Neues EU-Projekt unterstützt Forschung mit Milliarden

Ab 2014 stellt die EU mehr als 70 Milliarden Euro für Forschungen bereit. Spitzenforschern soll so die Arbeit erleichtert werden, Ergebnisse sollen schneller in Produkte und Dienstleistungen umgewandelt werden.

Nach jahrelanger Vorbereitung tritt ab dem 1. Januar 2014 ein neues EU-Förderprogramm in Kraft. Erstmals werden mit „Horizont 2020“ EU-Forschung und Innovation in einem einzigen Programm zusammengefasst. Dies soll Wirtschaft und Beschäftigung ankurbeln. Zu diesem Zweck werden Förderungen der gesamten Innovationskette – also von Grundlagenforschung bis hin zu Entwicklung und Anwendung – unternommen. Mit mehr als 70 Milliarden Euro ist Horizont 2020 das weltweit finanzstärkste Forschungsförderprogramm.

Mit Einführung von Horizont 2020 will die EU ab kommendem Jahr Wissenschaftlern den Zugang zu Forschungsgeldern erleichtern. So soll die Zeitspanne zwischen Antragstellung und Auszahlung der Fördermittel um 100 Tage gekürzt werden.  Forschungsergebnisse sollen schneller die Marktreife erhalten, innovative Produkte das Leben vereinfachen und neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen, wie die EU mitteilt.

Durch den geplanten Bürokratieabbau sollen Universitäten, Forschungszentren und Unternehmen ermutigt werden, enger zusammenzuarbeiten und so ein europäisches Wirtschaftsdreieck zu bilden. Dies wiederum soll Europas weltweite Wettbewerbsfähigkeit stärken. Obwohl die Europäische Union in vielen Technologien führend ist, wächst die Konkurrenz durch traditionelle Wirtschaftsmächte sowie durch Schwellenländer.

Wie der Name des Programms verrät, sollen mit der Förderung bis zum Jahr 2020 drei Kernziele erreicht werden. Erstes Ziel ist, die weltweit führende Stellung der EU in der Wissenschaft zu erhalten. Dazu wird das Budget des Europäischen Forschungsrates (ERC) um 77 Prozent aufgestockt. Insgesamt wird dieser Bereich nun mit 24,6 Milliarden Euro unterstützt.

Zweitens soll die industrielle Führung erhalten bleiben. Dazu gehört die Förderung von Schlüsseltechnologien. Ebenfalls erhalten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einen leichteren Zugang zu Kapital. Um dieses Ziel zu erreichen werden 17,9 Milliarden Euro bereitgestellt.

Als drittes Ziel sollen wichtige europäische Gesellschaftsfragen beantwortet werden, teilt die EU in der Aussendung mit. Eingeteilt sind die in sechs Bereiche unter anderem Gesundheit, demografischer Wandel und Energieeffizienz. Für die Erforschung dieser Aufgaben stellt die EU 31,7 Milliarden Euro zur Verfügung.

In sechs Jahren, wenn das Projekt zu Ende geht, wird sich zeigen, ob die milliardenfachen Investitionen einen europäischen Binnenmarkt für Wissen, Forschung und Innovation ermöglicht haben.

Kommentare

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  1. maus sagt:

    70 Milliarden Foschungsgelder für die EU ! Und natürlich vom Steuerzahler finnanziert !
    Monsanto vieleicht mit seinen Gieft und Genen zu Unterstützen ? Oder Pharmakonzerne die neue Mittel an Ratten (Menschen) in der Feldforschung erforschen ?
    Also bis jetzt ist nicht gutes dabei herausgekommen !
    Wie währe es statt dessen mal mehr für den Verbraucherschutz zu tun ! Reduzierung der Pestiziede in und auf Lebensmittel ! Oder Gen freie Nahrungsmittel zu fördern ! Eine Tierartgerechte Haltung bei Nutztieren ! Und vermeidung von giftigen Zusatzstoffe in Unseren Nahrungsmittel !