Energie aus Stroh wird für Biotreibstoff genutzt

Aus Abfallprodukten wird immer häufiger Biosprit gewonnen. Im Fokus stehen CO2-Reduzierung und Umweltschutz. Doch noch ist die Herstellung teurer als der Gewinn. Kritiker befürchten, dass durch das Abernten des Strohs die Felder weniger fruchtbar werden.

Aus Abfall Geld machen und etwas für die Umwelt tun: Stroh-Ethanol ist einer der neuesten Ansätze in der Biotreibstoff-Produktion. Statt etwas zu verwenden, was auch gegessen werden kann (Mais oder Weizen), liegt der Fokus der Forscher auf Abfallprodukten von Getreide.

Man nehme Mais- und Weizenstroh, also die nach der Ernte übriggebliebenen Pflanzenteile. Die Zellulose des Strohs wird zuerst in Traubenzucker umgewandelt, dieser von Hefen vergoren und so zu tankbarem Alkohol gemacht, berichtet die österreichische Tageszeitung Standard.

Die Idee ist nicht neu, die Technik wird allerdings deutlich effektiver und günstiger als noch vor einigen Jahren. Forscher auf der ganzen Welt führen ähnliche Studien mit Kuhmist (Biogas), Algen (Biodiesel) und altem Speiseöl durch.

Bis zum Jahr 2050 soll Biosprit mehr als ein Viertel des weltweiten Treibstoffbedarfs decken, vermutet die International Energy Agency (IEA). So sollen 21 Gigatonnen CO2 eingespart werden. Stroh-Ethanol wird bereits in den USA (Maisstroh), Brasilien (Zuckerrohrstroh) oder Italien (Schilf) erzeugt, allerdings gibt es noch keine Anlagen für eine flächendeckende Versorgung.

Das Problem sind die hohen Nebenkosten der Ethanol-Erzeugung. Ein Liter Normalbenzin kostet in Rotterdam rund 50 Cent, ein Liter Stroh-Ethanol 75 Cent. Die Herstellung kostet mehr Energie, als der Treibstoff liefert. Bei Algen liegt die Quote bei 5:1.

Das Positive an der Abfallverwertung von Stroh ist, dass weder Nahrungsmittel verwendet werden, noch dass dafür Regenwald abgeholzt werden muss. Je nach Staat werden Pflanzenabfallprodukte genutzt, die vor Ort angebaut werden – und somit im Überfluss vorhanden sind. Die österreichischen Forscher des Stroh-Ethanol-Sprits rechnen vor, dass die Hälfte des im Land vorhandenen Strohs reichen würde, um ganz Österreich mit E10-Treibstoff zu versorgen.

Kritiker argumentieren, dass durch die Biotreibstoffproduktion die Fruchtbarkeit des Bodens leiden würde. Weil das Stroh nicht mehr auf den Feldern verrotten könne, werde dem Boden so Kohlenstoff vorenthalten. Früher wurde es geerntet, an Tiere verfüttert und mit Mist angereichert wieder auf die Felder gebracht. Die Mikroorganismen im Mist sorgten dafür, dass beim Kompostieren der Boden gedüngt wurde.

Kommentare

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  1. Cuibono sagt:

    Die kalte Fusion ist der GAME CHANGER sagt Celente. Und sie funktioniert, sagen neueste Gutachten. man googel man
    Youtube. Freunde der Wahrheit. der Durchbruch im Energiesektor.

    Man muss aufhören wertvollste Böden, die zur Lebensmittelproduktion gebraucht werden, für Dinge zum Verheizen zu mißbrauchen.

  2. Tommy Rasmussen sagt:

    „Im Fokus stehen CO2-Reduzierung und Umweltschutz“:

    Londoner Studie beweist: Globale Erwärmung vorwiegend durch Abgase (CO2) von Dicken verursacht – Phil Edwards und Ian Roberts, beides Wissenschaftler von der Londoner Schule für Hygiene und Tropenmedizin, schlagen Alarm: Übergewichtige sind (direkt und indirekt) für die Klimaerwärmung, also für einen höheren Ausstoß von Treibhausgasen (CO2) verantwortlich, da sie mehr Essen und mehr Energie verbrauchen. Entsprechende Versuche und vorliegende Messergebnisse ließen den Schluss zu, dass Dicke nicht nur länger sondern auch mehr rülpsen und pupsen, mithin also direkt für die Produktion des schädlichen, hochtoxischen Klimagases (CO2) verantwortlich zeichnen.

