Landwirtschaft: Umweltfreundliche Alternative zu Pestiziden und Düngemitteln gefunden

Irischen Wissenschaftlern gelingt nach jahrelanger Forschung ein Durchbruch im Bereich der Agrarwissenschaft. Demnach erhöht mit Radiowellen behandeltes Wasser die Resistenz von Pflanzen und steigert deren Wachstum. Dadurch konnte der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden drastisch gesenkt werden.

Einer Gruppe von Wissenschaftlern der Limerick Universität in Irland ist ein Durchbruch auf dem Gebiet der Agrarwissenschaften gelungen. Sie fanden heraus, dass durch Radiowellen behandeltes Wasser positive Effekte auf die Keimzeit, das Wachstum und die Resistenz von Pflanzen hat.

Die Methode ist das Ergebnis von mehr als 15 Jahren Forschungsarbeit, an der neben Agrarwissenschaftlern auch Biologen und Chemiker beteiligt waren. Einer der beteiligten Wissenschaftler war der Chemiker Dr. JJ Leahy. Seine Aufgabe war es herauszufinden, welche physischen Effekte die Radiowellen auf die Struktur des Wassers hatten.

„Wir konnten ganz klar nachweisen, dass die Behandlung mit Radiowellen physische Effekte auf die Struktur des Wassers hatte. Diese Arbeit habe ich in einem Fachjournal veröffentlicht, woraufhin sie auch von mehreren Kollegen verifiziert wurde. Allerdings ist dies mittlerweile schon mehr als zehn Jahre her. Nach mir haben – meines Wissens nach – noch mindestens sechs weitere Chemiker Arbeiten zu diesem Thema veröffentlicht.“, so Leahy in einem Gespräch mit den DMN.

Darüber hinaus bindet das behandelte Wasser vermehrt Stickstoff aus der Umgebungsluft in Form von Nitraten und reichert den Boden mit Mineralien an, die für das Pflanzenwachstum notwendig sind. Den Wissenschaftlern zufolge würde dies einen exzessiven Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln in Zukunft unnötig machen und könnte eine umweltfreundliche Alternative zu genetisch veränderten Organismen sein, berichtet Irish Independent.

Die Gruppe von Wissenschaftlern um Austin Darragh, Professor im Fachbereich Chemie und Umweltwissenschaften, untersuchte die Effekte von Radiowellen auf Wasser. Dazu wurde eine elektrische Spannung von 24 Volt in Radiowellen mit einer Frequenz von bis zu 27 MHz umgewandelt und mittels einer Antenne in das Wasser induziert. Die daraus resultierenden Strukturveränderungen in dem aufgeladenen Wasser führen dazu, dass es eine höhere Löslichkeit und Bindungsfähigkeit aufweist. Dies wiederum hat zur Folge, dass das Wasser die Pflanze schneller durchdringen und die Blätter und Wurzeln effektiver mit notwendigen Nährstoffen versorgen kann. Dadurch würde sich das Wurzelsystem der Pflanze besser ausprägen, was zur Robustheit der Pflanze beitrage und zu einem geringen Wasserverbrauch führe.

Die Methode mit dem Namen „Vi-Aqua“ (vitalisiertes Wasser) hat den Wissenschaftlern zufolge gleich mehrere Vorteile: Die Photosynthese der Pflanze wird stärker angeregt, wodurch mehr Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre in Biomasse umgewandelt wird. Durch die positiven Effekte auf das Wurzelsystem der Pflanzen könne der Wasserverbrauch erheblich gesenkt werden. Zudem ließe sich der Ertrag bei Gemüse- und Obstpflanzen um bis zu 30 Prozent steigern. Die Pflanzen würden robuster und widerstandsfähiger, was den Bedarf an Pestiziden verringere. Auch der Einsatz von Düngemitteln ließe sich deutlich reduzieren, da das Wasser mehr Nährstoffe binden und effektiver in alle Pflanzenteile transportieren kann. Darüber hinaus wirke sich das aufgeladene Wasser positiv auf die Mirko-Organismen im Boden aus, was einer „Verjüngung“ des Bodens gleichkomme und diesen weniger stark auslauge.

Die Methode wurde bereits erfolgreich am Warrenstown Agricultural College von Harold Lawler, einem der führenden irischen Landwirtschaftsexperten, getestet. Lawler ist Direktor der Nationalen Botanischen Gärten und ehemaliger Dozent für Agrarwissenschaft am Warrenstown Agricultural College.

