen sie vielfach eine Arbeit akzeptieren, die sie moralisch eigentlich ablehnen, sei es z. B. in der Produktion von Umweltgiften, in der chemischen Industrie oder in der Waffenproduktion. …

    Der moderne „Arbeitsmarkt“ ist der Nachfolger des früheren Sklavenmarktes, auf dem entrechtete Menschen wie Tiere verkauft und gekauft wurden. Der Arbeitssklave der Gegenwart wird zwar nicht in seiner ganzen Persönlichkeit als rechtlose Ware betrachtet, aber insoweit er sich mit seiner Arbeitskraft zu weitgehend diktierten Bedingungen verkaufen muss, befindet er sich in einer sklavengleichen Lage.“

    Vgl. den lesenswerten Artikel: http://fassadenkratzer.wordpress.com/2013/09/27/arbeitsmarkt-der-mensch-als-ware/

  4. effe sagt:

    Pünktlich nach der Wahl

    Ist schon komisch, oder?

  5. Toni-Ketzer sagt:

    „In Deutschland gibt es überhaupt keine Arbeitslose“, Basta!
    Diese willkürliche Behauptung käme der Realität näher, als jene Lüge von nur ca.3Mill verfügbares Menschenmaterial. Tatsächlich schlagen sich weit mehr als 20Mio.Mitbürger perspektivlos, irgendwie „sinnlos“ durch.
    Es ist immer wieder zum Kotzen, wenn die diktierten Lügen seitens der Medien, zugunsten der Staatspropaganda gebetsmühlenartig wiederholt werden. Es ist vergleichbar wie eine Sau welche immer wieder aufs neue durch das Dorf gejagt wird. Dieses geschieht nach dem Motto; wiederholt man Lügen oft genug, dann werden diese Gegenwärtig wie jene sinnbildliche Sau welche somit auch zum Gegenstand wird. Ist dieser Status einmal erreicht, müssen Lügengebilde aufgrund dessen, „eben darum“ als gegenwärtige Wahrheit angenommen werden. Die Schreiberlinge wissen genau, das der dt.Mitbürger sich wenig mit der Realität auseinander setzen kann. Dazu fehlt es an fundierten Wissen, an Informationsmöglichkeit und an Möglichkeiten „Wissen“ mitzuteilen. Ob ich das hier nun schreibe, oder irgendwo in China ein Sack Reis platzt, dürfte nicht einmal die Redaktion seitens DWN stören.

  6. popper sagt:

    Wir haben verantwortungslose Politiker und Unternehmer, die in ihrem fehlgeleiteten ideologischen Wahn immer noch glauben, niedrige Löhne schafften Arbeitsplätze und Investitionen. Verstehen aber nicht oder wollen nicht verstehen, dass ohne hohe Löhne keine ausreichende Nachfrage entstehen kann. Nur hohe Löhne garantieren Spar-und wirtschaftlichen Erfolg.

  7. eze sagt:

    Das gehört zum Rüstzeug der Finanzelite: immer weniger Jobs, immer weniger Leute arbeiten für drei bis vier Menschen. Hier werden die Menschen als erstes sozial ausgeschieden, eine Kläranlage ihrer lebendigen Existenz finden sie nicht mehr. Sie kommen nirgendwo mehr unter, verschwinden vom Bildschirm der Gesellschaft. Das ist der subtile Aushungerungsweg der Finanzelite, irgendwann wiederholt Murksel dann, dass die Investoren ausblieben und damit jede finanzielle Grundlage für Sozialleistungen. Bürgerkrieg naht. Revolution im Anmarsch, derzeit aber noch tief verschlafen, sich windend im geistigen Nichts.

  8. Alexander Klar sagt:

    Das gehört zum System: Kosten drücken, Arbeitsplätze streichen oder ggf. dorthin verlagern, wo es billiger ist. Wenn das System nicht gefällt: warum leben es dann noch so viele Menschen? -> Weil sie es gewohnt sind und ständig darin bestärkt werden, dass sie es tun sollen. Sie lernen es schon in der Schule, wie sie die besten Noten bekommen, um ihre Eltern glücklich zu machen.

    Die Masse der Menschen ist so stark damit beschäftigt, die sog. „Norm“ zu erfüllen, dass sie die gar nicht mehr in Frage stellt. Sonst würden vielleicht viel mehr Menschen merken: diese Norm nützt ihnen immer weniger. U.A.: weil sie die Menschen gegeneinander ausspielt, zu Gunsten eines lachenden Dritten. Das „Ausgespielt werden“ funktioniert nur, weil zu viele Menschen im primitiven Egoismus denken: „Hauptsache mir geht es gut!“ (=> und für das eigene Wohl bereit sind, das Wohl anderer Menschen zu opfern).