    Die beiden Wissenschaftler machen die Dicken für mindesten 20 % der anfallenden hochtoxischen Gase (CO2) verantwortlich. Die Studie machte z. B. auch einen steigenden Viehbestand wegen einer steigenden Nachfrage nach Fleisch für 20 % aller schädlichen Treibhausgase (CO2) verantwortlich, aufgrund des toxischen Methans (CO2), das von Kühen abgesondert wird. Somit belegten die Forscher einen verhängnisvollen „Dopplereffekt“: Dicke Fleischklopse verlangt es nach immer mehr dicken Fleischklopsen, was wiederum immer mehr Kühe zum Pupsen anregt.

    Fast in jedem Land steigt der durchschnittliche Körpermasseindex (BMI). Dieser schädliche und hochproblematische Trend müsse unbedingt konsequent und nachhaltig umgekehrt werden. “Schlank zu bleiben ist gut für die Gesundheit und für die Umwelt. Wir müssen viel mehr tun, um den globalen Trend zum Dicksein umzukehren und letzteres als einen Schlüsselfaktor im Kampf dafür ansehen, Emissionen (CO2) zu verringern und Klimawandel zu verlangsamen.“

    Die Studie fand heraus, dass „schlanke“ Völker wie die Vietnamesen fast 20 % weniger Essen benötigen und so weniger Kohlendioxyd-Emissionen (CO2) produzieren, als stärker übergewichtige Nationen wie die USA, wo 40 % der Bevölkerung übergewichtig sind. Daher, so das Forscherteam, sei als langfristiges Ziel auf jeden Fall anzustreben, die Kohlendioxyd-Gesamtemissionen (CO2) um mindestens 80% zu senken. So werde etwa 50% weniger Essensverbrauch für umsetzbar und zumutbar gehalten, um die schädliche Emission von hochtoxischen Klimagasen (CO2) erfolgreich einzudämmen.

    Im Prinzip muss also, so die Wissenschaftler, diskutiert werden, ob es nicht im Sinne einer definitiven Reduzierung des schädlichen und hochtoxischen Kohlendioxyds (CO2) am besten wäre, die Erdbevölkerung stark zu reduzieren, da nur so eine nachhaltige Schonung des Klimas und eine evtl. Umkehrung des unerwünschten Treibhauseffektes mit einhergehender stetiger schädlicher Erwärmung der Erdatmosphäre gewährleistet werden.
    http://becklog.zeitgeist-online.de/2009/04/21/fette-vor-dem-aus-londoner-studie-beweist-globale-erwarmung-vorwiegend-durch-abgase-von-dicken-verursacht/

    Furz: “Gefährdung der Sicherheit” – Ein Mann hat gegen Paragraf 2 des Steiermärkischen Landessicherheitsgesetzes verstoßen. Der Täter zahlte die 50 Euro Strafe ohne einen Anwalt einzuschalten.
    http://stmv1.orf.at/stories/388421

  3. Schon Aufgewacht sagt:

    Stroh ein Abfallprodukt???

    Es wird immerhin noch als Einstreuprodukt und Futtermittel für Nutztiere insbesondere Pferde genommen und dass lassen sich die Produzenten = Landwirte auch teuer bezahlen. Stroh ist mitunter schwierig bis gar nicht zu bekommen und hat auch einen stolzen Preis zwischen 15 – 30 Euro pro 100 kg. In der Schweiz kostet ein Kleinballen ca. 25 kg bis zu 14 Franken.

    In wetterbedingt schlechten Jahren ist es so oder so kaum möglich, Stroh zu ernten, was wiederum den Preis verteuert.

    Vielleicht sollte man lieber das Stroh aus den Köpfen mancher Politiker gewinnbringend einsetzen?

  4. Siggy sagt:

    Man kann doch das Stroh aus den vielen Köpfen nehmen. Vielleicht verschluckt sich dieser oder jener Motor, aber er wird sich daran gewöhnen. Wenn man den täglichen Mist hört und sieht, brauch man keinen Strohballen mehr vom Feld für Biosprit. Einige Zeitgenossen erwecken auch den Eindruck, dass deren Gehirnstroh derart schnelles Wachstum hat, mit dem durchaus mehrere Ernten im Jahr möglich sind. Wir gehen guten Zeiten entgegen!

  5. Hans von Atzigen sagt:

    Grundsätzlich muss man den Artikel einfach aufmerksam Lesen. Die Plus und die Minusaspekte jeweils zusammenzählen. Tja ??? Die Bruttobilanz oh Schreck, negativ.
    Allein die Aussage das die Gewinnung mehr Energie frisst als Produziert, verdeutlicht ,welch Idiotischer Unsinn in der Biomasse – Energiegewinnung steckt.
    Das Kernergebnis ist obersimpel Essen auf dem Teller oder Autofahren usw.
    Und der Gipfel an diesem Unsinn, werkeln ,,Wissenschaftler,,.
    Entschuldigung ich habe ganz grosse Fragezeichen, Megagrosse.
    Freundliche Grüsse