Inflation Deutschland: Preise für Butter steigen immens

Im September sind die Preise für Lebensmittel um über vier Prozent angestiegen und auch der teure Strom macht sich in den Taschen der deutschen Steuerzahler bemerkbar. 11,5 Prozent mehr kostete der Strom im September, die Preise für Butter stiegen um fast 30 Prozent.

Die deutschen Verbraucher-Preise sind im September um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Während die Kosten für Kraftstoffe und Heizöl deutlich zurückgingen, stiegen die Preise für Lebensmittel und Strom, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

Die Preise für Nahrungsmittel nahmen gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,7 Prozent zu. So erhöhten sich die Kosten für Speisefette und Speiseöle um 13,6 Prozent. Vor allem bei der Butter gab es erneut einen erheblichen Sprung. Hier erhöhten sich die Preise um 29,2 Prozent. Aber auch Obst (+6,8%), Gemüse (+6,6%) und Fleisch (+4,2%) waren im September teurer.

Ähnlich deutliche Preissteigerungen fanden sich im September trotz der günstigeren Preisentwicklung für Produkte aus Mineralöl beim Strom und festen Brennstoffen. Strom war 11,5 Prozent teurer als noch vor einem Jahr.

Bereits im August war der Preis für Butter gegenüber August 2012 deutlich gestiegen, um 32,8 Prozent. Die Verbraucher haben bereits darauf reagiert. Wie ein aktueller Bericht der GfK zeigt, ging die Mengennachfrage deutlich zurück und lag im August noch 14 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Die Diskrepanz zwischen kaum merklicher Erhöhung des Bruttolohns, der Niedrigzins Politik Draghis und der Inflation wird immer deutlicher. Seit gut einem Jahr gibt es in Deutschland keine Netto-Lohnsteigerung mehr. Steuern und Inflation fressen die Brutto-Lohnerhöhungen auf (hier).

Kommentare

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  1. spatz sagt:

    Wenn die von Euch wiedergewählte Merkel sagt es gibt keine Inflation,
    dann gibt es keine.
    Merkt euch das Ihr Pfeifen.

  2. Hermann sagt:

    zur Frage wann wacht der Michel endlich auf ist meine Vermutung
    1. Er ist sicher schon lange wach aber..
    2. durch Flurid und sonstigen „Giften“ die er täglich einnimmt kaum
    kaum noch fähig zu „protestieren bzw re belieren“

    • Hülsensack sagt:

      Und um dieser Vergiftung zu entgehen, muß man sich bei seiner Versorgung etwas drehen.
      Nicht nur die Fertiggerichte in sich schaufeln, etwas Selbstversorgung betreiben, auch wenn man deshalb blöd angemacht wird.
      Aber die Masse hat sich der Bequemlichkeit ergeben, deshalb ist es doch so schön, das bequeme Leben.

  3. Hülsensack sagt:

    Nun ja, bei zu hoher Milchquote in Deutschland, ist es ja „verständlich“, daß man dem Verbraucher bei der Butter den Zaster aus der Tasche holt.
    Was muß noch kommen, daß der Michel munter wird?

  4. Miri S sagt:

    Wegen des extrem schlechten Wetters – ein naßkalter Frühling und die anhaltende Trockenheit im Sommer – ist die Ernte 2013 sehr schlecht ausgefallen, z.B. die Kartoffelernte, die Obsternte. Auch das Viehfutter wurde knapper, das Gras wuchs den Sommer über nur wenig. Natürlich bewirkt das dieses Jahr deutliche Preissteigerungen. Wenn eine gute Ernte eingefahren werden kann, werden die Preise entsprechend wieder fallen.

    • maus sagt:

      Das glaube ich kaum ! Spekulanten wetten mit den Rohstoffpreise ,z.B. Deutsche Bank ,dadurch explodieren die Preise,die Inflation tut Ihres dabei .Die Preise werden weiter steigen !

      • Miri S. sagt:

        Für 10 kg Kartoffeln (Sack) zahlt man aktuell rund 7 Euro. Das liegt im Bereich der Mindestlöhne. So viel verdient sogar ein Ferienjobber pro Stunde. Hier eine gute Übersicht über die historische Preisentwicklung von Kartoffeln: http://www.toffi.net/kiss/einkauf/ein_16.htm. Wem 7 Euro pro 10 kg Sack zu viel Geld ist, der möge in seinem Garten (angenommen er hat einen Garten) ein Beet Kartoffeln pflanzen. Er wird mit Sicherheit mehr als 1 Stunde arbeiten, um im Herbst ein Säckchen Kartoffeln zu ernten. Und statistisch gesehen ißt der Bundesbürger pro Kopf und Jahr 40 kg Kartoffeln, das sind also Kartoffeln im Wert von 28 Euro.

  5. maus sagt:

    Die Armut wird immer mehr zunehmen in Deutschland und in allen EU Länder !
    Da die meißten Löhne bekommen ,wo man kaum noch eine Familie ernähren kann ,aber die Lebenserhaltungskosten immer weiter steigen !
    Das Kaufverhalten ändert sich ,da die Löhne nicht mit steigen und die Kosten nicht aufgefangen werden .Früher kaufte man auch mal auf vorrat und auch mal extras dabei oder mehr. Überlegt man sich heute was Notwendig ist oder nicht ! Der Schuß kann nach hinten los gehen für die Lebensmittel Industrie ! Die Leute gewöhnen sich einen Tunnelblick an ,das heißt das der Verbraucher in den Geschäften nur nach dem sucht was er wirklich braucht und anderes außer Acht läßt ! Da nutzt auch die aufwendigste Werbung nichts.Früher schlenderte man durch die Läden und schaute sich um ,doch in der Zeit wo das Geld immer knapper wird ,stellt man sein Verhalten um ! Die schießen sich damit ein eigen Tor !