Schweiz: Staatssekretariat für Wirtschaft will „faires Gold“ importieren

Eine Schweizer Initiative hat herausgefunden, dass Gold einen hohen Preis hat: Es wird unter Missachtung der Gesundheit der Arbeiter abgebaut. Die Umwelt wird zerstört: Von 1.600 Tonnen importierten Gold waren ganze 25 Kilogramm nachhaltig gefördert. Das wollen die Schweizer ändern.

Das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) will nach eigenen Aussagen den Abbau und Handel von Gold sowohl sozial als auch nachhaltiger gestalten. Die zu diesem Zweck gegründete Swiss Better Gold Initiative (SBGI) besteht momentan allerdings aus nur einem Projekt in Peru. Jetzt wurde das erste Mal seit Start der SBGI Gold in die Schweiz geliefert, ganze 25 Kilogramm. Im Vergleich: Im ersten Halbjahr wurden 1.600 Tonnen, also 1,6 Millionen Kilogramm, Gold in die Schweiz importiert.

Im Fokus stehe der Goldkleinbergbau, so die Sprecher der Initiative. Dieser fördere jährlich rund 20 Prozent des weltweiten Goldes. Gleichzeit arbeiten aber im Kleinbergbau 90 Prozent aller im Goldabbau beschäftigten Menschen. In Zahlen sind das 10 bis 15 Millionen Menschen, davon 3 Millionen Frauen und Kinder, berichtet der Tagesanzeiger.

Die Ökobilanz der Goldgewinnung ist katastrophal. Auf jedes geförderte Kilogramm Gold kommen 400 Kilogramm CO2. Für eine Feinunze Gold (31,1 Gramm) wird im Schnitt über eine Tonne Erdreich abgebaut.

Die Arbeiter müssen unter schrecklichen Bedingungen schuften, um das Edelmetall abzubauen. Methoden gibt es viele: In Ghana wird Blausäure eingesetzt, um Goldpartikelaus dem Gestein zu lösen. Dazu werden riesige Cyanid-Stauseen angelegt, die die Natur langfristig zerstören.

In China und Teilen Südamerikas und Afrikas, arbeiten bis zu 20 Millionen Kleinschürfer mit Quecksilber. Es wird dem Gestein in flüssiger Form zugesetzt, erhitzt und verdampft – ohne Atemschutz und Handschuhe für die Arbeiter, berichtet ECOreporter.

Weltweit wurden 2013 im ersten Halbjahr 1400 Tonnen Gold abgebaut, 25 Kilogramm davon fair. Die Arbeiter, die die fehlenden 1.399.975 Kilogramm fördern mussten, können davon nur träumen.

Kommentare

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  1. Stefan Wehmeier sagt:

    „Jeder Anlauf zur Kultur ist immer automatisch, gesetzmäßig durch den Rückgang der Preise erstickt worden. Denn Kultur heißt Arbeitsteilung, Arbeitsteilung heißt Angebot, und das Angebot kann nicht zum Tausch führen, wenn die Preise wegen Mangels an Nachfrage (Geld) abwärts gehen.
    Geld und Kultur gehen zusammen auf und unter. Darum war auch die merkantilistische Theorie, die das Gold als den Inbegriff des Reichtums und der Kultur betrachtete und folgerichtig darum auch eine auf ständige Vermehrung des Geldbestandes gerichtete Wirtschaftspolitik durch Schutzzölle befürwortete, gar nicht so falsch. Der gesunde Gedanke hatte nur einen törichten Ausdruck gefunden. Die Tatsache war da, daß bei Zufluß von Gold die Gewerbe, Künste und Wissenschaften gediehen. Nur verwechselten die Merkantilisten Geld und Gold. Sie glaubten, das Gold bewirke das Wunder mit Hilfe seines „inneren Wertes“; es gab für sie kein Geld, sondern nur Gold, Geld und Gold war ein Begriff. Sie wußten nicht, daß das Geld, nicht das Gold, den Austausch der Waren vermittelt und daß der Reichtum durch die Arbeitsteilung entsteht, die das Geld, nicht das Gold ermöglicht. Sie suchten die Wirkungen der Arbeitsteilung in Eigenschaften des Goldes, statt in denen des Geldes.“

    Silvio Gesell (Die neue Lehre vom Geld und Zins, 1911)

    Die sinnvollste Verwendung für Gold ist die Vergoldung elektrischer Steckkontakte. Die zahlreichen Wackelkontakte in den Köpfen derer, die bis heute nicht wissen, was Geld ist, sind damit aber noch nicht behoben:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/10/geld.html

  2. syssifus sagt:

    Wer’s glaubt.
    Besonders Nachhaltig waren,wenn ich mich erinnere, Gelder,die den Juden geraubt wurden und letztendlich auf schweizer Konten gelandet sind.Gold war da sicher auch dabei.Ja,ja,eben wieder mal die Schwietz.

    • Werner Staebler sagt:

      Ja,ja wiedermal typisch deutsch. Was habt ihr denn den Juden genommen?
      p. s: Schreiben Sie hundert mal Schweiz nicht Schwietz.
      Schimpfen koennen Sie offenbar besser als schreiben. Besonders ueber Sachen von denen Sie nicht die leiseste Ahnung haben.

  3. maus sagt:

    DIe Gier macht blind und taub ! Wo auf der Welt auch immer ,mit was auch immer Profit verspricht da hört der Umweltschutz und die Menschlichkeit auf ! Das sieht man überall auf der Welt ! An die Gesundheit der Menschen und an die Umwelt denken die Investoren nicht mehr ,da zählt nur noch der Profit ! Sie gehen damit um als hätten wir noch andere bewohnbare Planeten .Doch unsere Erde ist alles was wir haben ,und nicht nur wir leben da drauf ,auch unsere Kinder und Enkel haben nur diese Erde auf der sie leben ! Wie werden Sie Uns mal beschreiben wenn wir Ihnen eine Erde mal hinterlassen die kaum noch bewohnbar ist ,weil wir sie verseucht ,ausgebeutet,verdreckt,und zerstört haben ?
    Nur weil Machtgierige,Geldgierige Finnanzhaie und Konzernbosse über alle Leichen gehen ,und die Politiker dieser Erde korrupiert,gekauft,erpresst,und sich gefügig gemacht haben ,so das alles nach Ihrem Willen geschieht ,und Ihnen niemand im Weg steht !
    Niemals war es deutlicher zu sehen wie heute ! Es bleibt zu hoffen das sich das noch ändert ,bevor auch noch der letzte Rest der Intakten Umwelt zerstört ist ,bevor die Generationen eine schöne Erde mit Ihrer vielfalt an Planzen und Tieren nur noch aus Bücher kennen !