Währungskurs-Manipulation: Banken schädigen gezielt die Anleger

Immer mehr Manipulationen von Währungskursen kommen ans Licht. Seit Jahrzehnten streichen die Banken Milliarden ein durch Wetten gegen ihre eigenen Auftraggeber. Den Nachteil tragen immer die Anleger, die den Banken ihr Vermögen anvertrauen.

Nachdem die UBS zwei Banker entlassen hat, kommen immer mehr Details über den manipulierten Devisenhandel zum Vorschein. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht leitete daraufhin Untersuchungen gegen mehrere Schweizer Finanzinstitute ein. Besonders die UBS und Credit Suisse scheinen tief in den Skandal verwickelt.

Offenbar tauschen sich die Banker über Chat-Nachrichten über ihre Kaufs- und Verkaufsaufträge aus und stimmen Handelsstrategien miteinander ab, bevor sie gezielt gegen ihre Kunden wetten, berichtet der Tagesanzeiger.

Indexfonds sind den Banken besonders ausgeliefert, weil diese jeden Tag eine Vielzahl großer Devisenkäufe und -verkäufe in Auftrag geben müssen. Kurz vor 16 Uhr beginnt die heiße Phase der Manipulation. Da die Banker wissen, dass ihre Kunden kurz vor dem Schlusskurs große Aufträge abgeben und wetten im Vorfeld gegen die Währung, in der sie selbst handeln (der genaue Vorgang ist hier beschrieben).

Obwohl der Kurs der Währung nur um einen Bruchteil eines Prozentpunktes manipuliert wird, summieren sich die Gewinne für die Bank bei großen Aufträgen in den sechs-stelligen Bereich. Auf 10 Milliarden Dollar verkaufte Devisen summiert sich der Gewinn der Bank auf 500 Millionen Dollar, die eigentlich den Anlegern zustehen.

Manipulationen von Wechselkursen sind nichts Neues. Bereits im Juni brachen Insider das Schweigen. Seit Jahrzehnten wetten Banken gegen die eigenen Kunden. Die Manipulation des Interbanken-Zinssatzes Libor war nur der Anfang.

Kommentare

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  1. maus sagt:

    Die Banken verzocken Geld,wir müßen für die Bankenrettung herhalten .Das ganze EU Desaster ist ein einziger Sumpf aus Manipulation,betrügereien,und Korruption ! Unsere Politiker nur noch die Marionetten der Finnanzhaie aus Brüssel ! Man glaubt das man in einem schlechten Film gelandet ist ! Pressezensur.Überwachung. Bevormundung ,nehmen immer mehr zu ! Sie sagen uns was wir essen sollen (Monsanto mit gift und genen) Sie sagen uns welche Medikamente wir zu uns nehmen sollen ( Hochkriminelle WHO ) Überwachung wird uns in der Verpackung als Sicherheit Verkauft z.B. Das Handy mit Fingerabdruck und Ordnungssystem oder Fingerabdruck Check-karte oder Perso ,und wir zahlen auch noch dafür ?! Es ist langsam an der Zeit das es reicht ! Wir sollten nicht alles mitmachen was Sie uns aufhalsen wollen ! Und den Banken erst recht nicht vertrauen ! http://www.Focusonline.de/wie sich goldman sachs die welt untertan macht

  2. Thomas Ziehe sagt:

    Das geht noch viel weiter. Wenn sie Aktien im Euroraum kaufen und bezahlen in Franken erhalten sie einen extrem schlechten Kurs, der weit unter dem schlechtesten Tagestiefstand liegt. Das hatt mich mal fast 1000 Euro gekostet. Auf meinen Hinweis hin, das dieser genannte Kurs NIE zustande kam bekamm ich gar keine Antwort.

  3. H Vockrodt sagt:

    Banken wetten immer gegen ihre Kunden. Seit Jahrzehnten. Als ich noch bei der CSFB war, wurde ich einmal zum Handelschef zitiert wg. möglichem „front running“ (was auch stimmte). Zu meiner Erleichterung erklärte mir mein Chef, dass da nichts Anrüchiges dran ist, weil ich ja eigentlich nur „liquidity“ in einem andererseits illequiden Markt bereitstelle. Happy days! (…war so 1988 oder so)