„Bei Beetpflanzen haben wir klare Unterschiede in den Resultaten sehen können. Die behandelten Pflanzen waren viel härter und robuster. Uns ist auch aufgefallen, dass die behandelten Pflanzen weniger Dünger benötigten als die unbehandelten. Die Wurzeln nahmen die Nährstoffe besser auf, während bei normalen Pflanzen ein stärkeres Auslaugen von Nährstoffen auftrat.“, sagte Lawler dem Independent.

Sollte sich die Methode in weiteren Tests bewähren, könnte es eine ernst zu nehmende Alternative für die konventionelle Landwirtschaft darstellen. Gen-manipulierte Pflanzen und der exzessive Einsatz von Pestiziden könnten dann schon bald der Vergangenheit angehören.

Kommentare

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  1. MadMax sagt:

    Bitte macht aus Mirko Organismen so wie es richtig heißen soll Mikro Organismen, Danke, heiße selber Mirko und sonst ist der Artikel ganz okay

  2. Rob sagt:

    Hier wird etwas als Fortschritt verkauft, was meiner Meinung nach eine physikalisch chemische Veränderung von Molekularstrukturen ist, deren Ergebnis schlechter sein wird als eine kurzfristige Verstrahlung durch einem atomaren Unfall. Wasser ist nachgewiesener Speicher für Informationen, wenn künstliche Veränderung eines Grundlebensmittels Fortschritt sein soll, dann hat das Bildungssystem ganze Arbeit in Form von Verdummung der Menschheit geleistet.

  3. peter kruse sagt:

    Since about 10 years I have a device (from Grander, Austria) that gives the water the same natural composition, but without you needing the radiowaves.
    The folks from Austria beat the Irish with a mile here.

  4. Livia sagt:

    Das ist alles gut und richtig, läßt aber außen vor, daß die richtig fiesen Gifte zur Insektenbekämpfung und Unkrautvernichtung eingesetzt werden; ebenso ist der „Sinn“ genmanipulierter Pflanzen hier zu suchen.
    Noch vor den Ersetzen chemischer Düngemittel wäre dann auch darauf zu achten, daß die Anbauflächen schön klein sind, mit Huschen dazwischen, damit sich die natürlichen Feinde der Schadinsekten ausbreiten und Letzteren keine großen Ausbreitungsflächen durch Großfelder und Monokulturen geboten werden.

    Dazu darf man auch nicht zu faul zum Jäten oder Hacken sein – gehacktes Unkraut ist durch mulchen sogar Dünger!

    In den letzten 200 Jahren hat die aufkommende Industrieproduktion viele ungelernte Arbeitskräfte aus der Landwirtschaft gezogen; das ist inzwischen nicht mehr der Fall – im Gegenteil – die Automatisierung setzt Geringqualifizierte in Massen frei! Es wäre doch sinnvoller, diese Menschen in der Landwirtschaft einzusetzen, anstatt von der Schulbank an in eine „Hartz IV- Karriere“ zu schicken!
    Rationalisierung in der Industrieproduktion mag Sinn machen – Industrialisierung der Landwirtschaft schadet nur Natur und Umwelt!!!
    Und das, was Nahrung dann teurer wird, kann man sehr gut einsparen indem man die hochdotierten Zocker abschafft!

  5. bate sagt:

    Es gibt also doch nichtthermische Effekte!!! Shame on you Schulwissenschaft…

  6. maus sagt:

    Endlich mal eine sehr gute Nacgricht ! Irische Wissenschafter haben wenigstens mal was erforscht was auch ohne Pestizide ,gift,und ohne Genmanipulation geht !
    Eine Bitte an die Irische Wissenschaftler . Beeilt euch damit ,damit wir endlich gesunde Nahrung erhalten , ohne die vielen Pestizide,und hoffentlich ohne Genmanipulationen ! Von dehnen wir regelrecht Überschwemmt werden ! Und Monsanto sich nicht überall weiter ausbreiten kann ! Wir wollen keine Genverändertes Gemüse oder mit Gen Futter gezogenes Fleisch ! Gifte haben wir in der Umwelt schon genug ! Wir brauchen es nicht auch noch im essen ! Endlich mal Wissenschaftler die mal was Nützliches erforschen ! Sollen sich andere daran ein Beispiel nehmen ! Ich wünsche Ihnen jedenfalls sehr viel Erfolg !!!