Kampf gegen Arbeitslosigkeit: Frankreich will Schließung von Fabriken per Gesetz stoppen

Das französische Parlament hat ein Gesetz erlassen, dass die Schließung von profitablen Fabriken verhindern soll. Pro entlassenem Mitarbeiter drohen nun dem Unternehmen Strafen in Höhe des 20-fachen des Mindestlohnes von 1430 Euro.

Um der steigenden Arbeitslosigkeit den Kampf anzusagen, ergreift das französische Parlament nun ungewöhnliche Schritte. Am Dienstag stimmte das Parlament für ein Gesetz, dass das Fabrikschließen in Frankreich stoppen soll. Demnach drohen Unternehmen Strafen, wenn sie eine rentable Fabrik einfach dichtmachen. Allerdings könnte das neue Gesetz durchaus viele neue Investoren abschrecken.

So müssen Unternehmen mit mehr als 1.000 Angestellten drei Monate lang intensiv nach einem Käufer für die rentable Fabrik suchen, so Reuters. Schließt das Unternehmen die Fabrik aber, ohne intensiv nach einem Käufer gesucht zu haben, wird es teuer. Pro entlassenem Arbeitnehmer drohen dem Unternehmen dann Strafen in Höhe des 20-fachen des Mindestlohns. Dieser liegt bei 1.430 Euro.

Nach der Zustimmung im Parlament müssen nun noch der Senat und im Anschluss die von Hollandes Partei kontrollierte Nationalversammlung dem so genannten Florange-Gesetz zustimmen. Das Gesetz ist benannt nach dem Stahlwerk Florange. Hollande und der französische Finanzminister Moscovici hatten vergeblich versucht, ArcelorMittal von einer Schließung des Werks abzuhalten (hier).

Hollande kann die Einlösung dieses Wahlversprechens gut gebrauchen. Seine Umfragewerte liegen noch immer im Keller. Die Arbeitslosigkeit in Frankreich liegt bei über zehn Prozent. Im zweiten Quartal schaffte es die französische Wirtschaft mit einem BIP-Wachstum von 0,5 Prozent wieder aus der Rezession. Das größte BIP-Wachstum seit 15 Monaten.

Kommentare

Dieser Artikel hat 6 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. Martin sagt:

    Hollande ist wohl verrückt geworden! Oder kämpft er ums Überleben!

  2. syssifus sagt:

    Einfach nur ein sozialistischer Traumtänzer.Meine Sparrate stieg auch um 300% .Ich konnte 30€ zur Seite legen und nicht nur 10€,wie im letzten Monat.

  3. Eddi sagt:

    Mindestlohn 1430€, davon träumt der deutsche Arbeitnehmer.

  4. maus sagt:

    Ob das eine Lösung ist ? bezweifle ich ! Die Firmen werden andere Lösungen finden ,und neue Firmen werden auf andere EU Länder ausweichen .Wie Amazon in Deutschland .
    Das Problem das sich die Moral geändert hat .Provit und Gier stehen an erster stelle,zudem ist der Arbeitnehmer nur noch eine Nummer,ein Kostenfaktor in den Billanzen ! Das ganze System muß sich ändern ! Wir sehen es auch an der EU ,da zählt nur noch die Bankenrettung .Wer denkt da schon an das Volk ? Die bekommen nur die Kosten dafür aufgedrückt ! Rentenalter rauf,Rentenkürzungen,höhere Steuern , Löhne runter ,alles was Sie tun trift das Volk ! Banken die Geld verzocken werden nicht belangt .Kein Wunder wenn alle so denken „nach mir die Sinflut “ Wer denkt überhaubt noch an
    sein Land ,an die Leute die dord leben ? Unsere Politiker ? Die Firmenchefs ? Die Banken ? Die Länder der EU gehen vor die Hunde ,und mit Ihnen das Volk !

  5. T.Körner sagt:

    Ja die Franzosen aber wer soll den das 20 fache bezahlen doch nicht etwa die Firmen . Eher doch die hinterm Rhein wohnenden Steuerzahler und das Arbeitslosengeld zahlen die auch gleich mit so der grundgedanke des Franzosens