Cryptophones: Interesse an abhörsicheren Handys steigt

Nachdem sogar das Handy von Bundeskanzlerin Merkel nicht vor Abhöraktionen geschützt ist, steigt in der Bevölkerung das Interesse an sicheren Telefonaten. Verschlüsselungstechnologien für Smartphones machen dies möglich.

Die NSA hat das Thema Handysicherheit unfreiwillig in den Fokus gerückt. Politiker, Manager und Prominente greifen immer öfter auf Cryptophones zurück. Diese ermöglichen Gespräche in verschlüsselter Form. Die Nachfrage steigt und lässt die Kosten für die Entwickler sinken.

Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt angeblich auf deutsche Technologie von Rohde & Schwarz. Der Hersteller verpackt seine Technologie in ein Headset, das via Bluetooth mit PCs oder mobilen Geräten verbunden werden kann. Es wird eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Sprachverbindung vorgenommen. Die Ver- und Entschlüsselung erfolgt im Headset. So wird keine unverschlüsselte Information an Handy oder Mobilfunknetz weitergeleitet, berichtet Futurezone. Für diese Technologie brauchen beide Gesprächspartner kompatible Headsets.

Der Preis liegt bei 2.300 Euro pro Gerät. Deswegen hat sich die Technik in der breiten Masse noch nicht durchgesetzt. Doch durch die Abhörskandale der vergangenen Monate, die selbst die Bundeskanzlerin nicht ausgelassen haben, steigt das Interesse an abhörsicheren Geräten und Sprachverschlüsselungstechnologien.

Ein weiterer Verschlüsselungsanbieter ist GSMK, der von Mitgliedern des Chaos Computer Clubs gegründet wurde. Der Code für die Verschlüsselung ist im Internet einsehbar. Hier wird die Verschlüsselung direkt ins Handy integriert. Das Besondere daran ist, dass Metadaten verschlüsselt werden. So weiß der Netzbetreiber, wo ein Nutzer ist, hat aber keinen Zugriff auf Verbindungsdaten. Die Geräte von GSMK kosten zwischen 1.300 und 2.500 Euro, je nach Mobiltelefon-Modell.

Eine proaktive Möglichkeit gegen Angreifer vorzugehen gibt es auch: Lauschangriffe können durch einen  „virtuellenHonigtopf“ provoziert und in die Falle gelockt werden. Dabei wird mit den sogenannten Honeypots vorgetäuscht, dass ein Gerät ungeschützt ist. Das soll Angriffe mit Spam und Schadsoftware provozieren. Die Schadprogramme werden analysiert und ein Schutz dagegen entwickelt. Diese Technik setzt die Deutsche Telekom als Prototyp ein. 800.000 Hackerangriffe sollen so jeden Tag analysiert werden, berichtet die Computerwoche.

Kommentare

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  1. Johnd986 sagt:

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  2. maus sagt:

    Eine echtes Trauerspiel das man überhaupt daran denken muss das man nur noch was verschlüsseltes versenden kann ,da es abgehört werden könnte .So was sollte es eigentlich gar nicht geben dürfen ! Für unser eins ist es ja egal ,was wollen sie mit unseren Daten anfangen ?Das Rezept von Tante Erna ? Oder komme später nach hause ? Meine Meinung die ich habe zu einem Thema ? Kann jeder wissen sonst würde ich sie nicht offen schreiben ! Noch haben wir eine Meinungsfreiheit ! Ich kann zugemüllt werden mit Werbung wenn Sie Daten an Firmen weitergeben ,aber es liegt an mir ob ich Sie lese oder in die Tonne werfe ! Anders sieht es aus wenn ich eine Firma habe und ein Produkt entwerfe da ist es angebracht das da keiner an die Daten heran kommt ! Ich denke das wir schon seit langer Zeit Gläsern geworden sind ,nur war es noch nie so offen und so dreist wie heute ! Merkels Handy ,da machen Sie ein riesen Theater und machen die Welle,aber bei uns da rührt sich keiner in der Regierung ! Wenigstens trift es die auch ,sollte die mal ein Buch drüber herausgeben ;Titel A.Merkels Gespräche aus dem Kanzleramt .Das wird bestimmt ein Bestseller !

  3. Cuibono sagt:

    Verschlüsselungen sind nicht ausreichend, sie können geknackt werden. Und die Updates kosten und kosten.

    Die Verwendung von Skalarwellen verhindert überhaupt jegliches Abhören.
    Prof. Konstantin Meyl
    Keine Strahlung und kein Akku

    Tesla Technik.

    Die Militärs verwenden das, aber das Volk darfs wohl nicht mal erfahren, daß es sowas gibt.